Fußball

Verbandsliga Nordbaden Drei Minuten fehlen dem VfR Gommersdorf für die Überraschung gegen Ex-Regionalligist SV Spielberg

„Wir waren nicht so weit weg“

Archivartikel

Gommersdorf – SV Spielberg 0:1

Gommersdorf: Petrowski, Stöckel, Max Schmidt (62. Baust), Cebulla (67. Feger), Vollmer, Geissler, Würzberger, Breuninger, Mütsch, Felix Schmidt, Scheifler.

Spielberg: Moritz, Diringer, Weiß, Plattek (62. Lima), Marvin Gondorf, Reuer, Geckle (90.+2 Remus), Veith (90.+3 Keck), Schoch, Ritter, Fabian Gondorf.

Tor: 0:1 (87.) Christian Reuer. – Schiedsrichter: Marvin Hoffmann (Pfingstberg-Hochstätt). – Zuschauer: 210.

Als erstes munterte Peter Hogen seine Spieler auf. Enttäuscht hatten sich die Gommersdorfer um die Auswechselbank auf dem Rasen niedergelassen. Durch ein spätes Gegentor verlor der Verbandsligist gegen SV Spielberg knapp mit 0:1.

„Ein Punkt wäre drin gewesen, wenn wir den Standard besser verteidigen“, meinte der Coach der Jagsttäler und Ex-Trainer der Spielberger zu Oberliga-Zeiten. „Das ist schon eine Top-Mannschaft und wir waren nicht so weit weg.“

Sicher hatte die Gäste die bessere Spielanlage und dominierten auch die erste Halbzeit. Aber die Gommersdorfer zogen sich zurück, machten die Räume eng. Spielberg hatte dann durchaus Probleme zu Möglichkeiten zu kommen. Doch so ganz bekamen es die Gommersdorfer nicht verteidigt.

Vor allem mit den langen und präzisen Diagonalbällen hatte die Heimelf so ihre Probleme. Nach einem diese Pässe geriet der Abschluss von Claudio Ritter in der 25. Minute aber zu harmlos. Vier Minuten zuvor hatte VfR-Torhüer Dennis Petrowski schon bei einem Kopfball von Nico Plattek gerettet. Und in der Anfangsphase trafen die Spielberger noch zwei Mal Aluminium.

VfR nicht mutig genug

Das war es dann aber auch für eine lange Zeit mit klaren Möglichkeiten der Gäste. Kurz vor der Pause strich noch ein Fernschuss von Fabian Gondorf knapp am Gehäuse vorbei. „Wir waren in der ersten Halbzeit nicht mutig genug“, kritisierte Hogen und fügte an: „Da haben wir viele lange Bälle gespielt. So wollen wir eigentlich nicht spielen.“

Nach der Pause schaffte es seine Mannschaft dann, das Spiel offener zu gestalten. „Wir haben zwar nicht viele Torchancen herausgespielt, aber von denen kam auch nicht mehr viel“, meinte Team-Manager Jörg Olkus.

Griffig Gommersdorf war griffig in den Zweikämpfen, beschäftigte nun den Gegner und verteidigte geschickt. In der 70. Minute scheiterte dann Dennis Vollmer am SV-Torhüter. Fünf Minuten darauf wurde es vor dem Gommersdorfer Tor bei einem Kopfball von Fabian Geckle gefährlich. Geckle war es dann auch, vor dem Petrowski zwei Minuten später rettete.

In der Schlussphase häuften sich nun also wieder die Strafraumszenen. Und so verpasste Felix Schmidt nach einem Eckball in der 83. Minute die vielleicht beste Gommersdorfer Möglichkeit zur Führung. Dafür nutzte der Spielberger Christian Reuer nach einem Freistoß aus dem Halbfeld seine Möglichkeit.

Er stieg am höchsten und lenkte den Ball irgendwie ins Toreck. „Schade, zumindest einen Punkt hätten wir mit dieser Leistung verdient gehabt“, meinte VfR Schlussmann Petrowski.

Und trotz der Enttäuschung sagte Hogen: „Wir können ein positives Fazit ziehen. Es war ja im Vorfeld auch nicht zu erwarten, dass es so ein enges Spiel wird. Wir hatten auch einige Ausfälle, das hat sich schon bemerkbar gemacht.“

Ausfälle wiegen schwer

Die Gommersdorfer versuchen, das Positive aus der Begegnung mitzunehmen. Und davon gab es einiges. „Das war sicher nicht der einzige Gegner, der mit so viel Druck spielt“, sagte Spielleiter Jörg Olkus. „Mit Markus Gärtner und Jakob Hespelt haben uns auch zwei Spieler gefehlt, die den Unterschied ausmachen können.“

Gerade Kapitän Markus Gärtner mit seiner körperlichen Präsenz in der Sturmspitze fehlte, um die Bälle auch mal in der Offensive halten zu können und so für Entlastung zu sorgen. hesch