Grünsfeld

Bemerkenswerte Bäume Rund 180 Jahre alte Robinien bei Kützbrunn sind als Naturdenkmal ausgewiesen

Süßer Duft lockt Bienen an

Archivartikel

In der FN-Serie„Bemerkenswerte Bäume“ geht es diesmal um die Robinie: Exemplare des „Baum des Jahres 2020“ wachsen beispielsweise bei Kützbrunn.

Kützbrunn. Die Robinie wird auch Scheinakazie genannt. Robinien gehören zur Familie der Schmetterlingsblütengewächse. Die Pflanzen dieser Gattung bringen oft Früchte in Form von Samenhülsen hervor. Fast alle Teile der Pflanze sind giftig.

An den Wurzeln der Robinie sitzen kleine Knöllchen mit Bakterien. Sie binden den Stickstoff aus der Luft. Aufgrund dieser Nährstoffversorgung kann sie auf sehr armen Böden wachsen.

Nektarreiche Blüten

Zur Blütezeit im Juni locken die süß duftenden Blütenrispen unzählige Bienen an. Die Blüten erhalten sehr viel Nektar. Die Bienen müssen für ein Kilo Akazienhonig rund 1,6 Millionen Blüten besuchen.

Die Robinie wächst sowohl im Wald als auch in der freien Landschaft. Ihre rissige Rinde und ihr hartes Holz werden oft zur Verarbeitung von Pfählen oder Zäunen benutzt. Typischerweise sind Robinien an Straßen, in Parks und an Hängen zu finden.

Zwei besonders markante Exemplare der Robinie außerhalb des Waldes stehen bei Kützbrunn. Die Bäume sind zirka 20 Meter hoch. Ihr Alter liegt bei rund 180 Jahren. Sie sind als Naturdenkmal ausgewiesen. Zwischen den Bäumen steht ein Kruzifix. Eine Bank lädt zum Verweilen ein.

Wer die Bäume besuchen möchte, folgt dieser Wegbeschreibung: den Gemeindeverbindungsweg entlang von Gerlachsheim nach Kützbrunn. Die Bäume stehen rund 500 Meter vor Kützbrunn auf der rechten Seite. lra