Grünsfeld

Grünsfelder Gemeinderat tagte Schließanlage für den neuen Kindercampus in Auftrag gegeben / Veranstaltungen zum Stadt-Jubiläum werden nachgeholt

Transponder statt herkömmliche Schlüssel

Archivartikel

Der Umbau der Dorothea-von-Rieneck-Schule zum Kindercampus läuft weiter nach Plan. Der Gemeinderat befürwortete nun den Einbau einer transpondergestützten Schließanlage.

Grünsfeld. Trotz der Coronakrise werde am Kindercampus-Neubau für Kindergarten und Grundschule fleißig gearbeitet, informierte Bürgermeister Joachim Markert den Grünsfelder Gemeinderat bei dessen öffentlicher Sitzung am Dienstagabend in der Stadthalle. Hierhin war man aufgrund des besseren Platzangebots zur Einhaltung der wegen Corona geltenden Abstandsregelung umgezogen.

Mittlerweile werden im Kindercampus die Fenster eingebaut und der Innenausbau schreitet voran. Nun galt es für den Gemeinderat, die Anschaffung einer Schließanlage zu beschließen.

Gute Erfahrungen

Ging man bei ersten Planungen des Umbaus noch von einer traditionellen Schlüssellösung aus, hat man sich nun für eine Transponderlösung entschieden. Die guten Erfahrungen in anderen öffentlichen Gebäuden hätten zur Entscheidungsfindung beigetragen, wurde erklärt.

„Es ist ein einfaches System, das wegen seiner leichten Ersetzbarkeit bei Verlust von Transpondern auch noch kostengünstig ist“, stellte Markert fest. Dieter Schenek pflichtete ihm bei: „Transponder sind Stand der Technik.“

Vorgesehen sind insgesamt 59 Doppelknaufzylinder und 50 Chips sowie entsprechende Sicherheitszugaben wie Panikfunktion oder Wetterschutz bei Außentüren.

Anhand dieser Punkte errechnete die Firma Rappelt aus Wenkheim eine Angebotssumme von zirka 25 000 Euro. Genau könne diese erst bestimmt werden, wenn alle Spezifikationen mit dem Anbieter abgesprochen sind, hieß es. Er hat auch schon die anderen Transponderlösungen in städtischen Gebäuden ausgeführt.

Außerdem erteilte der Gemeinderat einen Auftrag an die Cadolzburger Firma BG Sicherheit, die Feststellanlagen für Sicherheitstüren anbietet. Diese stehen normalerweise offen, um beispielsweise eine Barrierefreiheit zu gewährleisten. Sie schließen aber automatisch, wenn ein Brand ausbricht, so Bürgermeister Markert.

Der Angebotspreis des Unternehmens für acht Türen beträgt knapp 13 000 Euro. Hinzu kommt ein Wartungsvertrag mit einer jährlichen Summe von 918 Euro.

Bürgermeister Markert informierte den Gemeinderat, dass er mittels Eilentscheidung die Anschaffung einer Hochleistungspumpe für die Feuerwehr veranlasst hat. Diese war günstig zu kaufen und soll in dem in Kürze zu beschaffenden Gerätewagen Technik (GW-T) eingebaut werden. Durch die Entscheidung konnte die Stadt knapp 2700 Euro sparen.

Außerdem hat Markert einen Auftrag für den Abbruch eines Wohnhauses in Kützbrunn zum Angebotspreis von rund 23 140 Euro an die Firma Breidenbach aus Bad Mergentheim vergeben. Die Entscheidung sei notwendig gewesen, da die Bindefrist vor der nächsten Gemeinderatssitzung endete, so der Bürgermeister.

Der Gemeinderat beschloss die Anschaffung eines Klimageräts für das gemeindliche Gebäude, in dem sich die Achatius-Apotheke befindet. Der Einbau ist notwendig, um die gesetzlichen Vorschriften zur Höchsttemperatur in Apotheken einhalten zu können.

Diese darf dauerhaft nicht über 25 Grad steigen, erläuterte der Rathaus-Chef. Das sei bei den Temperaturen im Sommer mit den aktuell verfügbaren Mitteln nicht immer einzuhalten. Den Auftrag (Gerät und Einbau) erhielt die Firma Geuder aus Uffenheim für das wirtschaftlichste Angebot mit einem Preis von 14 875 Euro.

Bürgermeister Joachim Markert informierte, dass die Feierlichkeiten anlässlich 700 Jahre Stadtrecht Grünsfeld, die eigentlich in diesem Jahr stattfinden sollten, auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Die Coronakrise habe die Stadt im Jubiläumsjahr voll ausgebremst. Vor allem die kulturellen Veranstaltungen wolle man aber auf jeden Fall nachholen.