Großrinderfeld

Gemeinderat Großrinderfeld tagte Auf der Fläche des alten Sportplatzes entstehen in Kürze sechs Bauplätze

Kommune fördert ihre Sportvereine

Archivartikel

Der Großrinderfelder Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung eine großzügige Förderung der Vereine beschlossen. Dabei profitieren die Sportler von Zuschüssen.

Großrinderfeld. Erstmals fand nach den Einschränkungen durch die Corona-Krise eine Gemeinderatssitzung in der Sporthalle in Großrinderfeld statt. Bisher hatte man sich immer in Gerchsheim in der Festhalle getroffen, um alle Hygienevorgaben erfüllen zu können.

Gleich von vier Sportvereinen lagen Anträge auf Förderung von Anschaffungen vor. Der Gemeinderat beschied alle positiv.

Bereits in der letzten Sitzung hatte das Gremium vom Rasenmäher, den der TSV Gerchsheim benötigt, durch eine Anfrage eines Bürgers erfahren und war damit „vorgewarnt“. Jetzt erst wurde der Rat durch Sitzungsvorlagen offiziell über die geplanten Anschaffungen informiert. Trotzdem herrschte große Einigkeit, die Vereine bei ihren Investitionen für die Zukunft unterstützen zu wollen.

Mit der größtmöglichen prozentualen Förderung wurde der TSV Gerchsheim zur Anschaffung des neuen Rasenmähers bedacht. Ein Zuschuss zum Kauf von zwei Handballtoren wurde ebenfalls beschlossen, der von zwei Fußballtoren auf das nächste Jahr verschoben.

Der SV Schönfeld wird bei der Reparatur der Beregnungsanlage am Sportplatz und bei der Anschaffung eines neuen Rasenmähers unterstützt. Der DLRG/TTC Großrinderfeld möchte für seine Tischtennissparte einen Trainingsroboter anschaffen. Hierzu wurde die Förderung ebenso bewilligt wie der Kauf eines Nassmarkierungswagens und eines Rasenstriegels für den TuS Großrinderfeld.

Ohne Diskussion beschlossen die Räte, das Gebiet des alten Sportplatzes in Großrinderfeld durch sechs Bauplätze aufzuwerten. Die Ausführungsplanung wurde an das Büro ibu vergeben. Man will so dem wachsenden Bedarf an Wohngrundstücken in der Gemeinde Rechnung tragen. Denn die Nachfrage sei ungebrochen, erklärte Bürgermeister Johannes Leibold.

Die ersten Überlegungen für die Bebauung gab es schon, als das Pflegeheim im vorderen Teil des Grundstücks errichtet wurde. Nun kommt knapp drei Jahre nach Eröffnung der Einrichtung die Planung der Wohnbebauung hinzu.

Vergeben wurde ebenfalls die Umzäunung für das Regenrückhaltebecken im Großrinderfelder Gewerbegebiet „Boppbrunn“ (rund 24 000 Euro) und die Möblierung für das neue Feuerwehrgerätehaus (gut 30 000 Euro), das nun bald fertiggestellt sein wird. Offiziell soll der Umzug der Wehr im Herbst erfolgen.

Verlängert wurde der Mietvertrag für das Mannschaftstransportfahrzeug (MTW) der Abteilungswehr Schönfeld, deren bisheriges Fahrzeug nach einem Verkehrsunfall nicht mehr einsatzfähig war.

Einstimmig zugestimmt wurde der Aufnahme eines Kredits durch die Verwaltung über eine Million Euro. Verwendet werde das Geld für die Zwischenfinanzierung der Erschließung des Baugebiets „Knauer II“ in Gerchsheim, der Sanierung der Kleinrinderfelder Straße in Schönfeld und des Neubaus des Feuerwehrgerätehauses in Großrinderfeld, so der Bürgermeister. Bereits bei den Haushaltsberatungen hatte Kämmerer Werner Horn darauf hingewiesen, dass man voraussichtlich eine Kreditermächtigung von 1,5 Millionen Euro für 2020 einplanen muss. Ob man allerdings die restlichen 500 000 Euro benötigt, werde sich erst im Laufe des Herbstes zeigen.