Grünsfeld

Ausstellung „Impressionen“ der Grünsfelder Künstlerin Michèle Schmidt sind im Schaufenster des ehemaligen Elektrogeschäfts Konrad zu sehen

Farbtupfer und wertvoller Beitrag zum Jubiläum

Archivartikel

Gemälde der Grünsfelder Künstlerin Michèle Schmidt mit Motiven aus der Stadt sind derzeit in der Kommune zu sehen.

Grünsfeld. Impressionen: Unter diesem Motto steht eine Ausstellung mit Arbeiten von Michèle Schmidt. Ein Zyklus mit Ölbildern zeigt Ansichten von Grünsfeld. Die kleine Werkschau ist ab sofort im Schaufenster des ehemaligen Elektrogeschäfts Konrad zu sehen.

Sehenswürdigkeiten

Stadtbrunnen, Schorren, Steinmetzwerkstatt und Angelsee: Zahlreiche Sehenswürdigkeiten hat Michèle Schmidt auf der Leinwand festgehalten. Die Künstlerin präsentiert die Grünsfelder Impressionen im Wandel der Jahreszeiten. Besonders hat es ihr offensichtlich der Angelsee Richtung Grünsfeldhausen angetan. Wiederholt hat sie ihn porträtiert, mal im Sommer, mal im Herbst. Mit den Rosen vor der Steinmetzwerkstatt beweist sie, dass sie auch einen Blick für Details hat.

In Paris geboren, lebt Michèle Schmidt seit 1988 in Grünsfeld. Sie gehört dem Vorstand des Kulturvereins an, ist aktives Mitglied der Fotogruppe Grünsfeld und engagiert sich seit über 30 Jahren im Kunstverein Tauberbischofsheim. Nach zahlreichen Kursen und Arbeiten in verschiedenen Techniken wie Aquarell und Pastell hat sie ihre Lieblingstechnik entdeckt: die Ölmalerei. „Dieser kleine Zyklus über Grünsfelder Ansichten entstand innerhalb des letzten halben Jahres nach eigenen fotografischen Vorlagen“, erklärte Michèle Schmidt bei der Ausstellungseröffnung im kleinsten Kreis. In Zeiten von Corona will sie die Werkschau als kleinen Kunst-Beitrag verstanden wissen, bei dem man kein Museum und keine Galerie betreten muss.

Als „schöne Idee“ bezeichnete Bürgermeister Joachim Markert die kleine, aber feine Ausstellung. Nach Ansicht des Bürgermeisters sind die Bilder als Produkte zeitgenössischer Kunst eine „Bereicherung für die Stadt“.

Grünsfeld blickt in diesem Jahr eigentlich auf 700 Jahre Stadtrecht zurück. Die Corona-Pandemie werfe dabei die Planungen über den Haufen. Bis auf weiteres seien alle Veranstaltungen abgesagt. Michèle Schmidts Bilder seien, so Markert, gerade deswegen ein wertvoller Beitrag zum Jubiläum.

Ursula Konrad hat das Schaufenster ihres ehemaligen Elektrogeschäfts in der Abt-Wundert-Straße neben der Sparkasse gern zur Verfügung gestellt. Die bunten Bilder seien ein schöner Farbtupfer im Eingangsbereich der Stadt. Sie zeigte sich zuversichtlich, dass dieser Blickfang Einheimische und Besucher zum Verweilen einlädt.

Michèle Schmidts Bilder sind bis zum Herbst ausgestellt. Ursula Konrad kann sich vorstellen, dass sie das Schaufenster auch künftig für Präsentationen zur Verfügung stellt. „Das macht doch gleich einen freundlichen Eindruck“, ist sie überzeugt feu