Grünsfeld

Achatiuskapelle Gotteshaus soll behindertgenrechten Zugang und WC erhalten / 1200-Euro-Spende der Familie Elsner

„Ein Projekt mit Vorbildcharakter“

Archivartikel

Grünsfeldhausen.Klein, aber fein war die letzte Ausstellung des Kulturvereins mit Arbeiten des 2013 in Bad Mergentheim verstorbenen Künstlers Harry Elsner. Die Werkschau blieb nicht ohne Folgen. Durch Spenden und den Verkauf eines Bildes kamen mehr als 1200 Euro zusammen. Über das Geld darf sich jetzt der Kirchliche Bauförderverein Achatiuskapelle freuen.

Keine 20 Exponate umfasste die Ausstellung in der Achatiuskapelle. Auswahl, Komposition und Präsentationsort machten die Schau außergewöhnlich. Viele Besucher kamen, manche mehrfach. 320 Euro an Spendengeldern verbuchte der Kulturverein. Ein Werk wechselte zudem für 900 Euro den Besitzer.

Den Verkaufserlös hat Elsners Tochter Susanne Elsner-Dörr in Absprache mit ihren Brüdern Professor Dietmar Elsner und Professor Peter Elsner dem Kirchlichen Bauförderverein zur Verfügung gestellt. „Mein Vater hat die Achatiuskapelle geliebt“, erklärte Susanne Elsner-Dörr. Es sei in seinem Sinne, das Geld für das Gotteshaus zu verwenden.

Eine Idee, was damit gemacht werden soll, hat Alfred Beetz bereits. Der Vorsitzende des Baufördervereins will den Zugang zur Kapelle behindertengerecht umgestalten lassen. Eine solche Maßnahme sei eine sinnvolle und notwendige Fortsetzung der in all den Jahren durchgeführten Renovierungsarbeiten. Was fehle, sei auch eine behindertengerechte Toilette. Die solle nebenan auf dem Spielplatz eingerichtet werden. Nicht zuletzt hat Beetz an eine Ladestation für E-Bikes gedacht. Damit wären alle Anforderungen für eine moderne Infrastruktur geschaffen.

„1200 Euro sind nur der Anfang“, räumte Beetz ein. Mit kleinen Beträgen habe man auch bei der Renovierung der Achatiuskapelle begonnen. Die Finanzierung sei dort schon längst in trockenen Tüchern. Für das neue Projekt ist Beetz ebenfalls zuversichtlich. 2020 will er es beim Leader-Programm einreichen, um eine Förderung zu bekommen.

Begeistert von der Idee zeigte sich auch Susanne Elsner-Dörr. Selbst an Multipler Sklerose erkrankt, fand sie es wichtig, dass die Achatiuskapelle gut erreicht werden könne. Von einem „Projekt mit Vorbildcharakter“ sprach Christine Kastner. Die Vorsitzende des Kulturvereins hoffte auf einen Nachahmereffekt und regte an, eine Broschüre mit allen wichtigen Kulturgütern im Main-Tauber-Kreis zu erstellen, die über einen barrierefreien Zugang verfügen. feu