Grünsfeld

Kunst Im Schaufenster des ehemaligen Elektrogeschäfts Konrad in Grünsfeld präsentiert Helga Kraus-Jaletzky ab sofort Skulpturen aus Stein

Ein Faible für figürliches Arbeiten

Archivartikel

Skulpturen aus Stein sind das Hobby von Helga Kraus-Jaletzky. Eine kleine Werkschau zeigt die Künstlerin ab sofort im Schaufenster des ehemaligen Elektrogeschäfts Konrad.

Grünsfeld. „Steinern“ nennt Helga Kraus-Jaletzky ihre Leidenschaft. Seit mehr als 20 Jahren arbeitet sie mit dem Material Stein: Alabaster, Sandstein oder bevorzugt Speckstein.

„Dieser ist verhältnismäßig weich und eignet sich hervorragend für einfache Bearbeitungen“, sagt die aus Distelhausen stammende Künstlerin. Sie kennt aber auch die Tücken des Objekts. „Schnell bricht ein Teil, wenn sich in der Tiefe eine Ader zeigt.“ Die ursprünglich erwünschte Form ist dann zerstört. Dann, so Kraus-Jaletzky, sei ihre Kreativität gefragt, zu einem neuen Ergebnis zu gelangen. „Es ist immer eine erstaunliche Erfahrung, was man mit Hammer und Meißel und vergleichsweise geringem Kraftaufwand dem Stein an Gestaltung abverlangen kann.“

Workshops besucht

Die ganze Bandbreite der künstlerischen Darstellung hat Helga Kraus-Jaletzky in verschiedenen Workshops bei Willi Grimm kennengelernt. Gern erinnert sie sich auch an zahlreiche Aufenthalte in der Toskana unter der künstlerischen und organisatorischen Leitung von Rudi Neugebauer. „Ausgewählte Standorte unseres Schaffens lagen meist nur wenige Kilometer vom Strand entfernt“, erzählt sie und schwärmt davon, dass neben der Arbeit auch immer noch Zeit für einen Sprung ins Meer gewesen sei.

Besonders beeindruckt haben sie die berühmten Kunststätten der Toskana, die Ziel von Exkursionen waren. Faszinierend sei beispielsweise Carrara mit seinen Marmorsteinbrüchen gewesen.

„An dem mitgebrachten Marmorbrocken versuchte ich zu arbeiten und bekam einen Eindruck von der gewaltigen Leistung alter Bildhauer.“

In Italien sind auch die meisten Skulpturen entstanden, die Helga Kraus-Jaletzky jetzt im Schaufenster des ehemaligen Elektrogeschäfts Konrad in der Hauptstraße präsentiert. Die Kunstwerke machen ihr Faible für figürliches Arbeiten deutlich. Kennzeichnend sind die sehr reduzierten Formen und die daraus resultierende Abstraktion. Inhalt und Form werden eins, so Kraus-Jaletzky. „Meine Skulpturen zeigen die Einfachheit und Verbundenheit mit dem Leben.“

Die Arbeiten sind noch bis Dezember zu sehen.