Grünsfeld

Seubert-Areal Gemeinderat vergab Auftrag für Auswahlverfahren

Investoren sollen Vorschläge für Nutzung unterbreiten

Archivartikel

Grünsfeld.Die Stadt Grünsfeld hat vor zwei Jahren das Gelände des ehemaligen Möbelhauses Seubert in der Leuchtenbergstraße und das Grundstück Rankweg 15 erworben. Schon damals stand fest, dass auf den Arealen etwas Zukunftsträchtiges entstehen soll. Was genau, darüber gibt es im Gemeinderat noch immer unterschiedliche Auffassungen.

Vor allem hinsichtlich der Verwendung des Seubert-Grundstücks gehen die Meinungen weit auseinander. Welcher Gebäudeteil ist erhaltenswert, was soll angesiedelt werden und soll nur Wohnraum entstehen oder ein Mischgebiet entstehen? Das alles sind Diskussionspunkte.

Einig sind sich die Räte darin, das Projekt an einen Investor abgeben zu wollen. Die Stadt selbst möchte nicht als Planer und Bauherr auftreten. In der März-Sitzung des Gemeinderats hatte Jessica Frey von der LBBW Immobilien Kommunalentwicklung (KU) ein Konzept zur Begleitung eines Investoren-Auswahlverfahrens vorgestellt, das allgemein befürwortet wurde. Nun gab es ein schriftliches Angebot mit genauer Spezifizierung der Tätigkeit der KU.

Kriterien festlegen

Zuerst sollen mit den Gemeinderäten die Kriterien festgelegt werden, die der künftige Investor beachten muss. Dann werden diese Kriterien öffentlich bekannt gemacht und ein entsprechender Investor gesucht. Abschließend sieht das Angebot noch eine Empfehlung für das ein oder andere Projekt vor.

Der Gemeinderat habe also immer die volle Entscheidungskontrolle, sagte Bürgermeister Joachim Markert und betonte: „Das Heft des Handelns liegt immer beim Gemeinderat.“ Bei einem Workshop mit Frey will man genau festlegen, was aus dem Areal werden soll. Dieser könnte schon in vier bis sechs Wochen stattfinden, hofft Markert. Das ganze Verfahren ist auf sechs bis neun Monate angelegt.

Viola von Brunn forderte Klarheit über die weiteren Schritte des Vorgehens. Man solle im Gemeinderat erst die Kriterien festlegen und dann einen Investor suchen. Franz Ködel erwiderte, dass in der Präsentation des Bürgermeisters doch das genaue Vorgehen beschrieben sei und man nur den Grundsatzbeschluss fasse, KU mit der Begleitung des Investorenauswahlverfahrens zu betrauen. „Die Prozessbeschreibung liegt doch konkret vor“, so Ködel.

Der Bürgermeister wies darauf hin, dass für die Begleitung eine 60-prozentige Förderung des Landes gegeben sei. So eine Chance auf eine Entwicklung eines Areals habe man selten, fuhr er fort.

Letztlich stimmte der Gemeinderat einstimmig für die vorgeschlagene Vorgehensweise und beauftragte die KU zum Preis von knapp 50 000 Euro mit der Begleitung der Auswahl eines Investors. mae