Fußball

Verbandsliga Nordbaden Odenwald-Duell geht an den VfR Gommersdorf

Viel Hektik und etwas Fußball

Archivartikel

VfR Gommersdorf – Neckarelz 2:1

Gommersdorf: Petrowski, Stöckel, P. Mütsch, Breuninger, Geissler, F. Schmidt (77. Cebulla), Würzberger, Feger, Hespelt (85. Schuler), Gärtner, Baust (93. Walter).

Neckarelz: Penz, Horning, Schwind, Böhm, Zechmeister, Yazji, Baumbusch, Gjelaj, Elzhanaj- Luck (79., Medeiros, 83., Tuncbilek), Hatzis.

Tore: 1:0, 2:0 (1., 84.) Baust, 2:1 (89.) Hatzis. – Gelb-Rote Karte: Horning (39.). – Rote Karte: Zechmeister (90.+4). – Schiedsrichter: Rouven Ettner (Kronau). – Zuschauer: 260

Bis zum Abpfiff des Unparteiischen flimmerte die Luft im Odenwald-Duell der Verbandsliga Nordbaden zwischen dem VfR Gommersdorf und der Spvgg. Neckarelz. Einige Zweikämpfe im ersten Abschnitt waren einfach zu viel und zu aggressiv für ein normales Fußballspiel, und da hatten nach dem Schlusspfiff die Zuschauer von beiden Seiten kein Verständnis dafür. Beim Abpfiff der Begegnung stand es 2:1 für die Gommersdorfer. Doch damit war noch nicht Schluss, denn es gab noch eine Rote Karte gegen einen Neckarelzer Spieler, der sich wohl nach dem Schlusspfiff verbal daneben benommen hatte.

Penz rettet mehrmals

„Gegen einen anderen Gegner wie Neckarelz hätten wir heute nicht gewonnen“, sagte nach dem Abpfiff VfR-Routinier Markus Gärtner etwas enttäuscht. Beide Torhüter, Dennis Petrowski aufseiten der Gommersdorfer und Maximilian Penz aufseiten der Neckarelzer waren in entscheidenden Momenten zur Stelle und zeigten ihre Klasse. Gegen Ende rettete Penz gleich mehrmals bravourös gegen die Gommersdorfer Angreifer und verhinderte einen höheren und auch einen entscheidenden Rückstand. Begonnen hatte die Partie ideal für die Jagsttäler. Jakob Hespelt brachte beim ersten Angriff den Ball in die Mitte, abgefälscht landete die Bogenlampe bei Jann Baust (1.), der per Kopf platziert zum 1:0 traf. Wer nun gedacht hatte, dieser Treffer gebe dem VfR Gommersdorfer Sicherheit, musste andere Aktionen mit ansehen. Durch unbändigen Kampfgeist, oft an der Grenze des Erlaubten, wehrten sich Neckarelzer gegen die drohende Niederlage.

Eine hektische Partie war die Folge mit vielen Unterbrechungen. Erst in der 38. Minute hatten die Neckarelzer die erste richtige Chance zum Ausgleich. Andreas Schwind scheiterte mit seinem Freistoß, der abgewehrte Ball pfiff dann haarscharf am Pfosten des VfR-Gehäuses vorbei. Dann bescherte Marco Horning (39.) seiner Mannschaft einen Bärendienst, als er Jakob Hespelt von hinten in die Beine fuhr und mit „Gelb-Rot“ vom Platz gestellt wurde. Doch wer geglaubt hatte, dass sich das auf das Spielgeschehen auswirken könnte, wurde eines Besseren belehrt. Die Neckarelzer steckten auch im zweiten Abschnitt trotz Unterzahl nicht auf und gaben weiterhin Gas. Arnold Luck (50.) lief frei auf den Torhüter zu und Petrowski hatte keine Mühe, den Ball zu halten. Auch Hatzis (55.) verschenkte mit seinem Schuss am Tor vorbei den Ausgleich, als er völlig freigespielt nicht traf.

Überragend reagiert

Den Knockout für die Gäste verpasste dann Jann Baust (62.), als er überraschend ganz frei am Fünfer zum Schuss kam, aber am überragenden reagierenden Penz scheiterte. In dieser Phase waren die Abspiele in die Spitze bei den Gommersdorfern einige Male zu ungenau, um weitere Treffer zu erzielen. Neckarelz versuchte trotz numerischer Unterzahl zu Möglichkeiten zu kommen und gab nie auf.

Gommersdorf hätte erhöhen können, Markus Gärtner (73.) zielte knapp vorbei, Jann Baust (83.) scheiterte mit seinem Kopfball am überragend reagierenden Penz. Doch Sekunden später machte Baust (84.) dann mit seinem zweiten Treffer dem Spuk ein Ende. Der Anschlusstreffer von Neckarelz durch Allessandro Hatzis (89.) kam zu spät. Ein wunderschöner Treffer genau in den Winkel.

VfR-Ehrenvorsitzender Hubert Gerner betonte nach der Begegnung: „Die Neckarelzer waren einiges stärker als noch im Pokalspiel. Da werden andere auch noch ihre Probleme bekommen“.

Über die Leistung des Unparteiischen ließ sich der langjährige Verbands- und Landesligaschiedsrichter zu keinem Kommentar hinreißen.