Fußball

Badischer Verbandspokal, Viertelfinale Der FV Lauda tritt morgen in Neuenheim an / Spiel findet auf Kunstrasen statt

„Vereinsgeschichte schreiben“

Archivartikel

Unterstützung von vielen Fans erhofft sich der FV Lauda bei seinem Spiel im Viertelfinale des Badischen Verbandspokal-Wettbewerbs am Mittwoch, 6. November, um 19.30 Uhr beim ASC Neuenheim, einem Stadtteil Heidelbergs mit knapp 14 000 Einwohnern.

Der Gastgeber dürfte der einzige Anatomie-Sportclub Deutschlands sein; gegründet wurde er 1978 von fußballbegeisterten Assistenten, Doktoranden und Medizinstudenten um den fußballbegeisterten Institutsleiter der Heidelberger Anatomie Prof. Dr. Wolf-Georg Forssmann.

Zum zehnjährigen Bestehen gelang der Aufstieg in die Heidelberger Kreisliga A und weitere zehn Jahre später war die Landesliga Rhein-Neckar erreicht. Dann folgte eine Durststrecke in den Kreisligen, bis der ASC dann 2015 wieder den Aufstieg in die Landesliga feierte.

Gegner lange ohne Sieg

Der Gastgeber war in der aktuellen Runde nach sechs Spieltagen noch ohne Sieg und Schlusslicht der Landesliga Rhein-Neckar. Doch dann kam der ASC in die Gänge, zeigte sich vorne effektiv, hinten sattelfest und schob sich bis in die Spitzengruppe vor. Erwartet wird ein spannendes Pokalspiel auf Augenhöhe, wobei der ASC seine Heimspiele auf Kunstrasen austrägt; nicht unbedingt ein Vorteil für den FV Lauda.

Deshalb trainierten die Taubertäler gestern Abend auch in Grünsfeld auf dem dortigen Kunstrasen. Zudem muss der FV nach einem Arbeitstag am Mittwoch noch eine Anfahrt von anderthalb Stunden verdauen.

Schon seit Wochen, so Spielertrainer Marcel Baumann, ist das Pokalspiel ein Thema in der Kabine: „Jedoch haben wir es geschafft, weiterhin den Fokus auf die Saison zu richten. Natürlich freuen sich die Jungs riesig auf das Spiel und das auch vollkommen zurecht. Ein Viertelfinale im badischen Pokal spielst du nicht all zu oft. Es ist eine große Chance, Vereinsgeschichte zu schreiben und den Fußballkreis nach außen zu vertreten.“

Marcel Baumann hat sich mit dem ASC Neuenheim beschäftigt; mit guten Einzelspielern sei es eine starke Truppe, doch auch ein paar Schwächen sind ihm nicht verborgen geblieben. „Auf den Kunstrasen werden wir uns bestmöglich einstellen; wir wollen ins Halbfinale und werden dafür sicher alles investieren“.