Großrinderfeld

Gemeinderat Großrinderfeld Neuer Unimog für die Feuerwehr kommt erst 2021

Die Kommune muss Geld sparen

Die Gemeinde Großrinderfeld muss Fördergelder zurückgeben, weil ihr die finanziellen Eigenmittel für die Beschaffung eines Fahrzeugs fehlen.

Großrinderfeld. Der Unimog der Freiwilligen Feuerwehr Großrinderfeld, Abteilung Gerchsheim, ist in die Jahre gekommen und müsste eigentlich durch ein modernes HLF20 ersetzt werden. Der Förderantrag wurde seitens der Gemeinde auch gestellt. Aber im kommunalen Haushalt fehlt das Geld, um die rund 440 000 Euro aufzubringen, die das neue Fahrzeug kosten würde.

Förderzusage zurückgegeben

So entschloss sich der Gemeinderat bei der Sitzung am Dienstag schweren Herzens, die Förderzusage über immerhin 98 000 Euro zurückzugeben. Im neuen Jahr will man einen neuen Antrag stellen und auch beim Land um einen Zuschuss aus dem Ausgleichsstock bitten.

Bewilligt wurde aber die Anschaffung von sechs neuen Pressluftatmern und 14 Vollmasken für die Gesamtwehr. Nachdem die alten Geräte gegen Überdruckgeräte getauscht werden müssen, geht man sukzessive nach den Vorgaben des Feuerwehrbedarfsplanes vor und tauscht die vorhandenen Geräte nach und nach aus.

Die Kosten für den Tausch belaufen sich auf knapp 16 000 Euro. Dieser, sowie alle anderen Beschlüsse des Abends erfolgte einstimmig.

Mehr Diskussion ergab sich allerdings bei der künftigen Ausrichtung des gemeindlichen Mitteilungsblattes. Bisher wird es komplett im Rathaus erstellt und auch über von der Gemeinde angestellte Mitarbeiter verteilt. Durch das Gesetz zum Mindestlohn müssten diese Mitarbeiter künftig allerdings in das Tarifgefüge des öffentlichen Dienstes eingruppiert werden. Da liegt die unterste Lohnstufe weit über dem Mindestlohn, so Bürgermeister Johannes Leibold.

Deshalb habe er Kontakt mit der Firma KWG Druck und Medien in Grünsfeld aufgenommen. Diese würde ab dem 1. Januar 2021 den Druck und die Verteilung übernehmen. Die Redaktion würde in den gewohnten Händen in der Gemeinde bleiben. Vergeben wurde nun auch die Ingenieurarbeit für die Sanierung der Gemeindestraße und Neuverlegung der Wasserleitung von der Abzweigung der Kreisstraße 2882 nach Hof Baiertal. Nach Erstellung der bereits beauftragten Kostenschätzung an das Büro ibu in Tauberbischofsheim, sollen auch die weiteren Leistungsphasen von diesem Büro erbracht werden.

Ebenfalls vergeben wurde die Sanierung des Feldwegs „Am Trieb“ in Gerchsheim.

Der Feldweg sei in einem sehr schlechten Zustand, sagte so Bürgermeister Johannes Leibold.

Schlaglöcher beseitigen

Die größeren Schlaglöcher und Unebenheiten wurden in der Vergangenheit schon mehrfach ausgebessert, hieß es bei der Gemeinderatssitzung. Auf 800 Meter Länge soll der Feldweg von der Brücke über die Autobahn A 81 bis ins Dorf saniert werden.

Ein Angebot der Firma Konrad-Bau aus Gerlachsheim, die derzeit auch die Erschließung des Baugebietes „Knauer II“ durchführt, beläuft sich auf knapp 50 000 Euro. Das Vorhaben wird aus dem Haushaltsansatz des Feldwegeunterhaltes finanziert.