Grünsfeld

„Hasekühle“ Besorgter Blick auf Fastnachtskampagne

„Kinder in guten Händen“

Archivartikel

Grünsfeld.Mit gemischten Gefühlen sehen die „Hasekühle“ der kommenden Kampagne entgegen. Bei der Jahreshauptversammlung im Rienecksaal wurde eines klar: So wie früher wird es so schnell nicht mehr.

„Wie aus einer anderen Welt“ kamen der Vorsitzenden Astrid Bernhardt die Berichte von der vergangenen Kampagne vor. Vor dem allgemeinen Lockdown habe man noch alle Veranstaltungen durchziehen können. Nach dem Männertanzturnier ging nichts mehr. „Erlaubt, aber mutig“ sei es gewesen, diese Großveranstaltung mit mehreren hundert Teilnehmern stattfinden zu lassen. „Ich bin froh, dass wir nicht für neue Infektionen gesorgt haben“, gab Bernhardt im Rückblick zu.

„Vieles hat sich verändert“, meinte auch Joachim Markert. Die „Hasekühle“ seien „tolle Werbeträger“ für die Stadt und bereicherten das kulturelle Angebot. Er würdigte besonders die Jugendarbeit des Vereins. „Die Kinder sind hier in guten Händen“, betonte Markert. Der Bürgermeister ermunterte die „Hasekühle“, den widrigen Umständen zum Trotz weiterzumachen. Denn: „Die Stadt braucht den Verein.“

Klaus Bernhardt informierte über die Jugendabteilung. Die sei seit ihrer Gründung vor sieben Jahren kontinuierlich gewachsen. Derzeit seien es 103 aktive Mitglieder unter 27 Jahren. Die Jugend mache mittlerweile einen wesentlichen Bestandteil der Vereinsarbeit aus. Der Erfolg habe auch Schattenseiten. „Wir kommen langsam an unsere Grenzen“, räumte Bernhardt ein. Um den Nachwuchs trainieren zu können, benötige es schließlich auch eine ausreichende Zahl an Betreuern.

Andrea Kraft gab ein letztes Mal einen Einblick in den karnevalistischen Tanzsport. Nach 21 Jahren beendete sie ihre Tätigkeit als Leiterin der Abteilung. „97 eigene Tänzer standen bei der Prunksitzung auf der Bühne“, berichtete sie nicht ohne Stolz. Sechs Formationen hatten einen Auftritt: Purzelgarde, Kindergarde, Juniorengarde, Prinzengarde, gemischte Schautanzgruppe und Männertanzgruppe. Mit Shamila Almestica haben die „Hasekühle“ auch ein Tanzmariechen. Andrea Kraft hinterlässt ein wohlbestelltes Feld. Es hätten sich schon Nachfolgerinnen gefunden. „Die Arbeit wird fortgesetzt“, freute sie sich.

Einen geringfügigen Zuwachs in der Kasse vermeldete Markus Haas. Den positiven Nachrichten schickte der Kassierer eine Warnung hinterher. In der vergangenen Kampagne habe man noch alle Veranstaltungen durchführen können. Eigentlich habe er mit einem größeren Plus gerechnet. Die Fixkosten seien aber er zu hoch. Sein Vorschlag: Die Mitgliedsbeiträge erhöhen. Die Versammlung sah keine andere Möglichkeit und stimmte zu. Künftig beträgt der Grundbeitrag 19 Euro, Familien zahlen 34 Euro, von Mitgliedern der Garde wird ein Spartengeld von 20 Euro erhoben. Über die kommende Kampagne haben die „Hasekühle“ sich Gedanken gemacht. Eine konkrete Vorschau gab Astrid Bernhardt nicht. Wie sich die Situation mit Corona entwickle, sei unklar. Generell absagen wollte sie die Kampagne nicht. „Eine Inthronisation und ein Prinzenpaar wird es nicht geben“, machte sie deutlich. Nachdem die Garden wegen Corona lange Zeit pausieren mussten, trainieren sie jetzt nach und nach unter Auflagen wieder. Ihnen eine Auftrittsmöglichkeit zu bieten, hielt Astrid Bernhardt für wünschenswert. Denkbar sei eine Präsentation der Tanzgruppen für die Eltern oder ein „Bunter Abend“.

Die Vorsitzende: „Wir sind uns der Verantwortung für die Kinder bewusst.“ Deshalb werde man die Entwicklung abwarten und vertretbare Konzepte ausarbeiten. feu