Grünsfeld

Kindertagesstätte Eltern müssen 1,9 Prozent mehr zahlen

Gebühren werden erhöht

Grünsfeld.Auf höhere Gebühren müssen sich die Eltern von Kindergartenkindern einstellen. Der Grünsfelder Gemeinderat beschloss am Dienstag bei seiner Sitzung, die monatlichen Beiträge um 1,9 Prozent zu erhöhen.

Dass die angestrebte Kostendeckung von 20 Prozent durch die Elternbeiträge nicht erreicht wird, sieht Bürgermeister Joachim Markert nicht als dramatisch an. „Das ist unser Beitrag zu gut ausgestatteten Räumen“, meinte er. Insgesamt übernehme die Kommune 44 Prozent der Kosten pro Kita-Platz, was mehr als 4100 Euro pro Kindergartenkind bedeute.

Deutlicher ist der Anstieg bei den Krippengebühren. Eine Einkind-Familie muss dafür künftig monatlich 401 Euro aufwenden.

Die Kitas in Grünsfeld sowie in Zimmern sind gut ausgelastet. Bei den Über-Dreijährigen sind in Grünsfeld derzeit 102 Kinder, in Zimmern sieben, bei den Krippenkindern sind es in Grünsfeld 24 und in Zimmern drei.

Auf Nachfrage aus dem Gremium betonte der Rathauschef, dass sich die Zahlen in Zimmern stabilisiert haben und man die Vorgabe von zehn Kindern erfülle. „Der Kindergarten läuft und funktioniert im Sinne der Eltern.“ Wie Gemeinderätin Veronique Link unterstrich, seien für das kommende Kindergartenjahr sogar 13 Anmeldungen zu verzeichnen. Markert bedauerte, dass der bisherige Leiter die Einrichtung verlasse, und dankte für dessen Engagement.

In Zimmern ist man auch baulich aktiv. So wurde der Sandkasten aus- und wieder eingebaut. Das Sonnensegel liege ebenfalls bereit und solle in Kürze montiert werden, so Joachim Markert.

Der Umbau der Schule in einen Kindercampus geht weiter. Der Gemeinderat vergab einstimmig die Arbeiten für Wärmedämmverbundsysteme sowie Putz- und Stuckarbeiten an die Firma Ulrich Kolhammer aus Möckmühl für 49 758 Euro. Vorgesehen sind Maßnahmen im Anbau sowie Ausgleichsarbeiten am bestehenden Gebäude, darunter auch Fassadenschäden. Die Bodenbelagsarbeiten übernimmt die Dettelbacher Firma Hannweber flooring für 65 180 Euro. Fingerschutztüren wird die Schreinerei Reuter aus Dörzbach für 51 663 Euro liefern. Für 23 196 Euro wird die Schreinerei Gerald Ebert aus Schönfeld die bestehenden Türen nacharbeiten. Naturwerksteinarbeiten an der Außentreppe und am Belag übernimmt die Firma Albin Schenk aus Grünsfeld zum Preis von 4148 Euro.

Geschwindigkeit messen

Über die Raser in der Abt-Wundert-Straße regte sich ein Anwohner auf und bat die Verwaltung um Abhilfe. Trotz der Rechts-vor-Links-Regelung werde viel zu schnell gefahren, auch Busse und Lkw sind nach Meinung des Anwohners nicht angepasst unterwegs. Seinem Vorschlag, dort eine Tempo-30-Zone zu errichten, erteilte der Bürgermeister eine Absage. Er verstehe nicht, wie man in dieser engen Einbahnstraße rasen könne, so Markert. Schließlich seien dort auch häufig Fahrzeuge abgestellt, die den Verkehrsfluss bremsen. Als Abhilfe soll nun die Messtafel aufgebaut und das Fahrverhalten der Verkehrsteilnehmer dokumentiert werden. „Wenn es signifikante Ausreißer gibt oder dauerhaft zu schnell gefahren wird, geht die Auswertung an die Polizei und an das Landratsamt.“ dib