Grünsfeld

Kindercampus Nach einigem Hin und Her vergab der Gemeinderat den Auftrag für die Stützmauer im Außenbereich der Kinderkrippe

Nun doch die Variante mit Sockel und Geländer

Archivartikel

Grünsfeld.Die Stützmauer im Außenbereich der Kinderkrippe am Bildungscampus in Grünsfeld wird nun auf Wunsch der Kindergartenleitung und des Betreuungsteams doch mit einem Betonsockel und einem Geländer ausgeführt. Die Kosten belaufen sich auf rund 38 000 Euro. Der Gemeinderat vergab in seiner Sitzung am Dienstag im Rathaussaal den Auftrag bei vier Enthaltungen an die Firma Johann Stumpf.

Die zunächst vorgesehene Variante, eine reine, 1,80 Meter hohe Betonmauer, wurde fallengelassen. „Das ist uns recht, weil auch wir die Variante mit Sockel und Geländer als die bessere angesehen hatten“, sagten die Mitglieder des Technischen Ausschusses (TA) Dieter Schenek und Franz Ködel. „Wir sind nur überrascht, dass der Wunsch von der Kindergartenleitung kam, denn diese hatte in der Ausschusssitzung noch die Betonmauer vorgezogen.“ Die Wandfläche sollte demnach möglichst glatt gehalten werden, um zum einen die Verletzungsgefahr zu minimieren und zum anderen die Fläche als Malmöglichkeit zu nutzen. Nun habe es von Seite der Kindergartenleitung praktisch die Rolle rückwärts gegeben. Dies sei gut, so die beiden Ratsmitglieder, weil so mehr Licht in den Hof einfallen könne und der Bereich so heller werde.

Diese Variante kostet allerdings rund 10 000 Euro mehr als die Ausführung der Stützmauer als komplette Betonwand. Die Betonwand hätte rund 23 000 Euro gekostet. Nun fallen Kosten von rund 23 000 Euro für den betonierten Sockel sowie rund 15 000 Euro für das Geländer an. „Die finanziellen Aufwendungen für das Geländer sind in den Kosten für den gesamten Außenbereich enthalten“, betonte Kämmerer Manfred Maag, da es in der Sitzung des TA vom Architekten eine andere Auskunft gegeben habe. „Dort sind 50 000 Euro für den Außenbereich Kinderkrippe ausgewiesen.“ Mit den rund 38 000 Euro sei ein großer Happen der Summe „schon vervespert“. Insgesamt seien für die Gestaltung des Außenbereichs 200 000 Euro kalkuliert.

„Es wäre schön, wenn wir in der nächsten Sitzung des Technischen Ausschusses vom Architekten die komplette Planung für den Außenbereich vorgelegt bekämen“, monierte Ködel. „Wir bekommen die Dinge immer nur scheibchenweise und auf wiederholte Nachfrage.“ Dieter Schenek stieß ins gleiche Horn: „Die Maßnahme interessiert die Leute, und wir werden immer wieder gefragt, was denn passiert. Nur wir können nichts sagen, weil wir nicht informiert werden.“

Bürgermeister Joachim Markert versprach, dass das Konzept für den Außenbereich in der nächsten TA-Sitzung vorgestellt werde. hut