Fußball

Fußball Noch steht nicht fest, wann die Saison 2020/21 beginnt, aber einige „Formalitäten“ greifen ab der kommenden Woche

Wechselperiode beginnt wie gewohnt am 1. Juli

Archivartikel

Es weiß noch niemand, wann die Fußball-Saison 2020/21 im Amateurbereich startet. Aber eines ist bereits jetzt klar: Die Wechselperiode beginnt am 1. Juli und läuft bis zum 31. August. Das bedeutet: Alle Wechselangelegenheiten von Amateurspielern und Vertragsspielern ab der 3. Liga abwärts bis zur Kreisklasse C, einschließlich dem älteren A-Junioren-Jahrgang (2002) sowie dem älteren B-Juniorinnen-Jahrgang (2004) müssen der Passstelle des Badischen Fußballverbandes bis zum Fristende am 31. August vorliegen. Hierbei ist zu beachten, dass die Abmeldung unbedingt bis zum 30. Juni erfolgen muss.

Abmeldung eines Spielers

Will ein Spieler den Verein wechseln, muss er bei seinem bisherigen Verein als aktiver Spieler nachweisbar abgemeldet werden. Dafür gibt es zwei Wege: Variante 1: Willigt der Spieler schriftlich ein, kann der aufnehmende Verein einen Antrag auf Vereinswechsel online über das DFBnet Pass Online-Portal stellen. Als Abmeldetag gilt der Tag der Eingabe in das System. Das muss bei Herren und Frauen bis einschließlich 30. Juni und in der Jugend bis einschließlich 15. Juli erfolgen. Es ist zu beachten, dass das Abmeldedatum nicht mehr rückwirkend geändert werden kann. Variante 2: Der aufnehmende Verein kann den Spieler in Form einer Abmeldepostkarte per Einschreiben abmelden. Als Empfänger-Adresse gilt ausschließlich die offizielle Vereinsanschrift. Diese kann über den Vereinsmeldebogen eingesehen werden. Der Poststempel gilt als Tag der Abmeldung. Damit beginnt eine 14-Tage-Frist, in der der abgebende Verein verpflichtet ist, den Spieler online abzumelden. Zum Nachweis einer Verfristung muss die Postkarte per Einschreiben mit Rückschein oder Übergabe-Einschreiben versendet werden.

Mit dem Tag der Abmeldung endet auch zugleich die Spielberechtigung für den bisherigen Verein.

Freigabe eines Spielers

Meldet der abgebende Verein den Spieler innerhalb der 14-Tage Frist nicht online ab oder gibt eine Erklärung über die Abmeldung ab, gilt der Spieler als freigegeben. Dies gilt für alle Arten der Abmeldung.

Im Jugendbereich erhält ein Spieler nach der fristgerechten Abmeldung (15. Juli) und der Freigabe des abgebenden Vereins die Spielberechtigung frühestens zum 16. Juli. Stimmt der abgebende Verein der Freigabe nicht zu, erhält der Spieler die Spielberechtigung zum 1. November. Bei Abmeldung nach dem 15. Juli und Freigabe erhält der Spieler eine Wartefrist von drei Monaten ab dem Tag der Abmeldung. Wenn das letzte Spiel länger als sechs Monate zurückliegt, erhält der Spieler normalerweise die sofortige Spielberechtigung. Aber: Diese Regelung wird mit der Ordnungsänderung für die Spielzeiten 2019/2020 und 2020/2021 gehemmt. Die Zeitspanne seit der Aussetzung am 12. März bis zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs wird demnach nicht auf diese Frist angerechnet.

Bei Herren und Frauen gilt: Wurde der Spieler fristgerecht abgemeldet und der abgebende Verein erteilt eine Freigabe, erhält der Spieler das sofortige Spielrecht für Pflichtspiele (frühestens ab dem 1. Juli). Die Spielberechtigung für Pokal- und Freundschaftsspiele beginnt mit dem Tag des Eingangs.

Stimmt der abgebende Verein dem Wechsel nicht zu, erhält der Spieler die Spielberechtigung zum 1. November. Um diese Sperre zu verhindern, kann in der Wechselperiode I die nachträgliche Freigabe durch Zahlung einer Ausbildungsentschädigung erreicht werden. Die Höhe der Ausbildungsentschädigung ist festgelegt und hängt von verschiedenen Faktoren (Alter, Spielklasse und Dauer der Zugehörigkeit beim bisherigen Verein) ab. Auf der BFV-Homepage steht unter „www.badfv.de/service-beratung/passwesen“ ein digitaler Entschädigungsrechner zu Verfügung.

Überregionaler Vereinswechsel

Bei eine überregionalen Vereinswechsel muss die Abmeldung des Spielers im Seniorenbereich bis zum 30.Juni, im Juniorenbereich bis zum 15. Juli durch den abgebenden Verein online oder alternativ durch den Spieler selbst per Abmeldepostkarte erfolgen. Als Empfängeradresse gilt ausschließlich die offizielle Vereinsadresse. Anschließend kann der aufnehmende Verein online den Vereinswechsel beantragen.

Die nachträgliche Freigabe muss durch einen Nachweis der Zahlung oder eine schriftliche Bestätigung des abgebenden Vereins nachgewiesen werden. Bis zum Ende der Wechselperiode (31. August) muss sie online durch den aufnehmenden Verein beantragt werden. Bei einer überregionalen nachträglichen Freigabe muss der Nachweis nach der online-Erfassung unverzüglich per E-Mail nachgereicht werden. bfv