Fußball

Bezirksliga Hohenlohe Aufsteiger SV Westheim ist am Samstag gegen Wachbach auf der Suche nach dem ersten Dreier

Torjäger Marco Schmieg fällt weiter aus

Archivartikel

Nun hat es in der Bezirksliga auch Obersontheim erwischt. Nach acht Siegen in Serie musste sich der Tabellenführer dem TSV Michelfeld mit 0:2 geschlagen geben. Ilshofen II konnte dies nicht nutzen, da es gegen Neuenstein nur eine Punkteteilung gab. Neuer Zweiter ist nach dem Sieg in Niedernhall/Weißbach der SV Wachbach. Überraschend steht Aufsteiger Leukershausen-Mariäkappel auf Platz fünf. Bereits am Samstag empfängt Wachbach den Aufsteiger Westheim und im Mittelpunkt am Sonntag steht das Taubertal-Derby in Edelfingen, dort ist Mitaufsteiger Weikersheim/Schäftersheim zu Gast.

SV Wachbach – SV Westheim: Im Spitzenspiel in Niedernhall holte sich Wachbach den Sieg und rückte nach nun vier Spielen ohne Niederlage wieder auf Platz zwei der Tabelle vor. „Das war ein ganz wichtiger Sieg gegen einen wirklich starken Gegner“ erklärte Trainer Arben Kaludra nach der Partie. „Wir haben vor allem spielerisch wieder überzeugt und viele Chancen herausgespielt.“ Mit Aufsteiger Westheim kommt nun am Samstag (15.30 Uhr) eine Mannschaft, die auf der Suche nach dem nächsten Dreier ist. Nach vier Niederlagen gab es zuletzt einen Sieg und ein Remis, Wachbach muss also auf der Hut sein. Schon im Pokal hatte Wachbach Mühe zu gewinnen, das sieht auch Kaludra so. „Gegen Westheim werden die Räume wieder deutlich enger. Im Pokalspiel sind sie sehr kompakt aufgetreten, und es hat lange gedauert, das Spiel zu entscheiden (89. Minute durch Marco Schmieg). Wir müssen viel Druck machen, dürfen dabei aber die schnellen Spitzen nicht ins Spiel kommen lassen.“ Bei Wachbach wird der angeschlagene Torjäger Marco Schmieg weiter fehlen. „Er soll seine Verletzung erstmal richtig auskurieren.“

SV Edelfingen – SGM Weikersheim/Schäftersheim: Nach der Partie gegen Wachbach (0:7) erwartet der SV Edelfingen im zweiten Taubertal-Derby den Mitaufsteiger Weikersheim/Schäftersheim und hofft dabei auf ein besseres Resultat. Denn Edelfingen hat noch keinen Heimsieg – die Gäste noch keinen Auswärtssieg. Die Bilanzen der beiden Teams sind identisch: 0-1-3. Die Partie in Untermünkheim hat Edelfingens Coach Martin Schabert abgehakt. „Untermünkheim hat gezeigt, dass sie das Spiel unbedingt gewinnen wollten. Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen, haben im gesamten Verlauf unter unseren Möglichkeiten und Erwartungen gespielt.“ Für Schabert ist das Derby schon „standortbestimmend. Die Frage ist ob wir die Abwärtsspirale stoppen können. Die Liga ist so nah zusammen, jeder kann jeden schlagen, da gilt es natürlich gegen einen Mitkonkurrenten zu punkten. Ich glaube, es wird ein sehr enges Spiel, man kennt sich, schätzt die sportlichen Leistungen und uns ist natürlich auch der Aufwärtstrend von Weikersheim nicht verborgen geblieben.“ Zwei Edelfinger Spieler sind angeschlagen.

Für SGM-Trainer Edgar Klärle war letzte Woche nur das Ergebnis relevant. „Das war in Ordnung, mit dem Spiel war ich eher nicht zufrieden. Aber in unserer Situation und bei der Personallage waren vor allem die drei Punkte wichtig.“ Auch in Edelfingen will Klärle punkten. „Sie haben sich gut verstärkt“, meint Klärle, „und sie sind auch besser gestartet als wir. Für uns wird es auf jeden Fall schwer, aber es ist ja auch ein Derby.“ Zu den bisherigen Ausfällen muss weikersheim/Schäftersheim zusätzlich auf Torhüter Daniel Schober (beruflich verhindert) verzichten.

Spfr. Bühlerzell – TSV Michelfeld: Nach der fünften Saisonniederlage, die sich die Sportfreunde alle auswärts „abgeholt“ haben, liegt Bühlerzell im Tabellenkeller und ist damit mitten im Abstiegskampf. Wann kann der Abwärtstrend endlich gestoppt werde, fragen sich Spieler und Verantwortliche. Dass gegen Michelfeld der Befreiungsschlag kommt erscheint eher unwahrscheinlich, haben die Michelfelder doch gerade dem bisher ungeschlagenen Tabellenführer Obersontheim die erste Saisonniederlage beigebracht.

TSV Obersontheim – Spfr. Leukershausen-Mariäkappel: Dass dieses Spiel des Titelfavoriten gegen den Aufsteiger am zehnten Spieltag zum Topspiel wird hatte niemand auf der Rechnung. Obersontheim kassierte letzte Woche die erste Saisonniederlage, wird dadurch aber wohl nicht aus der Bahn geworfen werden. Allerdings darf die Nagumanov-Truppe den kessen Aufsteiger nicht auf die leichte Schulter nehmen. Der hat buchstäblich derzeit eine breite Brust und vor allem eine sichere Abwehr mit erst neun Gegentoren, was Liga-Bestwert ist. Ob sie auch dem treffsichersten Angriff (37 Tore) der Liga standhalten kann? Die Tatsachen sprechen klar für Obersontheim und alles andere als ein klarer TSV-Sieg wäre eine Sensation.

TSV Dünsbach – VfL Mainhardt: Das war für Dünsbach eine böse Überraschung: 0:4 beim Aufsteiger verloren, um zwei Plätze in der Tabelle abgerutscht und die dritte Niederlage auswärts kassiert. Das verlang nach Wiedergutmachung. Auf eigenem Platz lief es bisher besser, aus den letzten drei Spielen gab es zwei Siege und ein Remis. Mit Mainhardt kommt nun aber eine Mannschaft, die nach dem Trainerwechsel seit vier Spielen ungeschlagen ist. Mainhardt hat auswärts in vier Spielen erst einmal verloren.

Altenmünster/ESV Crailsheim – Niedernhall/Weißbach: Nach der sechsten Saisonniederlage hat Altenmünster /ESV Crailsheim die Rote Laterne übernommen und mit fünf Punkten die wenigsten aller Mannschaften gesammelt. Zuletzt gab es vier Niederlagen in Serie, ein totaler Absturz. Mit dem Tabellenvierten Niedernhall/Weißbach wartet nun ein harter Brocken auf die SGM. Die Gäste kassierten nach zuvor vier Spielen ohne Niederlage gegen Wachbach ihre erste Heimniederlage. Sie liegen nur drei Zähler hinter Ilshofen II und Wachbach und wollen mit einem Sieg in Altenmünster dranbleiben.

SSV Gaisbach – TSV Ilshofen II: Nach acht Minuten in Führung gegangen war Gaisbach beim Spiel in Westheim, es reichte aber wieder nicht zu einem Sieg. In der 87. Minute kassierte der Landesligaabsteiger noch den Ausgleich. Die Saison läuft eher schlecht für Gaisbach, das mit zehn Punkten im Mittelfeld dahindümpelt. Mit dem Dritten Ilshofen II kommt nun kein Aufbaugegner sondern eine Spitzenmannschaft. Die Gäste haben auswärts zweimal gewonnen, einmal remisiert und einmal verloren.

TSV Neuenstein – TuRa Untermünkheim: Mit dem 1:1-Unentschieden in Ilshofen sorgte Neuenstein letzten Sonntag für eine Überraschung. Dennoch rutschte die Elf mit erst sechs Punkten um einen Rang auf den vorletzten Tabellenplatz. Untermünkheim hat sich längst wieder gefangen und nur einmal in den letzten fünf Spielen verloren. Da die Punkteabstände sehr gering sind, ist noch viel möglich und mit einem Sieg ein großer Sprung in der Tabelle drin.