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Fußball Vorstand des Fußballkreises Tauberbischofsheim zieht beim Kreisfachtag positive Bilanz trotz Schiedsrichtermangel / Gemeinsamer Antrag mit Buchen beim Verbandstag geplant

Ziel: Spielgemeinschaften bis in die Kreisliga

Die Mitglieder des Fußballkreises Tauberbischofsheim haben sich am Freitag, 5. Juli, in Heckfeld zu ihrem Kreisfachtag getroffen. Auf der Tagesordnung stand neben zahlreichen Ehrungen auch die Auslosung der ersten Runde im Kreispokal in der Saison 2019/2020.

Der Kreisfachtag des Fußballkreises Tauberbischofsheim begann mit einer positiven Botschaft. „Die vergangene Runde ist gut gelaufen“, blickte der Fußballkreisvorsitzende Georg Alter bei der Versammlung im Vereinsheim des FC Heckfeld zufrieden auf die zurückliegende Saison zurück. Ein wenig schwierig sei die Situation nur Ende März gewesen, als sechs Spiele wegen Schiedsrichtermangels ausgefallen seien und dann auch noch Anfang April der Schiedsrichterausschuss geschlossen zurückgetreten sei. Allerdings habe man binnen vier Wochen einen neuen Ausschuss unter Leitung von Peter Weingärtner aufstellen können, so dass die Runde ohne weitere Spielausfälle habe weiterlaufen können.

Frühere Spieler angesprochen

Der neue Kreisschiedsrichter-Obmann Weingärtner nutzte dann auch gleich die Gelegenheit und appellierte an die Anwesenden, dass dringend mehr Schiedsrichter im Kreis benötigt würden. Vor allem Spieler, die mit 36 bis 38 Jahren ihre aktive Laufbahn beendeten, seien die idealen Kandidaten für den Posten des Unparteiischen. Mit Blick auf den anstehenden Verbandstag des Badischen Fußballverbandes im kommenden Jahr kündigte Kreisvorsitzender Georg Alter an, dass die Fußballkreise Tauberbischofsheim und Buchen dort gemeinsam einen Antrag zum Thema Spielgemeinschaften einbringen werden.

Konkret wollen die beiden Kreise fordern, dass künftig Spielgemeinschaften bis hoch in die Kreisliga gebildet werden können. Bisher ist dies nur hoch bis in die Kreisklasse A möglich. Allerdings seien solche Spielgemeinschaften besonders im ländlichen Raum sehr wichtig, wie Alter betonte. Aufgrund des demografischen Wandels hätten heute bereits viele dörfliche Mannschaften Probleme, in ihrem Ort alleine eine komplette Mannschaft zusammenzubringen. Erste konkrete Fakten zur kommenden Spielzeit 2019/2020 nannte der stellvertretende Kreisvorsitzende Jürgen Umminger. Demnach wird die Kreisliga mit 15 Mannschaften an den Start gehen. In den Kreisklassen A und B werden jeweils 14 Teams um Punkte wetteifern. Und in der Kreisklasse C werden 16 Mannschaften dem runden Leder hinterherjagen. Los geht die neue Saison am 25. August und soll voraussichtlich am 31. Mai 2020 enden. Neben Rückblick und Ausblick auf die vergangene und kommende Saison standen Ehrungen auf der Tagesordnung. So durften unter anderem die fünf Meister der vergangenen Saison ihre Meisterschale aus den Händen von Jürgen Umminger entgegen nehmen. In der Kreisliga ging der Titel an den TSV Assamstadt. Der Verein hatte zudem auch noch den Kreispokal gewonnen und konnte die Saison somit als Double-Sieger beenden. In der Kreisklasse A ging der Meistertitel an den SV Pülfringen. In der Kreisklasse B setzte sich SV Anadolu Lauda durch. In der Kreisklasse C1 stand am Ende die Spielgemeinschaft SV Oberbalbach/DJK Unterbalbach II ganz oben. Und in der Kreisklasse C sicherte sich SV Eintracht Nassig III den Platz an der Sonne.

Neben den Meistern wurden auch die Aufsteiger im Fußballkreis Tauberbischofsheim geehrt. In der Kreisklasse A machte die Spielgemeinschaft SV Wittighausen/SV Zimmern den Aufstieg klar und darf in der Kreisliga antreten. In der Kreisklasse B lösten die TSG Impfingen und die Spielgemeinschaft VfR Uissigheim II/SV Gamburg das Ticket für die nächsthöhere Spielklasse. Und in der Kreisklasse C setzte sich die Spielgemeinschaft Winzer Beckstein/SV Königshofen II nach einem Sieg in der Relegation durch.

Neben den sportlichen Erfolgen wurden auch die fairsten Mannschaften der Saison aus jeder Spielklasse gekürt. Den Preis überreichte Tilmann Fabig von der Volksbank Main-Tauber. Die Sieger erhielten neben einem Pokal jeweils 200 Euro für ihre Mannschaftskasse. „Fairness ist nicht nur im Sport, sondern auch im Alltagsleben die Grundlage jeden Erfolges“, betonte Fabig bei der Preisverleihung. In der Kreisliga ging der Preis an die Kickers DHK Wertheim. In der Kreisklasse A hieß der Sieger FC Grünsfeld II. Als fairste Mannschaften in der Kreisklasse B wurden der FV 2016 Brehmbachtal II und der SV Wittighausen/SV Zimmern prämiert. Fair-Play-Meister in der Kreisklasse C1 wurde der VfB Reicholzheim/Dörlesberg. In der Kreisklasse C2 ging der Preis an den FV 2016 Brehmbachtal III.

Eine Ehrung erhielten beim Kreisfachtag des Fußballkreises außerdem auch zahlreiche Ehrenamtliche. Im Zuge der DFB-Aktion Ehrenamt wurden „für vorbildliche ehrenamtliche Leistungen im Fußballsport“ ausgezeichnet: Timo Kraus (FC Rauenberg), Achim Tippl (VfB Boxberg-Wölchingen), Andreas Deckert (SV Schönfeld), Christian Geißler (TSV Assamstadt), Adolf Appel (TSV Bobstadt), Pascal Wolpert (SV Uiffingen), Manuel Ilmer (TSV Gerchsheim), Ursula Dörner (SV Wittighausen), Sebastian Schmid (FC Dörlesberg) und Kurt Merkert (FC Wertheim-Eichel).

Speziell für jüngere Ehrenamtliche zwischen 18 und 30 Jahren gibt es vom DFB die Aktion „Fußballhelden gesucht“. Im Fußballkreis wurden im Zuge der Aktion ausgezeichnet: Michael Rupp (TSV Assamstadt), Manuel Ilmer (TSV Gerchsheim), Jochen Memmel (FC Wertheim-Eichel), Marcel Schwind (SC Boxtal) und Julian Weiß (TSV Unterschüpf).