Fußball

Kreisliga B4 Hohenlohe, Staffel 3 FC Billingsbach und SGM Creglingen II/Bieberehren müssen ihre Spitzenpositionen jeweils auswärts verteidigen / Top-Spiel steigt beim SV Sindelbachtal

TSV Dörzbach/Klepsau reist zum Gipfeltreffen nach Marlach

Archivartikel

Am sechsten Spieltag hat es nun auch den SV Berlichingen/Jagsthausen das erste Mal erwischt. Im Verfolgerduell in Creglingen behielten die Platzherren mit 2:0 die Oberhand und damit ihre blütenweiße Weste. Sollte die SGM Creglingen II/Bieberehren auch heute Abend im Altkreisduell in Neunkirchen auf Erfolgskurs bleiben, winkt den Taubertälern zumindest für ein paar Stunden die Tabellenführung. Das Gipfeltreffen des siebten Spieltags findet allerdings morgen in Marlach statt, wo der ebenfalls noch verlustpunktfreie SV Sindelbachtal den ungeschlagenen Spitzenreiter und Nachbarn TSV Dörzbach/Klepsau herausfordert. Der SVS nahm die Hürde in Mulfingen mit 2:0, der A3-Absteiger kanzelte zuletzt den SV Rengershausen mit 5:0 ab. Auch der Tabellenzweite FC Billingsbach, der den SVR nun vor die nächste hohe Hürde stellt, bekräftigte seine Aufstiegsansprüche mit einem deutlichen 4:0-Heimsieg gegen den TSV Laudenbach. Letzterer erwartet nun den SV Edelfingen II, der sich im Derby mit dem TSV Althausen/Neunkirchen die Punkte teilte. Im zweiten Jagsttalduell am Nationalfeiertag kämpfen der SV Berlichingen/Jagsthausen und der TSV Hohebach um den Anschluss an die Spitzengruppe. Der SV Wachbach II hofft nach seinem 6:3-Derbysieg gegen die nun spielfreie SGM Markelsheim/Elpersheim II beim Schlusslicht in Schrozberg nachlegen zu können, die SGM Weikersheim/Schäftersheim gegen die SGM Mulfingen II/Hollenbach II auf den zweiten Heimsieg.

SV Sindelbachtal – TSV Dörzbach/Klepsau. In unserer Umfrage vor der Saison wurden der TSV Dörzbach/Klepsau und der SV Sindelbachtal am häufigsten mit Vorschusslorbeeren bedacht. Bisher sind beide Clubs diesen Erwartungen gerecht geworden, so dass das Derby in Marlach nicht nur das erwartete, sondern auch das tatsächliche B4- Gipfeltreffen ist. Der SVS gewann bei der SGM Mulfingen II/Hollenbach II auch sein fünftes Saisonspiel und die Generalprobe des A3-Absteigers war mit 5:0 gegen den SV Rengershausen ebenfalls gelungen. Der Spitzenreiter hat ein Spiel mehr als sein Gastgeber ausgetragen und bisher lediglich beim 1:1 in Berlichingen Federn gelassen. Ein Remis wäre auch morgen im für beide Nachbarn richtungsweisenden Spitzenspiel in Marlach kein unerwarteter Spielausgang.

TSV Althausen/Neunkirchen – SGM Creglingen II/Bieberehren. Im Gegensatz zu den beiden Favoriten aus dem Jagsttal gehörte die SGM Creglingen II/Bieberehren im Vorfeld nicht zu den Titelaspiranten und ist mit makellosen 15 Punkten aus fünf Spielen deshalb die bislang größte positive Überraschung der noch jungen Saison 19/20. Spätestens am letzten Sonntag legten die Taubertäler mit 2:0 gegen den zuvor ebenfalls noch ungeschlagenen SV Berlichingen/Jagsthausen erfolgreich ihre Reifeprüfung ab – schließlich hatte der SVB zuvor dem Spitzenreiter den bislang einzigen Punktverlust und dem Zweiten FC Billingsbach die einzige Niederlage beigebracht. Das Team von Peter Deppisch darf nun nur nicht abheben. Schon die nächste Aufgabe im vorgezogenen Spiel heute Abend Uhr) beim TSV Althausen/ Neunkirchen ist schwerer als es die Tabelle nahezulegen scheint. Die Gastgeber wollen nach bereits drei Heimniederlagen unbedingt das erste Erfolgserlebnis vor eigenem Publikum. SV Rengershausen – FC Billingsbach. Auch für den FC Billingsbach war das überraschend deutliche 4:0 gegen den TSV Laudenbach bereits der fünfte Saisonsieg. Allerdings hat die Elf von Christian Schneider bereits ein Spiel mehr bestritten als die punktgleichen Teams des SV Sindelbachtal und der SGM Creglingen II/Bieberehren. Auch beim SV Rengershausen, der zuletzt viermal in Folge verloren hat und nur aufgrund der etwas besseren Tordifferenz vor Schlusslicht TSV Schrozberg platziert ist, sind die Billingsbacher klarer Favorit. Seit dem Abstieg des Blaufeldener Teilortclubs aus der A3 am Ende der Saison 2016/2017, traf man sich zweimal auf dem Waldsportplatz, der FCB entführte jeweils alle drei Zähler.

SV Berlichingen/Jagsthausen – TSV Hohebach. Der SV Berlichingen/Jagsthausen hat wie sein Gast aus Hohebach bislang ein Spiel verloren – beide Jagsttalclubs blieben in Creglingen auf der Strecke. Um auf Tuchfühlung zum Spitzenquartett zu bleiben hilft beiden Kontrahenten nur ein Sieg weiter, so dass mit einem offenen Schlagabtausch zu rechnen ist. Der TSV Hohebach löste zuletzt seine Hausaufgabe gegen Schlusslicht TSV Schrozberg souverän und landete mit 3:0 seinen dritten Heimsieg – das Team von Joe Strauß-Brix muss nun in Jagsthausen zeigen, dass es auch auswärts gewinnen kann. Der SVB hat wie sein Gast bereits drei Heimspiele bestritten. Gegen den Dörzbach/Klepsau und die SGM Mulfingen II/Hollenbach II reichte es allerdings nur zu Punktteilungen.

SGM Weikersheim/Schäftersheim II – SGM Mulfingen II/Hollenbach II. Beide Teams blieben bislang hinter den Erwartungen zurück. Die zuletzt spielfreien Gastgeber haben vier ihrer fünf Spiele verloren und gehören zum Kellertrio, die neugegründete SGM Mulfingen II/Hollenbach II, die am Sonntag vor eigenem Publikum gegen den SV Sindelbachtal mit 0:2 den Kürzeren zog, hat in sechs Begegnungen erst fünf Tore erzielt und sieben Zähler auf dem Konto (Letztere allerdings alle auswärts) verbucht. Den Gastgebern gelang ihr bislang einziger Sieg im letzten Heimspiel gegen den SV Rengershausen.

TSV Schrozberg – SV Wachbach II. Die Hoffnungen auf eine bessere Saison haben sich für den Drittletzten des Vorjahres bislang nicht erfüllt, denn dem 2:0-Startsieg gegen die SGM Mulfingen II/Hollenbach II folgten fünf Niederlagen in Serie. Auch in Wachbach ist man mit sechs Punkten aus fünf Spielen sicher nicht zufrieden. Kann das Team von Christoph Tremmel nun mit einem Auswärtssieg beim Schlusslicht für eine ausgeglichene Bilanz sorgen? Die Statistik spricht klar für die Zweite des SVW, die nur eines ihrer letzten acht Spiele gegen Schrozberg verloren hat und sich im Vorjahr in beiden Partien mit jeweils zwei Toren Unterschied durchsetzte. TSV Laudenbach – SV Edelfingen II. Zwei Niederlagen – zwei Siege und dann wieder zwei Niederlagen – nach sechs Spielen hat der TSV Laudenbach bescheidene sechs Zähler auf dem Konto, zwei mehr als der SV Edelfingen II, der nach seinem 2:1- Premierensieg gegen Schrozberg zuletzt im Derby gegen den TSV Althausen/Neunkirchen seinen zweiten Dreier vor eigenem Publikum ganz knapp verpasste und erst in der letzten Minute den Ausgleichstreffer der Gäste zum 3:3 hinnehmen musste. Auswärts gelangen der Edelfinger Zweiten in drei Spielen zwar insgesamt beachtliche acht Tore, ein zählbarer Erfolg auf Gegners Platz blieb dennoch bislang aus. Die Hausherren müssen sich am Riemen reißen, wenn es dabei bleiben soll. hw