Grünsfeld

Ehrenamtsabend Die Stadt Grünsfeld zeichnete im Treffpunkt Zimmern zahlreiche freiwillig Engagierte aus / Goldenes Ehrenzeichen für Valentin Kimmelmann

Ein wahres „Netzwerk der Kümmerer“

Archivartikel

Damit ein Gemeinwesen funktioniert, braucht es viele Ehrenamtliche. Sie, die sich für andere einsetzen, zeichnete die Stadt Grünsfeld beim Ehrenamtsabend im Treffpunkt Zimmern aus.

Grünsfeld/Zimmern. „Hier gibt es sehr viele Menschen, die unsere Gesellschaft bereichern“, betonte Joachim Markert. In seiner Ansprache würdigte der Bürgermeister die vielen Frauen und Männer, die sich in ganz unterschiedlichen Bereichen engagieren. Beim Ehrenamtsabend waren dies beispielsweise Mitglieder der Feuerwehr, Blutspender oder Menschen, die sich in Vereinen beziehungsweise kirchlich für andere einsetzen.

„Unsere Stadt ist durchzogen von einem Netzwerk der Kümmerer“, versicherte Markert. Es handele sich um tatkräftige und verantwortungsvolle Frauen und Männer, die Grünsfeld freundlicher, fürsorglicher sowie wärmer und lebendiger machen.

Vom ehrenamtlichen Engagement profitierten alle Beteiligten. Die Gemeinde zum Beispiel. Markert wollte es sich gar nicht vorstellen, wie Grünsfeld aussähe, wenn es die Freiwilligen nicht gäbe. „Eine lebendige und vielschichtige Kommune ist ohne freiwilliges Engagement unvorstellbar und unmöglich.“

Andererseits, so das Stadtoberhaupt, sei auch belegt: Wer sich anderen zuwende, werde selber auch bereichert. „Deshalb sehen Menschen, die ehrenamtlich aktiv sind, positiver in das Leben hinein“, meinte Markert.

Mitglieder der Feuerwehr können das sicherlich bestätigen. Sie „ist die lebendigste und mutigste Bürgerinitiative“, zitierte Markert den früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker. Wer sich bei der Feuerwehr engagiere, müsse sich ständig neuen Herausforderungen stellen. Regelmäßig gelte es, sich auf neue Gefahrensituationen einzustellen, sich mit neuer Technik und Ausrüstung vertraut zu machen.

Kreisbrandmeister Alfred Wirsching und Stadtkommandant Elmar Schmieg zeichneten Mitglieder für ihren langjährigen aktiven Dienst aus. Geehrt wurden auch Angehörige, die seit vielen Jahren Mitglied der Feuerwehr sind, sowie ausgeschiedene Abteilungskommandanten.

Leuchtende Beispiele bürgerschaftlichen Engagements sind auch Blutspender. „Viele Menschen verdanken ihr Leben fremden Menschen, die freiwillig und uneigennützig ihr Blut spenden“, so Joachim Markert. Blutspender sind deshalb in seinen Augen das wichtigste Glied in der Kette der Blutversorgung. Jede Spende rette Leben.

Geehrt wurden auch Vereinsvorsitzende, die in diesem Jahr ausgeschieden sind. Sie machen mit ihrem Engagement nach Auffassung des Bürgermeisters Grünsfeld und seine Ortsteile lebenswert. „Sie sorgen dafür, dass wir uns in unserer Heimat auch heimisch fühlen.“ Die Auszeichnung sei ein „Versuch, für den großen Dienst“ an der Gemeinschaft zu danken.

Personen, die sich in besonderer Weise um das Wohl der Stadt und ihrer Bürger verdient gemacht haben, können mit dem Ehrenzeichen der Kommune ausgezeichnet werden. An diesem Abend war es Valentin Kimmelmann, der geehrt wurde. Seit 1974 ist er Mitglied der Musikkapelle. Von 1974 bis 1977 war er Beisitzer, dann 13 Jahre Schriftführer. Als Vorsitzender leitete er von 1990 bis 2007 die Geschicke der Kapelle und wurde anschließend zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Daneben dirigierte er fast zehn Jahre die Jugendkapelle.

Valentin Kimmelmann engagiert sich außerdem seit vielen Jahren für die katholische Kirchengemeinde. Seit 1981 war er Pfarrgemeinderat, ab 1990 stellvertretender Vorsitzender und von 1993 bis 2005 Vorsitzender. In der ganzen Zeit hatte Kimmelmann als Stiftungsrat auch die Finanzen im Blick. Die Pfarrgemeinde ernannte ihn nach seinem Ausscheiden ebenfalls zum Ehrenvorsitzenden. Seit 2007 ist er erneut Mitglied des Pfarrgemeinderats und gehört dem Gemeindeteam seit dessen Gründung an. Kimmelmanns „vielschichtige ehrenamtliche Tätigkeit“ würdigte Joachim Markert und nannte das seit mittlerweile 45 Jahren andauernde Engagement ein „Lebenswerk“. Der Bürgermeister verlieh mit der Ehrennadel in Gold die höchste Auszeichnung der Kommune. Zu den Gratulanten zählte auch Pfarrer Oliver Störr.

Den Ehrenamtsabend rundeten musikalische Darbietungen ab. Die Musikkapelle unter Leitung von Steffen Beetz präsentierte einen Querschnitt aus dem Repertoire. Für Stimmung sorgte Regina Kretschma als zum Verwechseln ähnlich sehendes Double der Schlagersängerin Andrea Berg.