Fußball

Kreisliga B4 Hohenlohe Die Spitzenteams stehen vor heiklen Aufgaben / Lokalderbys in Laudenbach und Creglingen / „Herbstmeister“ Hohebach ist in Neunkirchen gefordert

SV Harthausen ist heiß auf die Revanche für Hinspiel-Pleite

Nach langer Winterpause stehen noch neun der 13 Hohenloher B4-Clubs in den Startlöchern, da am vergangenen Wochenende vier der sechs angesetzten Spiele den widrigen äußeren Bedingungen zum Opfer fielen.

Der TSV Laudenbach nutzte seine Chance und sicherte sich beim Schlusslicht in Mulfingen den obligatorischen Dreier und schob sich damit auf Rang drei vor. Vizemeister SV Wachbach II und die SGM Creglingen II/Bieberehren teilten sich die Punkte. Am Sonntag haben die vier Spitzenteams der Fußball-Kreisliga B4 Hohenlohe durchweg heikle Aufgaben zu bewältigen. Spitzenreiter TSV Hohebach muss zum Duell zweier Ex-A-Ligisten in Neunkirchen antreten, der SV Harthausen will sich auf dem heimischen Waldsportplatz gegen den FC Billingsbach für die 1:2-Hinspielniederlage revanchieren. Der Tabellenzweite SGM Weikersheim/Schäftersheim II steht in Creglingen auf dem Prüfstand, und im zweiten Mergentheimer Altkreisduell erwartet der TSV Laudenbach den SV Rengershausen, gegen den er sich in den letzten Heimspielen äußerst schwer tat. Die SGM Markelsheim/Elpersheim II will im Heimspiel gegen den TSV Blaufelden beweisen, dass sie sich seit der 0:6- Hinspielschlappe deutlich gesteigert hat. In Schrozberg hofft der Tabellenvorletzte gegen den SV Wachbach II auf den ersten zählbaren Erfolg vor eigenem Publikum. Spielfrei ist Schlusslicht SV Mulfingen II.

TSV Althausen/Neunkirchen – TSV Hohebach (Vorrunde 0:2): Wider Erwarten behauptete der spielfreie TSV Hohebach zum Rückrundenstart den Platz an der Sonne, da die beiden schärfsten Verfolger SGM Weikersheim/Schäftersheim II und SV Harthausen witterungsbedingt ebenfalls nicht im Einsatz waren. Nun muss das Team von Sebbi Rizza beim alten Bekannten in Neunkirchen antreten. Die Gastgeber haben sich nach schwierigem Saisonauftakt im Verlauf der Vorrunde gesteigert und die erste Halbserie auf Rang acht abgeschlossen. Kann der Bad Mergentheimer Teilortclub dem Tabellenführer ein Bein stellen? Schon ein Remis wäre ein durchaus ansehnlicher Erfolg für die Hausherren.

SV Harthausen – FC Billingsbach (Vorrunde 1:2): Der SV Harthausen hofft auf Schützenhilfe aus Neunkirchen und Creglingen und zugleich auf Revanche für die Hinspielniederlage beim FC Billingsbach. Die Ott-Truppe will es dieses Jahr wissen, und den Tabellenvierten trennen lediglich zwei Zähler vom führenden TSV Hohebach. Im vorderen Tabellenbereich hatte man eigentlich auch den FC Billingsbach erwartet, der aber bislang stark enttäuschte und nur vier seiner 12 Vorrundenspiele gewonnen hat. Dazu kommen fünf Punkteteilungen, vier davon in den letzten fünf Spielen – zu wenig, um der Favoritenrolle gerecht zu werden. Der FCB hat sechs Zähler weniger als sein Gastgeber auf dem Konto und ist lediglich in der Grauzone des Tabellenmittelfeldes angesiedelt. Dennoch muss ich der SV Harthausen auf eine schwere Hausaufgabe einstellen.

SGM Creglingen II/Bieberehren – SGM Weikersheim/Schäftersheim II (Vorrunde 0:0): Der Tabellenzweite ist bis auf einen Punkt an Hohebach dran und will nun im Lokalderby in Creglingen seine Ansprüche untermauern, nachdem es im Hinspiel in Schäftersheim nur zu einem leistungsgerechten torlosen Remis reichte. Die SGM Creglingen II/Bieberehren konnte sich nach trostlosem Vorrundenausklang mit dem 1:1 in Wachbach etwas rehabilitieren und will nun gegen den Nachbarn nachlegen. Dieser fühlt sich in dieser Saison allerdings auf Gegners Platz pudelwohl und ist noch ohne Auswärtsniederlage (vier Siege, zwei Unentschieden). Die Heimbilanz des Tabellenneunten ist dagegen lediglich ausgeglichen (2-1-2).

TSV Laudenbach – SV Rengershausen (Vorrunde 3:2): Durch einen lupenreinen Hattrick von Tim Silberzahn lag der TSV Laudenbach bei Schlusslicht SV Mulfingen schon zum Halbzeitpfiff komfortabel vorn und das Gegentor vor Schluss war lediglich ein kleiner Schönheitsfehler. Auch weil die drei schärfsten Konkurrenten nicht im Einsatz waren, haben sich die Vorbachtäler auf Rang drei vorgeschoben. Diese gute Ausgangsposition will man nun im Heimspiel gegen den SV Rengershausen festigen. Für den aktuellen Tabellenzehnten war allerdings in den letzten Jahren der Sportplatz am Vorbach ein gutes Pflaster. Der letzte Dreier des TSV vor eigenem Publikum gegen den SVR datiert vom November 2014. Es folgten zwei deftige Heimschlappen und im Vorjahr eine Punkteteilung.

TSV Schrozberg – SV Wachbach II (Vorrunde 1:3): Ein halbes Dutzend Heimspiele hat der TSV Schrozberg in der ersten Halbserie absolviert – die Punkte gingen aber ausnahmslos an die Gastmannschaften. Nun hofft auch Vorjahresvizemeister SV Wachbach, von der eklatanten Heimschwäche des Tabellenvorletzten profitieren zu können, nachdem das Team von Christoph Tremmel zum Rückrundenauftakt gegen die SGM Creglingen II/Bieberehren auf der Stelle trat und sich vor eigenem Publikum mit einem 1:1 begnügen musste. Damit sind die Wachbacher mit bereits sechs Punkteteilungen Remiskönig der Liga. Darf sich nun auch der TSV Schrozberg über einen Zähler freuen?

SGM Markelsheim/Elpersheim – TSV Blaufelden (Vorrunde 0:6): Die SGM Markelsheim/Elpersheim hat nach den deutlichen Auftaktniederlagen gegen Billingsbach und Blaufelden die Rolle des Punktelieferanten abgelegt und liegt fünf Zähler vor dem Schlussduo. Mit einem beeindruckenden 3:0-Auswärtssieg in Rengershausen hat sich das Vorjahresschlusslicht in die Winterpause verabschiedet und will nun im ersten Spiel der Rückrunde auch dem TSV Blaufelden Paroli bieten. Der Tabellenfünfte will seinen Abstand zum Spitzenquartett verringern und benötigt am Sonntag in Markelsheim dringend erneut die drei Zähler gegen die Taubertäler. hw