Grünsfeld

Galerie Kirchner Angelika Schneeberger und Kurt Grimm stellen gemeinsam aus

Landschaften und Eisenskulpturen

Archivartikel

Grünsfeld.Die Galeristen Ingrid und Klaus Kirchner führen in ihrer neuen Ausstellung in der Galerie Kirchner in Grünsfeld zwei Künstler zusammen, deren Werke unterschiedlicher nicht sein können.

Angelika Schneeberger aus Köln, deren Hauptdisziplin die Zeichnung ist, und Kurt Grimm, der in dieser Ausstellung seine Eisenskulpturen präsentieren wird.

Angelika Schneeberger, geboren in Wuppertal, hat sich der wichtigsten und schwierigsten aller künstlerischen Disziplinen verschrieben: der Zeichnung. Auf ihr baut sich alles künstlerische Tun auf.

Die Künstlerin zeigt in der Galerie Kirchner hauptsächlich großformatige Landschaftszeichnungen, wobei ihr speziell Licht- und Schattenwirkungen sowie Stimmungen wichtig sind. Durch die Arbeit mit dem Bleistift und mit Grafit bietet sich ihr die Möglichkeit, ein breites Spektrum von zartesten und hellsten Tönen bis hin zu einem schwarzen Grauton zu erzeugen. Gemeinsam mit den Arbeiten von Kurt Grimm ist die bewusste Einbindung des Leerraumes in ihre Arbeiten.

Kurt Grimm, Jahrgang 1960, lebt und arbeitet in Kleinrinderfeld. Er stammt aus einer alteingesessenen Bildhauerfamilie und ist mit seinem bildhauerischen Werk besonders in der Region bestens bekannt. Zwei seiner großen Stahlarbeiten zieren die Zugänge nach Tauberbischofsheim.

Seine Skulpturen zeichnen sich durch ihre Strenge und Präzision aus. Durch die Zerlegung und Dekonstruktion einfacher geometrischer Grundformen, wie zum Beispiel den Kreis und Kreisringen in Segmente und deren neue Anordnung, erzeugen sie durch ihre Drehung Aufbrüche und Bewegungen, sie umkreisen einen Mittelpunkt und öffnen sich dann in den Raum. In der Ausstellung in Grünsfeld zeigt Kurt Grimm hauptsächlich Plastiken in Eisenguss.

Trotz ihrer Kleinheit haben diese Arbeiten die Monumentalität einer Großskulptur. Neu sind seine Skulpturen, deren Körper sich aus Stahlbändern entwickeln.

Den Reiz und das Spannende der aktuellen Ausstellung mit diesen beiden Künstlern in der Galerie Kirchner ist gerade die sehr unterschiedliche Herangehensweise an das Erstellen eines Kunstwerks und die Assoziationsketten, die im Betrachter ausgelöst werden.

Die Vernissage findet diesmal am Sonntag, 3. November, um 11 Uhr statt. In die Werke wird Dr. med. Armin Stremlau einführen. Die Galerie ist an diesem Tage nochmals von 15 bis 18 Uhr geöffnet.

Die Ausstellung dauert bis zum 24. November und ist jeweils sonntags von 15 bis 18 Uhr sowie nach telefonischer Vereinbarung bei freiem Eintritt geöffnet.