Großrinderfeld

Corona-Krise Arbeitskreis hat Entscheidung für das Großereignis am 3. Oktober in Großrinderfeld getroffen

Der Bauernmarkt wird abgesagt

Der Bauernmarkt in Großrinderfeld ist ein Besuchermagnet. Wegen der Corona-Pandemie muss er in diesem Jahr allerdings ausfallen.

Großrinderfeld. Es herrscht ein großer Andrang, wenn die Großrinderfelder ihren Bauernmarkt im zweijährigen Rhythmus durchführen. Viele Vereine und Gewerbetreibenden präsentieren sich und die Kommune. Aus der ganzen Umgebung kommen die Besucher zu diesem Schaufenster der heimischen Wirtschaft und genießen die Atmosphäre rund um die Hauptstraße.

Am 3. Oktober war der Bauernmarkt geplant. Doch in diesem Jahr muss die Veranstaltung aufgrund der Corona-Krise entfallen. „Die Entscheidung hat sich der Arbeitskreis Bauernmarkt nicht leicht gemacht. Aber um die Absage kam man nicht herum“, sagt Bürgermeister Johannes Leibold. „Die Abstands- und Hygienevorschriften aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie sind einfach zu umfangreich und teilweise mit hohen Kosten, Arbeitsaufwand und Umständen verbunden. Hinzu kommt die Verantwortung, die wir gegenüber den Mitwirkenden sowie den zahlreichen Besuchern und Gästen tragen, zu berücksichtigen und umsichtig zu handeln. Schließlich geht die Gesundheit eines jeden Einzelnen vor“, so Leibold.

„Bis zu 10 000 Besucher kommen bei diesem großen Ereignis in die Kommune. Das Fest wird von den Gästen sehr geschätzt.“ Gerade die Hubschrauberflüge kämen bei der Bevölkerung sehr gut an. In diesen Tagen hätte man die Buchung des Piloten in trockene Tücher bringen müssen. Und um die örtlichen Vereine zu entlasten, war geplant, zusätzliche Gastronomiebetriebe für den Markt zu begeistern.

Da man derzeit in der Planung sei und nun Verträge fixieren müsste, hatte sich der Arbeitskreis mit Bürgermeister Leibold, Ortsvorsteher, sowie Vertretern des Gewerbevereins und der örtlichen Firmen getroffen und nun eine Entscheidung gefällt: Es wird 2020 keinen Bauernmarkt geben. „Die zu erwartenden Besucherzahlen sprengen den Rahmen dessen, was in der aktuellen Corona-Krise durchführbar ist.“ Und zusätzlich zum Bauernmarkt hätte der Schützenverein ein Schießturnier angeboten, was weitere Gäste in die Gemeinde gelockt hätte – in normalen Zeiten eine gerngesehene Bereicherung des Markts.

Ob der Bauernmarkt nun um ein Jahr verschoben wird oder man den bisherigen Zwei-Jahres-Takt beibehält, werde noch einmal im Januar besprochen, macht der Verwaltungschef deutlich. Denkbar wäre für ihn auch ein Bauernmarkt im Jahr 2021.