Fußball

Fußball In Württemberg plant die aus den Bezirken Bodensee, Donau, Riß und Zollern bestehende Landesliga „Playoffs“ und „Playdowns“

WFV änderte in einigen Passagen seine Spielordnung

Archivartikel

Der Beirat des Württembergischen Fußballverbandes (WFV) hat per Videokonferenz einige vorbereitende Entscheidungen für den Spielbetrieb in der Spielzeit 2020/21 getroffen.

So wird in die WFV-Spielordnung neu der § 4a aufgenommen, der die Saisonwertung im Falle einer Beeinträchtigung des Spielbetriebs durch höhere Gewalt oder aufgrund öffentlich-rechtlicher Verfügungen regelt. Im Detail wurden die Zuständigkeit, der Entscheidungsspielraum, die zu berücksichtigenden Aspekte, die Voraussetzungen für eine eventuelle Annullierung beziehungsweise Anwendung der Quotienten-Regelung sowie der Umgang mit den Pokalwettbewerben berücksichtigt. Über den genauen Wortlaut der vorläufigen Ordnungsänderung werden die Vereine in den kommenden Tagen informiert.

Weiterhin wurde der § 4 der WFV-Spielordnung mit einer neuen Nummer 4 ergänzt. Demnach gilt für das Spieljahr 2020/21 abweichend zu den bisherigen Bestimmungen, dass die Meisterschaftsrunden in der Landesliga 4 (Bezirke Bodensee, Donau, Riß, Zollern) sowie in der Bezirksliga Bodensee zunächst mit einer Einfachrunde (Jeder-gegen-jeden) gespielt wird. Im Anschluss werden Meisterrunden (“Playoff“) und Abstiegsrunden („Playdown“) auch jeweils in Einfachrunden gespielt. Für die Teilnahme an der Meisterrunde qualifizieren sich die zehn bestplatzierten Mannschaften; an den Abstiegsrunden nehmen alle übrigen Mannschaften teil. Sämtliche Ergebnisse aus den Qualifikationsrunden (also sowohl Punkte als auch Tore) werden jeweils in den Meister- und Abstiegsrunden berücksichtigt.

Mit dieser Anpassung des Spielsystems trägt der Verbands-Spielausschuss dem überwiegenden Wunsch der Vereine in der jeweiligen Staffel Rechnung. Nachdem im südlichen Württemberg eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für strenge Winter besteht, erscheint es zudem fraglich, ob eine Meisterschaftsrunde mit 20 Mannschaften in einer Staffel und 38 Spieltagen ordnungsgemäß durchgeführt werden kann. Der geänderte Spielmodus führt zu 28 Spieltagen.

Hinsichtlich der Spielklasseneinteilung wurde der § 42 der WFV-Spielordnung bei Nummer 6 ergänzt. So muss grundsätzlich bei einer größeren Staffel als der Normalzahl in den folgenden Spieljahren durch einen verschärften Abstieg (zusätzliche Absteiger) aus dieser Staffel die Normalzahl wieder erreicht werden. Abweichend dazu gilt in den Spieljahren 2020/21 und 2021/22 bei Staffeln mit mehr als 18 Vereinen eine Ausdehnung des verschärften Abstiegs über einen Zeitraum von zwei Spieljahren. Maßgeblich für die Anwendung dieser abweichenden Regelung ist das durch den Verbands-Spielausschuss und den jeweiligen Bezirksvorstand festgelegte Spielsystem.

Hinsichtlich der Schiedsrichtergestellung wurde der § 52 der WFV-Spielordnung abweichend zur grundsätzlichen Regelung nachträglich für das zurückliegende Spieljahr 2019/20 angepasst. So gelten für die Anerkennung (§ 6 der Schiedsrichterordnung) beziehungsweise Anrechenbarkeit als Schiedsrichter bereits sechs Spieleinsätze plus drei Schulungen (anstatt regulär 15) beziehungsweise drei Spieleinsätze plus eine Schulung für Schiedsrichterneulinge (anstatt sechs Spiele). Diese Anpassung wurde notwendig, da ab dem 12. März der ausgesetzte Spielbetrieb keine anrechenbaren Spielleitungen für Schiedsrichter mehr zuließ.

Verbandspokal der Frauen 2020/21

Inzwischen wurden die ersten beiden Runden und das Achtelfinale des WFV-Pokalwettbewerbs der Frauen 2020/21 ausgelost. Die entsprechenden Spielansetzungenkännen im Internet unter „www.fussball.de“ entnommen werden.

Da die jeweiligen Bezirkspokalsieger spätestens am 16. August feststehen, werden die Spiele mit Platzhaltern im Laufe der Kalenderweoche 34 aktualisiert.

Gespielt werden soll an folgenden Rahmenterminen: Vorqualifikation (Gruppe 4) am Sonntag, 23. August, (Pokalsieger Riß – SG Altheim), Runde am Sonntag, 30. August, sowie am Sonntag, 6. September, Achtelfinale Sonntag, 27. September.

Staffeleinteilungen der Junioren

Die Einteilungen der überbezirklichen Jugend-Staffeln der A-Junioren, der B-Junioren, der C-Junioren sowie der B-Juniorinnen wie auch den Rahmenterminkalender „Jugend Saison 2020/21“ gibt es auf der WFV-Homepage unter „https://www.wuerttfv.de/spielbetrieb/junioren/meisterschaften/“

Saisonspiele im klassichen Modus

Die Staffeln im Württembergischen Fußballverband weisen aufgrund der Saisonwertung nach Quotientenregelung und dem Verzicht auf Absteiger eine höhere Anzahl von Vereinen aus. Dies bedingt bei einem klassischen Spielmodus mit Hin- und Rückrunde eine signifikant höhere Anzahl von Saisonspielen. Der WFV hat hierzu ein Berechnungsmodell erstellt, das die Mehrbelastung durch die höhere Anzahl von Vereinen für die jeweiligen überbezirklichen Staffeln im Aktiven-Bereich beispielhaft darstellt.

16er-Liga mit 30 Spieltagen à 8 Begegnungen = 240 insgesamt Spiele.

17er-Liga mit 34 Spieltagen à 8 Begegnungen = 272 Spiele.

18er-Liga mit 34 Spieltagen à 9 Begegnungen = 306 Spiele.

19er-Liga mit 38 Spieltagen à 9 Begegnungen = 342 Spiele.

20er-Liga mit 38 Spieltagen à 10 Begegnungen = 380 Spiele.

21er-Liga mit 42 Spieltagen à 10 Begegnungen = 420 Spiele.

Aus diesem Berechnungsmodell kann man ersehen, dass zum Beispiel die Oberliga Baden-Württemberg mit 18 Mannschaften bisher 306 Spiele hatte. In der Saison 2020/21 und damit insgesamt 420 Spiele sein. Die Verbandsliga Württemberg bestand bisher aus 17 Mannschaften und hatte dementsprechend 272 Spiele. In der kommenden Saison werden es 20 Mannschaften und damit 380 Spiele sein. Die Landesligen 1 und 2 wuchsen von bisher 16 Mannschaften und 240 Spiele auf nun 19 Mannschaften und 342 Spiele an. Die Landesliga 3 hatte bisher 17 Mannschaften (272 Spiele), 2020/21 werden es nun 20 Mannschaften mit insgesamt 380 Spiele sein. Die Landesliga 4 wird, wie bereits geschildert, nach einem alternativen Modus ausgetragen. hb