Grünsfeld

Kulturverein Förderung von fast 10 000 Euro fließt für drei Projekte nach Grünsfeld

Die Steinmetzwerkstatt soll eine neue Vitrine erhalten

Archivartikel

Grünsfeld.Fast 10 000 Euro bekommt der Kulturverein aus Mitteln aus dem Regionalbudget der Leader-Aktionsgruppe Badisch-Franken und der Stadtverwaltung. Das Regionalbudget für Kleinprojekte ist ein auf Bundesebene ausgewiesener zusätzlicher Fördertopf, um den ländlichen Raum zu stärken. Damit sollen Kleinprojekte bis maximal 20 000 Euro Gesamtkosten unterstützt werden, die dazu dienen, die lokale Entwicklungsstrategie umzusetzen.

Bund und Land stellen den Leader-Vereinen in Baden-Württemberg jährlich 180 000 Euro zur Verfügung. Zusätzlich werden zehn Prozent durch den Neckar-Odenwald-Kreis und den Main-Tauber-Kreis kofinanziert, was einen jährlich zur Verfügung stehenden Fördertopf von 200 000 Euro ergibt.

8000 Euro erhält der Kulturverein Grünsfeld aus dem Regionalbudget. „Das Geld hilft uns, künftig noch professioneller arbeiten zu können“, freute Vorsitzende Christine Kastner sich über die Mitteilung von Alfred Beetz und Anna Sophie Blesch von der Leader-Aktionsgruppe Badisch-Franken.

Der Kulturverein betreibt drei Museen: das Amtshaus mit sakraler und religiöser Volkskunst, die Pädagogische Steinmetz- und Bildhauerwerkstatt sowie Zeitreise durch die Stadtgeschichte im Leuchtenbergsaal des historischen Zehntgebäudes.

Der Förderantrag beinhaltete drei Objekte. Eines davon ist eine Beschallungsanlage für den Leuchtenbergsaal. „Im Rahmen unseres Jahresprogrammes und insbesondere des Kulturherbstes finden diverse Vorträge, Ausstellungen und Konzerte statt“, erläuterte Christine Kastner. Ohne Beschallung seien diese Veranstaltungen nur bedingt durchzuführen, da der Leuchtenbergsaal über eine schlechte Akustik verfüge. Zwei Lautsprecher und eine Mikrophonanlage sorgen künftig für eine bessere Hörqualität.

Ein weiteres Objekt ist eine Vitrine für die Steinmetz- und Bildhauerwerkstatt. „Bislang haben wir ein gebrauchtes Exemplar verwendet“, erklärte Kastner. In der neuen Vitrine können Skulpturen aus Stein, Bronze und Holz mit einem Gewicht von bis zu 20 Kilogramm ausgestellt werden. Eine Beleuchtung rückt die Exponate zusätzlich noch ins rechte Licht.

Das Fördergeld investiert der Verein nicht zuletzt in einen Planschrank. „Unsere Ausstellungen beinhalten Bilder, Zeichnungen und Holzstiche vornehmlich von regionalen Künstlern wie Harry Elsner, Peter Schreyer oder Willi Grimm“, so Kastner. Der Planschrank werde zur Aufbewahrung dieser wertvollen Exponate benötigt.

Alfred Beetz lobte das „schöne Projekt“. Als Vorsitzender der Leader-Aktionsgruppe Badisch-Franken und stellvertretender Vorsitzender des Grünsfelder Kulturvereins habe er „zwei Hüte aufgehabt“, räumte er ein. Bei der Vergabe sei er wegen seiner Befangenheit deshalb auch nicht dabei gewesen. Dass der Beschluss dennoch einstimmig für Grünsfeld gefallen sei, freute ihn umso mehr. „Das Projekt ist nachhaltig, weil es die Vereinsarbeit voranbringt“, betonte Beetz.

„Der Kulturverein leistet wertvolle Arbeit, indem er historische Zeugnisse vor dem Verfall und der Vergessenheit bewahrt“, unterstrich Anna Sophie Blesch. Der Leader-Aktionsgruppe Badisch-Franken sei es nicht schwergefallen, dem Antrag zuzustimmen.

Beschallung, Vitrine und Planschrank kosten insgesamt rund 12 000 Euro. Neben dem Zuschuss aus dem Regionalbudget bekommt der Kulturverein 1500 Euro von der Kommune. Für den restlichen Betrag von etwa 2000 Euro muss der Verein selber aufkommen. „Das ist eine Investition, die sich lohnt“, betonte Christine Kastner. feu