Großrinderfeld

Kindertagesstätte Einrichtung feierte am Wochenende ihr 50-jähriges Bestehen / Viele ehemalige Schutzbefohlene kamen / Buntes Programm

Zum Geburtstag Klettergerüst als Geschenk

Mit einem großen Fest feierte die Kindertagesstätte in Großrinderfeld ihr 50-jähriges Bestehen. Als Geburtstagsgeschenk gab es ein Klettergerüst.

Großrinderfeld. Kinderbetreuung gibt es in Großrinderfeld schon seit 1883. Damit war man ein Vorreiter im Landkreis. Seit 50 Jahren ist man als Kindergarten St. Michael nun an seinem jetzigen Standort. Der wurde immer wieder erweitert und umgebaut, um der wachsenden Zahl an zu betreuenden Kindern gerecht zu werden. So kam ein Krippenbereich dazu, wieder einmal mit als Erstes im Landkreis, und man nennt sich seitdem Kindertagesstätte. Zum Jubiläum hatte die Kirchenverwaltung und das Kindertagesstätte-Team um Leiterin Claudia Horn alle ehemaligen und aktuellen Kinder zu einem Fest eingeladen.

Und was gehört zu einem Geburtstag dazu, hatte Pfarrer Dr. Damian Samulski die vielen Kinder im Garten gefragt. Die wussten es natürlich genau und antworteten: Geschenke!. Die gab es natürlich auch für die Kindertagesstätte. Ein neues Klettergerüst und eine Schaukel waren vom gemeindlichen Bauhof frisch installiert worden und bekamen vom Pfarrer ihren Segen. Die Eltern hatten am Abend vorher noch selbst viel Hand angelegt, damit die beiden Aktionsgeräte auch perfekt vorbereitet waren.

Ihnen und allen Helfern dankte Claudia Horn ausdrücklich, denn ohne den ehrenamtlichen Einsatz der Eltern wären viele Projekte nicht realisierbar. Sie dankte aber auch der politischen Gemeinde für ihren Einsatz. Bürgermeisterin Anette Schmidt fand, dass "der Außenbereich aufgewertet" worden ist.

Die Bürgermeisterin erinnerte daran, dass die Kirchenverwaltung im März dieses Jahres auf die Gemeinde zugekommen war und das alte, marode und nicht mehr verkehrssichere Klettergerüst ersetzen müsse. In nur zwei Gemeinderatssitzungen sei daraufhin beschlossen, worden, das neue anzuschaffen und vom Bauhof installieren zu lassen.

Teilweise bei größter Hitze mussten die Arbeiten verrichtet werden und das forderte den Männern einiges ab, berichtete Pfarrer Samulski. Auch er dankte der politischen Gemeinde für die Ersatzinvestition, die insgesamt rund 30 000 Euro Kosten verursacht hatte.

Das Geld sei aber gut angelegt, denn "die Kindertagesstätte ist sehr wichtig im Ort". Er erinnerte an die Zeit, als noch Ordensschwestern die Erziehung der "Schutzbefohlenen" übernahmen. Erst im Juli hatte er Schwester Entodis besucht und ihr von den Veränderungen in der Kindertagesstätte berichtet. Die ist immer noch sehr interessiert an dem Geschehen in Großrinderfeld und in ihrem alten Kindergarten.

Danach segnete er das neue Klettergerüst und Bürgermeisterin Schmidt stellte fest, dass jetzt der Fallschutz perfekt sei, nachdem der Segen vom Kirchenmann gesprochen worden war. Der probierte selbst die Standfestigkeit und die Tragkraft des Klettergerüstes aus und auch die Bürgermeisterin ließ es sich nicht nehmen, auf der Rutsche das Gefühl von Geschwindigkeit zu spüren.

Danach gehörte das Klettergerüst allerdings wieder den Kindern, die es mit vollem Elan nutzen. Die Eltern schauten sich derweil viele Bilder aus den vergangenen 50 Jahren aus der Geschichte der Kindertagesstätte an und viele erkannten sich auf den Bildern wieder.

in gemütlicher Runde wurden dann die alten Geschichten erzählt, die man sich aus seiner eigenen Kindergartenzeit gemerkt hatte. Da schloss sich der Kreislauf, von dem Claudia Horn gesprochen hatte, denn die Kinder von damals bringen als Eltern heute ihre Kinder in die Kindertagesstätte St. Michael.