Fußball

Kreisliga Tauberbischofsheim Die beiden schwächsten Defensiven der Liga treffen in Pülfringen aufeinander

Tabellennachbarn im Duell

Archivartikel

Nach dem umkämpften Remis gegen Unterschüpf/Kupprichhausen hat Türkgücü Wertheim das am Mittwoch ausgetragene Nachholspiel gegen Kreuzwertheim mit 3:1 für sich entschieden. Entsprechend motiviert dürfte das Team beim VfB Reicholzheim/Dörlesberg auflaufen. Auch der VfB durfte nach einem verkorksten Auftakt zuletzt einen ersten Sieg bejubeln, so dass man auch auf einen starken Auftritt der Heimmannschaft hoffen darf. Die Schwächen beider Mannschaften liegen bis dato klar in der Defensive, die mit je mehr als zwei Gegentoren pro Spiel einiges an Angriffsfläche bietet. Fraglich wird sein, wie gut die schnelle Offensive der Reicholzheimer mit der harten Gangart der Wertheimer umgeht – ein hitziges Derby wird es wohl jedoch allemal.

Durch den Spielabbruch gegen Tauberbischofsheim durfte der FC Külsheim seine „Weiße Weste“ noch etwas weiter wahren. Dass die Siegesserie der „Brunnenstädter“ jedoch im Spiel beim TSV Unterschüpf/Kupprichhausen weiter anhält, scheint mehr als fraglich. Auch wenn die Unterschüpfer zuletzt ein Remis gegen Türkgücü Wertheim hinnehmen mussten, kann man auf einen starken Auftakt zurückblicken. Sicherlich sind die Külsheimer auf der anderen Seite bislang ohne Verlustpunkt, doch wird man mit der „Schüpfer“ Offensive, die mit 19 Treffern die beste der Liga darstellt, wohl einige Probleme bekommen. Dennoch hat der TSV am Sonntag einen Wermutstropfen zu verkraften: Mit dem gesperrten Nikola Ilic fehlt den Hausherren der derzeit beste Torschütze der Spielklasse.

Der TuS Großrinderfeld hat sich zuletzt richtig Luft verschafft und zwei Siege in Serie mit zusammengenommen zehn Treffern gelandet. Dass die Leistungskurve der „Schwarz-Weißen“ steil nach oben zeigt, will man nun auch auswärts gegen die Kickers DHK Wertheim unter Beweis stellen. Ein Selbstläufer wird die Partie für den TuS jedoch nicht – immerhin haben die Kickers bislang immer wieder starke Ergebnisse eingefahren, was sie derzeit im oberen Tabellendrittel verweilen lässt. Während der TuS am Sonntag wohl erneut auf seine starke Offensive hoffen wird, ist das Markenzeichen der Wertheimer ihre starke Hintermannschaft (sechs Gegentore). Auch die junge Historie dieses Duells spricht eher für die Kickers: In den bislang drei Aufeinandertreffen hat Wertheim zwei für sich entschieden.

Das Duell zwischen dem SV Pülfringen und dem TSV Kreuzwertheim ist nicht nur eines von zwei Kellerkindern, sondern gleichzeitig das Aufeinandertreffen der beiden schwächsten Defensiven der Liga. Beide Mannschaften mussten bislang immer wieder hohe Pleiten hinnehmen, die dem Selbstverständnis der Clubs eher wenig geholfen haben dürften. Im Gegensatz zu den punktlosen Kreuzwertheimern hat der SVP jedoch zumindest einen Sieg eingefahren, was ihn eine leichte Favoritenrolle für Sonntag übernehmen lässt. Diese Partie wird in jedem Fall eine richtungsweisende werden. Während Pülfringen im Falle eines Sieges in das gesicherte Mittelfeld vordringen würde, könnte der Abstand der Kreuzwertheimer auf das rettende Ufer vorerst deutlich anwachsen.

Nachdem sich der SV Wittighausen/Zimmern nach eher mauem Auftakt zuletzt wieder etwas gefangen hatte, musste man am vergangenen Wochenende die dritte Saisonniederlage hinnehmen. Gegen den schwachen VfR Gerlachsheim hat man nun die Chance, sich schnell wieder in das gesicherte Mittelfeld zu schieben und gleichzeitig den Vorsprung auf die unteren Plätze auszubauen. Auch wenn der SVW besonders in der Defensive immer wieder Probleme hatte, sollte man sich am Sonntag nur mit einem Sieg zufriedengeben dürfen. Währenddessen muss Gerlachsheim aufpassen, den Anschluss an das rettende Ufer vorerst nicht gänzlich aus den Augen zu verlieren. Sollte am Sonntag keine deutliche Leistungssteigerung erfolgen, könnte den VfR ein bitterer Herbst erwarten.

Beim TSV Gerchsheim wird man mit dem bisherigen Verlauf zufrieden sein. Trotz der Niederlage gegen Brehmbachtal steht man derzeit gut dar, wobei die Plätze im gesicherten Mittelfeld weiter fest im Blick sind. Trotz der bislang gezeigten Leistungen sollte man sich im Heimspiel gegen den TSV Tauberbischofsheim nicht allzu viel ausrechnen. Die Kreisstädter sind bislang eine ganz eigene Marke. Ohne ein einziges Gegentor hinnehmen zu müssen, stehen die Tauberbischofsheimer verlustpunktfrei an der Spitze. Einen Trumpf hat Gerchsheim jedoch im Ärmel: Trotz der unterschiedlichen Ambitionen hat man in drei Aufeinandertreffen zwei für sich entschieden. Ob man dem Prädikat „Angstgegner“ auch weiterhin gerecht wird, zeigt sich am Sonntag.

Sowohl die DJK Unterbalbach als auch der 1. FC Umpfertal sind mit meist ordentlichen Leistungen aufgefallen. Für die Tabellennachbarn wird es im direkten Duell darum gehen, weitere Zähler zu generieren, um den Blick weiter nach oben richten zu können. Im Vorfeld der Partie fällt es schwer, einen Favoriten auszumachen. Leichte Vorteile könnten die Umpfertaler jedoch inne haben: Während die DJK bereits elf Gegentore kassierte, zeigte der FC mit zehn eigenen Treffern, dass man gegen anfällige Defensiven einiges ausrichten kann.

Für den FV Brehmbachtal ist die bisherige Saison ein einziges Auf und Ab. Zu Hause wurde noch kein einziges Punkt geholt, auswärts dafür alle. Durch den Sieg gegen Gerchsheim dürften die Jungs von Michael Karle jedoch ordentlich Kraft für die schwere Aufgabe gegen den TSV Schwabhausen/Windischbuch getankt haben. Der TSV wurde bislang seiner ambitionierten Rolle gerecht und steht mit zwölf Zählern aus fünf Partien am oberen Ende der Tabelle. Dass man gegen Brehmbachtal Punkte liegen lässt scheint bei einem Blick auf die bisherigen Verhältnisse also eher unwahrscheinlich. Dennoch darf man an dieser Stelle nicht außer Acht lassen, dass der FVB den TSV Tauberbischofsheim bereits an den Rand eines Punktverlusts gebracht hat.