Handball

Handball Rimpar Wölfe bieten Ex-Bundesligisten Gummersbach lange Paroli, beißen am Ende aber nicht zu

Am Ende fehlt ein wenig die Kraft

Archivartikel

Rimpar – Gummersbach 26:29

Rimpar: Brustmann, Wieser (beide Tor), Schömig 1, Böhm, Karle, Gempp 2, Schmidt 8/7, Kaufmann 6, Schulz 3, Backs, Brielmeier 2, Herth 4, Sauer.

Spielfilm: 1:1 (6.), 3:2 (8.), 5:5 (15.), 8:8 (20.), 8:11 (24.), 10:12 (28.), 11:14 (Halbzeit), 13:16 (35.), 16:16 (38.), 16:18 (42.), 18:19 (45.), 20:22 (50.), 22:23 (52.). 24:28 (58.), 26:29 (Endstand). – Zuschauer: 2029.

Großer Name, große Kulisse: Der VfL Gummersbach war am Samstag Gast bei den Rimpar Wölfen, und erstmals in dieser Saison wollten über 2000 Zuschauer ein Heimspiel der Wölfe sehen. Die lieferten dem Ex-Bundesligisten einen großen Kampf, doch am Ende hat es nicht ganz für die Überraschung gereicht. 26:29 hieß es am Ende einer stets spannenden und engen Partie. Damit sind die Gäste weiter auf Rückkehrkurs in die Bundesliga. Trotz der Niederlage nannte Rimpars Trainer Ceven Klatt dieses Heimspiel ein „Handballfest“.

Im ersten Durchgang war es nach einer Abtastphase zunächst sehr eng. Die drittbeste und die beste Abwehr der Liga drückten dem Duell erwartungsgemäß ihre Stempel auf. Die Unterfranken agierten gegen den wurfstarken Rückraum um Österreichs EM-Rückkehrer Janko Bozovic recht offensiv, gingen ihre Gegenspieler zum Teil schon bei neun bis zehn Metern an. So schloss der VfL immer wieder von außen ab. Bei den Wölfen waren über die gesamte Dauer die Flügelspieler harmlos.

Bis zum 8:8 in der 20. Minute kam keine der beiden Mannschaften über eine Ein-Tore-Führung hinaus, ehe sich die „Oberbergischen“ durch drei Treffer in Folge von Sommer, Boovic und Herzig erstmals Luft verschafften (11:8, 24.). Sogleich gewannen die Gäste an Sicherheit in ihren Aktionen und spielten selbstbewusster auf. 14:11 führten sie zum Seitenwechsel.

Wieser für Brustmann

Im Tor stand bei Wiederanpfiff bei den Wölfen nun Andreas Wieser für Max Brustmann. Er fing stark an und parierte gleich mal zwei Siebenmeter. Doch er ließ auch stark nach und später einige VfL-Rückraumtore aus gut zehn Meter zu. Auf beiden Seiten waren die Schlussleute an diesem Tag kein nennenswerter Faktor. Patrick Schmidt mit einem von sieben verwandelten Siebenmetern und fast hundertprozentiger Quote vom Strich, der druckvolle Herth und der als Werfer und Entscheider überzeugende Steffen Kaufmann glichen mit drei Treffern nacheinander aus: 16:16 (38.).

Erst in der Schlussphase bekamen die unermüdlich von ihren mitgereisten Fans angefeuerten Gummersbacher wieder Oberwasser. Die Rimparer Abwehr verlor im Zentrum nun zu viele Zweikämpfe gegen Alexander Weck und Luis Villgrattner. „Da hat dann auch die Kraft nachgelassen“, erklärte Klatt.

Trotz wechselnder Spielsysteme in der Deckung schafften die „Grün-Weißen“ in der Schussphase den Ausgleich nicht mehr. Als Villgrattner zum 28:24 für die „Blau-Weißen“ traf, war die Begegnung entschieden. red