Grünsfeld

Kickboxen Für die Alpha-Fighter gab es dreimal Gold, viermal Silber und fünfmal Bronze beim zweiten AGC in Stuttgart

Wahrer Medaillenregen für Grünsfelder

Archivartikel

Grünsfeld.Einen Medaillenregen für das Kickbox-Team der Alpha Fighters aus Grünsfeld beim zweiten AGC in Stuttgart. Bereits das erste AGC war ein toller Erfolg und das Team von Martin Vath räumte dort ab. Aber auch diesmal trumpften die Kids aus Grünsfeld wieder auf. In zwei Kategorien durften sie ihr Können unter Beweis stellen: Kids Gi – hier wird im Brazilian Jiu-Jitsu gefightet.

Die Kämpfer tragen dabei einen Anzug/Gi und Würger und Kontrolle ist auch mit dem Anzug möglich. Sowie Kids NoGi – die Kämpfer bedienen sich ebenfalls allen ringerischen Techniken, dürfen Hebeln und auch Würger benutzen, gekämpft wird lediglich mit Short und Shirt.

Bei den Erwachsenen startete Stephan Kollenda in der Weißgurtklasse bis 65 Kilogramm (Gi) und ebenfalls bis 65 Kilogramm in der Beginnerklasse NoGi. Nachdem er schon stark beim letzten Interclub gekämpft hatte, holte er in beiden Kategorien Bronze.

Aufeinandertreffen im Finale

Sebastian Wülk kämpfte nur in der NoGi-Klasse in einem riesigen Pool der Blaugurte bzw. Fortgeschrittenen. Hier wird jeder kleine Fehler sofort bestraft, was Wülk in der Vorrunde schmerzvoll erkennen musste, als er mit einem Armhebel finalisiert wurde.

Bei den Jüngsten starteten Adrian Hellhorn und Darian Schleich in der gleichen Gewichtsklasse. Bei der Gi Klasse gewannen beide alle drei Kämpfe und trafen im Finale aufeinander.

Beide schenkten sich nichts und das Publikum war erstaunt über den tollen Kampf der beiden jungen Sportler. Adrian schaffte es, mit einem Armhebel den Kampf zu beenden und holte sich somit den Gruppensieg.

Semih Demirkapi machte seine erste Turniererfahrung und rang in der Junior II (elf Jahre, bis 45.3 Kilogramm) und machte vier starke Kämpfe, wovon er auch einen für sich entschied. Damit holte er sich einen respektablen vierten Platz.

In der Gi-Klasse bis 36,2 Kilogramm startete Vladimir Schmidt und Leon Nuss. Hier hieß es jeder gegen jeden und alle durften vier Fights machen. Leon Nuss entschied zwei Kämpfe, Vladimir Schmidt drei für sich. Beide zeigten ihre technische Versiertheit und holten sich dominant gegen die starke Konkurrenz. Somit gab es Silber für Vladimir und Bronze für Leon.

Duell der Teamfreunde

In der NoGi-Klasse trafen die Teamfreunde Darian Schleich und Adrian Hellhorn wieder aufeinander. Auch hier hieß es jeder gegen jeden. Den Auftaktkampf machte Adrian Hellhorn gegen Samuel d’Amato vom Kongs Gym Stuttgart. Adrian fackelte nicht lange und setzte in den ersten zehn Sekunden bereits einen Würger an, dabei sprang er hoch und umklammerte mit den Beinen seinen Kontrahenten, der sofort abschlug und aufgab.

Doch sah der Schiedsrichter dies als „Foul“, da „Jumping the Guard“ verboten war. Mit „Jumping the Guard“ ist gemeint das Hochspringen mit den Beinen, den Gegner umklammern und ihn damit herunterziehen. Allerdings ist diese Technik unter Einsatz eines Aufgabegriffes (Submission) erlaubt, was nach dem Turnier auch von der Leitung bestätigt wurde. Dadurch hatte der junge Hellhorn und der sehr starke Darian Schleich am Ende drei Siege bei einer Niederlage und waren punktgleich. Das bedeute zwei erste Plätze.

In der NoGi-Klasse bis neun Jahre bzw. bis 37 Kilogramm starteten Leon Nuss und Vladimir Schmidt von den Alpha Fighters. Beide zeigten wieder eine starke Leistung und erkämpften nach acht Kämpfen nach Punktgleichheit jeweils die Silbermedaille.

Gegner aus den USA

In der Junior-II-Klasse durfte Semi Demirkapi gegen starke Gegner aus den USA und Deutschland sich die erste Bronzemedaille erkämpfen. Das Turnier hat wieder gezeigt, dass die Kämpfer der Grünsfelder Talentschmiede sich problemlos internationaler Konkurrenz stellen können. Der Teamgeist und das gemeinsame Training führen zu einer starker Mannschaft, die sich gegenseitig pusht und fördert. Davon profitieren die Anfänger, die im Team perfekt Anschluss finden.

Zufriedenstellendes Ergebnis

Trainer Martin Vath war mehr als zufrieden mit dem Ergebnis sein Schürtzlinge . Drei Goldmedaillen, vier Silbermedaillen und fünf Bronzemedaillen unter mehr als 40 Teams und knapp 400 Sportlern sind ein tolles Resultat.