Fußball

Verbandsliga Württemberg Hollenbachs erste Niederlage

„Unnötig, einfach doof“

Archivartikel

VfL Pfullingen – Hollenbach 2:1

Pfullingen: Becker, Packert, Yilmaz, Dünkel, Haussmann (86. Schall), Linder (90. Awortwie-Grant), Seiz, Heim, Krsic (70. Früh), Maier, Glaser (74. Höcketsaller).

Hollenbach: Hörner, Nzuzi, Schülke, Minder, Kleinschrodt, Schmitt, Scherer, Hofmann, Jonas Limbach, Dörner (74. Jurjevic), Uhl.

Tore: 0:1 (44.) Lorenz Minder, 1:1 (45.) Aleksandar Krsic, 2:1 (53.) Matthias Dünkel. – Schiedsrichter: Andreas Wieczorek (Stuttgart). – Zuschauer: 150

Der FSV Hollenbach kassierte am Samstag seine erste Saison-Niederlage. Der württembergische Verbandsligist verlor beim VfL Pfullingen mit 1:2. „Im Endeffekt war es verdient, weil wir zu nachlässig waren“, sagte Trainer Martin Kleinschrodt. Er spielte damit auf die beiden Gegentore an, die nach Hollenbacher Fehlern entstanden. „Das war unnötig, einfach doof. So ein Spiel muss man 1:0 gewinnen.“ Seiner Mannschaft machte er keine großen Vorwürfe. „Die Jungs haben sich voll reingehauen“, sagte Kleinschrodt und fügte an: „Wir sehen die Niederlage nüchtern. Wir haben auswärts verloren und gut. Die Saison geht ja noch lange“, sagte Kleinschrodt.

Es entwickelte sich auf dem Kunstrasenplatz eine erste Hälfte ohne große Höhepunkte. Die Hollenbacher hatten etwas mehr Ballbesitz, aber die Gastgeber machten die Räume eng. So kam der FSV nur selten zum Abschluss. Nach einem schnell ausgeführten Freistoß erzielte Lorenz Minder in der 44. Minute die Führung. „Das 1:0 müssen wir in die Halbzeit mitnehmen“, sagte Kleinschrodt. Doch seine Mannschaft leistete sich eine Nachlässigkeit. Pfullingen bekam etwas Raum, wurde nicht richtig angegriffen und Aleksandar Krsic glich noch vor dem Seitenwechsel aus.

Auch nach der Pause fehlte kurz die Konsequenz. Auf einen Einwurf folgte ein Ballverlust im Mittelfeld und den Pass in die Spitze verwertete Matthias Dünkel zum 2:1. „Wir sind dann schon angerannt“, sagte Kleinschrodt. Aber es gelang dem FSV nicht, klare Möglichkeiten herauszuspielen. Doch wenn mal ein Abschluss gefährlich wurde, entschärfte ihn Torhüter Becker. So blieb es bei der 1:2-Niederlage, vor und nach der sich der Hollenbacher Trainer über die Platzwahl der Gastgeber ärgerte. Er sagte aber auch: „Die haben sich reingehauen als wäre es das Champions-League-Finale. Die sind mit dem durchgekommen, was sie wollten.“ hesch