Grünsfeld

Inthronisation „Grünsfelder Hasekühle“ haben die Regentschaft übernommen / Bürgermeister Joachim Markert übergab den Rathausschlüssel an die Narren

Clarissa I. und Mario I. schwingen das Zepter

Die Narren schwingen das Zepter: Clarissa I. und Mario I. übernahmen als Prinzenpaar die Regierungsgeschäfte. Das Kinderprinzenpaar Yara I. und Bastian II. unterstützt die närrischen Tollitäten.

Grünsfeld. Bürgermeister Joachim Markert trug die freundliche Übernahme durch die Narren mit Fassung. Nachdem er den Schlüssel an die neuen Regenten übergeben hatte, wurde er in den (vorläufigen) Ruhestand verabschiedet.

Unter den Augen zahlreicher närrischer Gäste ging der „Amtswechsel“ über die Bühne. Das historische Rathaus und der zum Narrenbaum umfunktionierte Christbaum bildeten die Kulisse für die Inthronisation.

Knackige Kampagne

„Das wird eine schöne knackige Kampagne“, freute Christian Leue-Huband sich. Der Sitzungspräsident führte die Narrenschar an, die das Rathaus stürmte. Bürgermeister Joachim Markert blieb nichts anderes übrig, als abzudanken. Als Entschädigung erhielt er ein T-Shirt mit dem historischen Wappen der Stadt in Anspielung auf das anstehende Jubiläum „700 Jahre Stadtrecht“. „Die Vorfreude auf das Fest ist groß“, versicherte Leue-Huband. Die „Hasekühle“ seien bereit, die „Partyleitung“ zu übernehmen. In Sachen guter Laune seien die Narren die richtigen Ansprechpartner. „Wir wissen, wie man für Stimmung sorgt.“

Garanten der Fröhlichkeit

Garanten der Fröhlichkeit sind das „kleine“ und das „große“ Prinzenpaar. Gut aufeinander abgestimmt stellte das Kinderprinzenpaar sich vor. Die Harmonie kommt nicht von ungefähr. Yara Weilhart und Bastian Hemm entstammen dem Nachwuchs der „Hasekühle“.

Fasnacht ist in dieser Saison in Grünsfeld eine Familienangelegenheit. Clarissa und Mario Hemm, das neue Prinzenpaar, sind Bastians Eltern. Alle drei sind „Hasekühle“ mit Herzblut. Die Besprechungen für ihre Regierungsgeschäfte können sie damit vom Rathaus an den heimischen Küchentisch verlagern.

Unverzichtbarer Bestandteil der Narretei am Ort ist auch der „Niedermeyer Hannes“. Bernd Kuhn glossierte mit seinen Verlautbarungen in der Uniform eines ehemaligen Ordnungshüters das örtliche Geschehen der zurückliegenden Monate auf närrische Weise.

Mit Interesse hat der „Hannes“ die rege Bautätigkeit in der Gauhauptstadt verfolgt. Zu verschiedenen Projekten steuerte er ein paar eigenwillige Ideen bei. So könnte man doch im Neubaugebiet Richtung Krensheim eine Skisprungschanze anlegen. Steil genug sei das Gelände jedenfalls. Und auf dem Areal des ehemaligen Möbelhauses Seubert konnte er sich eine Wandelhalle vorstellen.

Eine Karriere als Kurstadt sei Grünsfeld damit gewiss. Für den stimmungsvollen Rahmen während der Inthronisation sorgte die Musikkapelle unter der Leitung von Steffen Beetz. Die närrische fünfte Jahreszeit geht nun in ihre heiße Phase.

Höhepunkt ist die Prunksitzung am Samstag, 15. Februar, in der Stadthalle. feu