Grünsfeld

Umbau der Dorothea-von-Rieneck-Schule Kindercampus soll Platz für mehr Krippengruppen bieten / Fußbodentemperierung geplant

Gemeinderat bewilligt Auftragsarbeiten

Archivartikel

Grünsfeld.Der Gemeinderat Grünsfeld entschied in seiner Sitzung am Donnerstag im Laurentiussaal in Paimar über mehrere Auftragsvergaben (siehe auch Infokasten) für den Umbau der Dorothea-von-Rieneck-Schule.

Das Gremium stimmte sowohl den sechs Maßnahmen als auch vier Planänderungen, die unter anderem eine Fußbodentemperierung im Untergeschoss der Krippenräume vorsieht, zu. Bei allen Abstimmungen enthielten sich jedoch bis zu fünf Gemeinderäte. Besonders über den Beschlussvorschlag zur Installation von sanitären Anlage wurde ausgiebig diskutiert. Einige Stadträte störten sich daran, dass die Angebotssumme der Firma Braun aus Markelsheim mit 154 537,91 Euro weit über den veranschlagten Kosten von 122 094, 00 Euro lagen.

Nur ein Angebot eingegangen

„Das ist schon eine Riesenlücke“, gab Stadtrat Dieter Scheneck zu bedenken. Bürgermeister Joachim Markert wies auf den Umstand hin, dass die Firma die einzige sei, die ein Angebot abgegeben habe. So sei nun mal gerade die Lage am Markt, sagte er.

Für die Fußbodentemperierung in drei Gruppenräumen der Krippe im Untergeschoss sind Kosten in Höhe von 119 000 Euro brutto eingeplant. Der komplette Fußbodenaufbau müsse neu eingebaut werden, erklärte Architekt Salvatore Boccagno.

„Die Krippenkinder spielen zu 95 Prozent auf dem Boden. Deswegen wird die Fußbodentempererierung als sinnvoll erachtet“, erläuterte die Leiterin der Kindertagesstätte in Grünsfeld, Katja Baumann.

Unter dem Tagesordnungspunkt „Umplanung aufgrund der erhöhten Kinderzahlen“ genehmigte der Gemeinderat zudem weitere Umbaumaßnahmen, durch die zusätzliche Kosten in Höhe von 213 000 Euro brutto entstehen.

Es seien Veränderungen am Treppenhaus, zusätzliche Schlafräume und weitere sanitäre Anlagen vorgesehen“, erklärte Salvatore Boccagno in einer kurzen Präsentation. Nicht alle Stadträte waren mit dieser Entscheidung einverstanden. „Das ist aus meiner Sicht keine zukunftsweisende Planung. Die Kinder fallen ja nicht vom Himmel“, kritisierte Viola von Brunn.

Für alle Kommunen schwierig

Joachim Markert entgegnete, dass das Thema der Kinderbetreuung im gesamten Main-Tauber-Kreis für jede Kommune „schwierig“ zu planen sei.

Er nannte das Beispiel des katholischen Kindergartens in Bütthard, wo der Neubau schon nach kurzer Zeit zu klein wurde. Auch Katja Baumann sprach sich dafür aus, auf „Reserve“ zu planen: „Die Entwicklung bei der Krippenplanung ist sehr schnelllebig“, betonte sie.

Maßnahmen im Kindergarten

In der Sitzung bewilligte der Gemeinderat außerdem Umbaumaßnahmen im Kindergarten St. Margaretha in Zimmern. Im Innenbereich müssen aus Brandschutzgründen Anpassungen vorgenommen werden.

Die Baumaßnahmen kosten 4000 Euro. Außerdem soll für 6000 Euro neues Spielzeug angeschafft werden.