Großrinderfeld

Neue Wege beschritten

Archivartikel

Diana Seufert zur Amtseinführung des Bürgermeisters

Es war ein grandioser Empfang, den die Großrinderfelder ihrem neuen Bürgermeister bereitet haben: ein volles Haus zum Amtsantritt. Mehr als 500 Bürger, viele Gerchsheimer und geladene Gäste waren zur offiziellen Amtseinführung von Johannes Leibold gekommen – darunter auch fast alle Bürgermeisterkollegen aus dem Kreis. Damit ist nun auch die Vakanz auf dem Chefsessel im Großrinderfelder Rathaus beendet.

Schon der Wahlerfolg am 10. November mit 65,1 Prozent der Stimmen brachte ein überwältigendes Ergebnis. Das deutliche Votum für den 33-Jährigen ist aber auch mit jeder Menge Vorschusslorbeeren verbunden, die er sich in den nächsten Wochen und Monaten verdienen muss.

Mit der Kommunalpolitik hatte der waschechte Gerchsheimer, dessen Großvater bereits Bürgermeister und dessen Onkel lange Jahre Ortsvorsteher war, kaum etwas zu tun. Dass der 33-Jährige aus der freien Wirtschaft und nicht aus der Verwaltung kommt, muss kein Nachteil sein, wie viele andere Bürgermeisterkollegen im Main-Tauber-Kreis als „Quereinsteiger“ bereits bewiesen haben. Vielleicht liegt die Chance genau darin, die Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.

Mit seiner Antrittsrede als Spaziergang durch die vier Ortsteile von Großrinderfeld hat Johannes Leibold schon mal neue Wege beschritten. „Weiter so“ war sein Credo in Sachen Gewerbefläche und auch Wohngebiete.

Neue Ideen sind gefragt, um die Kommune nach vorne zu bringen. Bei den Großrinderfelder Bürgern kam der frische Wind zumindest gut an.