Fußball

Blick in die Zukunft Die für Vereinsvertreter und Aktive dringlichste Frage nach dem Start der neuen Saison kann nicht beantwortet werden

Vier Wochen Vorlaufzeit soll es geben

Archivartikel

Die, die es schon mal ausprobiert haben, werden schnell festgestellt haben, dass das doch irgendwie nichts ist: Fußballtraining unter den aktuellen Hygiene- und Abstandsregelungen. Die Amateur-Kicker gieren nach „richtigem“ Fußball und wollen natürlich auch wissen, wann die Saison 2020/21 gestartet werden kann. Die Antwort auf diese Frage sehnen auch die Vereinsverantwortlichen herbei, denn je länger die Corona-Pause dauert, desto schwerer wird es, alle Mann beisammen zu halten.

Auf den Verbandstagen der baden-württembergischen Fußballverbände konnten die jeweiligen Präsidenten verständlicherweise auch keine zufriedenstellende Antwort geben, denn entscheidend sind auch hier die Vorgaben der Politik. „Wir können diese Frage im Moment nicht beantworten. Das wäre alles Glaskugelleserei“, sagte der BFV-Präsident Ronny Zimmermann.

Klar ist augenblicklich nur so viel: Vor dem 1. September wird auf jeden Fall kein Punktspiel ausgetragen. Rüdiger Heiß, beim BFV verantwortlich für den Spielbetrieb, sagte, dass man den Mannschaften auf jeden Fall vier Wochen Vorlaufzeit gewähren wolle, um sich auf die neue Saison vorzubereiten. Das heißt in der Konsequenz folgendes: Das erste Wochenende nach dem 1. September ist der 5./6. September. Also müsste man spätestens ab 8./9. August wieder „normal“, sprich: auch mit Körperkontakt trainieren dürfen.

Neue Spielmodelle möglich

Da es aber auch sein kann, dass erst weit nach dem 1. September wieder um Punkte gespielt werden kann – oder aufgrund steigender Corona-Fallzahlen die Saison zu einem späteren Zeitpunkt wieder unterbrochen werden müsste – hat der BFV über neue Spielmodelle nachgedacht, über die er dann auch autark bestimmen kann. „Es sind Halbrunden, Playoffs, Playdowns oder regional eingeteilte Staffeln möglich“, gab Heiß einen Einblick in die Überlegungen. Erschwerend kommt bei der Spielplangestaltung hinzu, dass durch die Aufstiege und fehlenden Abstiege (siehe Text oben) die meisten Spielklassen größer sind als „normal“ und deshalb mehr Begegnungen absolviert werden müssen.

Auch in Württemberg wurde der WFV-Beirat ermächtigt, zur gegebenen Zeit endgültig über den Spielmodus für das Spieljahr 2020/21 zu entscheiden. Insgesamt 232 Stimmberechtigte (87,22 %) sind diesem Antrag gefolgt, dies bei 24 Gegenstimmen (9,02 %) und zehn Enthaltungen (3,76 %). Nachdem im Moment nicht absehbar ist, wann ein regulärer Trainings- und Spielbetrieb wieder aufgenommen werden kann, hat auch hier der Verbandsspielausschuss mehrere Modelle erarbeitet, so dass dem Beirat konkrete Vorschläge unterbreitet werden können, die den jeweiligen Rahmenbedingungen gerecht werden.