Großrinderfeld

Feuerwehrgerätehaus Richtfest gefeiert / Im Herbst nächsten Jahres sollen die Floriansjünger einziehen

Gebäude strahlt Gemeinschaftsgeist aus

Archivartikel

Der Rohbau des Feuerwehrgerätehauses in Großrinderfeld steht. Nun wurde das Richtfest gefeiert.

Großrinderfeld. So wie der Bau des Feuerwehrgerätehauses mehrere Anläufe bis zu seiner Realisierung brauchte, musste auch Zimmerermeister Matthias Spiller von der Firma Holzbau Aeckerle das Glas gleich zweimal vom Dach werfen, bis die Scherben Glück bringen konnten. Zum Richtfest am Mittwoch waren zahlreiche Vertreter der Gemeinde, Floriansjünger, Kreisbrandmeister Alfred Wirsching und am Bau Beteiligte gekommen, um sich über den Fortschritt ein Bild zu machen.

Bürgermeisterstellvertreter Dr. Sven Schultheiß unterstrich, dass das Vorhaben lange gebraucht habe, aber nun einer guten Vollendung entgegengehe. Er erinnerte an die Historie, die zum Neubau führte. Denn Abhilfe bei den beengten Verhältnissen für die Großrinderfelder Feuerwehr wollten der damalige Gesamtkommandant Kilian Popp und die Abteilung seit vielen Jahren schaffen.

So war man seit 2004 mit Nachdruck bestrebt, die Feuerwehrplanung umzusetzen. „Aber es hat doch einige Zeit gedauert, bis der passende Platz gefunden war“, so Schultheiß. Mit der Planungsleistung habe man sich ab 2013 ernsthaft auseinandergesetzt, im Sommer 2018 wurde mit dem Neubau begonnen. „Das Gebäude ist errichtet, jetzt muss es noch eingerichtet werden.“ Schultheiß dankte der Feuerwehr für ihren langen Atem bei der Umsetzung.

Im neuen Gewerbegebiet „Boppbrunn“ soll die Wehr künftig ihr Domizil haben. Mit dem Spatenstich für die Erschließung des Gebiets vor einem Jahr fiel auch der Startschuss für das Feuerwehrgerätehaus mit 614 Quadratmetern Fläche.

Vorgesehen sind drei Stellplätze für Fahrzeuge. Und dabei habe man Weitsicht bewiesen, so Architekt Bernd Reinhart. Denn die Rolltore seien mit 4,5 Meter höher als an anderen Feuerwehrhäusern. Der Trend gehe zu immer höheren Aufbauten der Fahrzeuge. Deshalb habe man beim Neubau bereits vorgesorgt. Platz haben die Floriansjünger auch bei den Mannschafts- und Schulungsräumen sowie in der Funkzentrale. Und auch die Jugendwehr hat ihren eigenen Bereich in dem teils zweistöckigen Gebäude, das mit 1,8 Millionen Euro Kosten geplant war.

„Ein Richtfest ist immer ein besonderes Ereignis“, würdigte Architekt Reinhart, wie bereits Schultheiß vor ihm, alle am Bau Beteiligten. Im März sei der Aushub erfolgt, nun steht der Rohbau. Ein Teil der Fenster sei eingebaut und auch der Trockenausbau schon begonnen. „Ich bin zuversichtlich, dass im Winter der komplette Ausbau erfolgen kann und das Haus im Herbst 2020 eingeweiht wird“, unterstrich Bernd Reinhart.

Die Arbeiten für das Gerätehaus liegen im Bauzeitplan.

Zuvor hatte Zimmerermeister Spiller von der Firma Aeckerle aus Königshofen mit launigen und auf das Feuerwehrgerätehaus zugeschnittenen Worten seinen Richtspruch verkündet. „Das Haus strahlt Gemeinschaftsgeist aus und soll dem Gemeinwohl dienen“, unterstrich er und leerte den Becher auf das Wohl des Neubaus. Dann ließ er das Glas schließlich auf dem Boden in viele Scherben zerschellen.