Grünsfeld

Familienzentrum Grünsfeld Gelungener Abend mit der preisgekrönten Poetry-Slammerin Natascha Bienert

Publikum mit Tiefgang begeistert

Grünsfeld.„Erholung für die Seele“ – unter diesem Motto stand der Abend mit Lyrik und Musik im Familienzentrum. Die preisgekrönte Poetry-Slammerin Natascha Bienert trug tiefsinnige Texte vor, musikalisch begleitet wurde sie vom Duo Johannes und Tim-Lukas Renk.

Natascha Bienert ist Anfang 20 und stammt aus Hardheim. Gerade hat sie ein Freiwilliges Soziales Jahr absolviert, jetzt beginnt sie ein Studium der Psychologie in Darmstadt. 2019 war ein bewegtes Jahr für sie. Beim Poetry-Slam-Wettbewerb „Wortschöpfung“ der Erzdiözese Freiburg belegte sie den dritten Platz. Seitdem hatte sie schon verschiedene Auftritte.

Das ist Poetry Slam. Erste Veranstaltungen in dem noch jungen Genre fanden in den 1980er Jahren in den USA statt. Poetry Slam ist eine lebendige Form öffentlicher Literatur- und Lyriklesungen mit Performancecharakter. Poetry Slams leben von den Vortragskünsten des Autors. Der Slammer baut in seinem Vortrag Spannung auf, geht mit seinem Text mit und versucht darüber das Publikum für sich zu gewinnen. Kennzeichnend für Bienerts Texte ist ein fürs Alter erstaunlicher Tiefgang. Sie handeln von Glauben, Liebe, Glück, aber auch von der Schnelllebigkeit der heutigen Zeit. „Ihre Texte gehen ins Herz und sprechen das Gehirn an“, urteilt die Presse.

Bei dem vom Familienzentrum in Kooperation mit der Mobilen Jugendarbeit Lauda-Königshofen veranstalteten Vortragsabend präsentierte Natascha Bienert mit rhetorischem Geschick unter anderem den Text „Willkommen“. In ihm rief sie dazu auf, nicht nur fremde Menschen aufzunehmen, sondern auch sich selber anzunehmen.

„Ein Ideal“ thematisierte die Erwartungen, mit denen die Gesellschaft an einen herantritt und erwartet, dass man sich an sie anpasst.

Bei „Kinderaugen“ handelte es sich um die Aufforderung, sich von Kindern inspirieren zu lassen und die Welt mit ihren Augen anzusehen. Die junge Künstlerin ermunterte ihre Zuhörer, weniger verbissen als spielerisch das Leben und seine Aufgaben anzugehen.

Kongenial unterstützt wurde Natascha Bienert vom Duo Johannes und Tim-Lukas Renk. Die beiden jungen Musiker spielten selbst komponierte Lieder im Stile von Coldplay, Revolverheld und Pink Floyd.

Als „Fest der Begegnung“ an einem „Ort der Gemeinschaft“ wollte Cornelia Renk den Vortragsabend verstanden wissen.

Die Leiterin des Familienzentrums erinnerte an den Auftrag der vor rund einem halben Jahr eingeweihten Einrichtung. Sie sei von Menschen für Menschen geschaffen worden und biete Chancen zur lebendigen Begegnung. Die Aktualität von Natascha Bienerts Texten hob Beate Maier vom Caritasverband hervor: „In ihnen steckt viel Weisheit.“ Täglich erlebe sie in der Beratung, wovon die Nachwuchskünstlerin authentisch und mit großer Sensibilität spreche. Der Oktober bietet weitere Events im Familienzentrum. Unter dem Motto „Ein Licht scheint in der Dunkelheit“ können Eltern mit ihren Kindern am 23. Oktober ab 14.30 Uhr basteln. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Kindertagesstätte St. Marien statt. Eine Stunde später beginnen die Proben des neuen Kinderchorprojektes mit Regina Markert. feu