Fußball

Bezirksliga Hohenlohe Der SV Edelfingen wartet immer noch auf den ersten Heimsieg / Verletzungsgeplagte Wachbacher müssen zum Tabellenzweiten nach Ilshofen

SV erlebt ein echtes „Seuchenhalbjahr“

Archivartikel

In der Bezirksliga wartet der SV Edelfingen immer noch auf den ersten Heimsieg – auch im Derby gegen Weikersheim/Schäftersheim gab es eine Niederlage, es war die dritte in Folge. Bedingt durch den Spielausfall in Wachbach konnte Ilshofen II an Wachbach vorbeiziehen und nimmt nun Platz zwei ein. Klassenprimus aber bleibt der TSV Obersontheim, der den neunten Saisonsieg einfahren konnte. Ilshofen und Wachbach treffen nun direkt aufeinander. Die Edelfinger haben ein schweres Auswärtsspiel in Michelfeld zu absolvieren, und Weikersheim/Schäftersheim kann zuhause gegen Neuenstein nachlegen.

Spfr. Leukershausen-Mariäkappel – VfL Mainhardt: Das war schon eine außergewöhnlich starke und couragierte Leistung des Aufsteigers beim Tabellenführer in Obersontheim. Selbst ein 0:2-Rückstand konnte Leukershausen nicht aus der Fassung bringen, es gelang noch der Ausgleich, ehe TSV-Spielertrainer Nagumanov in der letzten Viertelstunde den Spitzenreiter wieder auf die Siegesstraße brachte. Gegen Mainhardt gehen die Sportfreunde als Favorit ins Rennen: Die letzten drei Heimspiele gewann Leukershausen, während Mainhardt auswärts dreimal remisierte, zweimal verlor und noch keinen Sieg erringen konnte.

SGM Niedernhall/Weißbach – TSV Dünsbach: Nach dem etwas mühevollen Sieg in Altenmünster bleibt die SGM Niedernhall/Weißbach im Kampf um Platz zwei weiter gut im Rennen. Der Rückstand beträgt nur drei Punkte. Soll dies so bleiben, muss im Spiel gegen Dünsbach ein Erfolg her. Doch auch die Gäste sind ambitioniert und wollen vorne mitmischen. Nur mit Glück gewann Dünsbach das letzte Match zuhause gegen Mainhardt und muss schauen, dass es nun auch auswärts wieder besser läuft. Da gab es neben zwei Siegen bereits drei Niederlagen.

TSV Obersontheim – Spfr. Bühlerzell: Dank einer Energieleistung schaffte es der Spitzenreiter, den starken Aufsteiger Leukershausen-Mariäkappel niederzuhalten. Es war der neunte Saisonsieg, der Abstand zum Zweiten Ilshofen konnte gehalten werden. Mit Bühlerzell kommt nun ein leichter Gegner. Seit vier Spielen gelang kein Sieg mehr, in dieser Saison gab es bisher erst zweimal Grund zum Jubeln für die Bühlerzeller. In diesem Derby gab es seit 2006 insgesamt 23 Begegnungen, von denen Obersontheim zwölf gewonnen hat. Der letzte Bühlerzeller Erfolg datiert vom April 2017.

TSV Michelfeld – SV Edelfingen: Das Warten auf den ersten Heimsieg in der Bezirksliga geht für den SV Edelfingen weiter. „Wir haben noch nicht des Rätsels-Lösung, warum wir zu Hause nicht so erfolgreich sein können wie auswärts“, sagt Trainer Martin Schabert. „Wir haben eigentlich eine Menge investiert, versucht, nach vorn zu spielen und Chancen zu kreieren, aber an dem Tag ging einfach keiner rein. Uns hilft es auch nicht, wenn der Schiedsrichter mir nach dem Spiel sagt, dass unser 1:0 doch wohl ein regulärer Treffer war. Fazit, zwei individuelle Situationen haben dazu geführt, dass wir das Spiel gegen Weikersheim, die ersatzgeschwächt angetreten sind, verloren haben.“ Michelfeld, das nach drei Niederlagen zuletzt dreimal in Serie gewann, will mit einem Sieg in der Spitzengruppe bleiben. „Wir haben nur einen kleinen Kader und aktuell werden uns zwei Leistungsträger voraussichtlich am Sonntag nicht zur Verfügung stehen. Nicht gerade eine gute Ausgangsbasis gegen einen starken Gegner. Wir haben ja eh nichts zu verlieren und fahren da aber nicht hin um kampflos die Punkte abzuliefern.“

SGM Weikersheim/Schäftersheim – TSV Neuenstein: Trotz personeller Sorgen und dem kurzfristigen Ausfall von Torjäger Yassine Zienecker kam die SGM Weikersheim/Schäftersheim im Aufsteigerduell in Edelfingen zum dritten Saisonsieg. Dadurch gelang ein Sprung in der Tabelle von Rang 14 auf Rang neun. Mit Neuenstein kommt nun eine Mannschaft auf Augenhöhe - das heißt: dieses Heimspiel sollte die SGM gewinnen. Die Gäste haben seit dem zweiten Spieltag keine Partie mehr gewonnen und liegen auf dem vorletzten Tabellenplatz. Zuletzt gab es zweimal ein Remis

TuRa Untermünkheim – SSV Gaisbach: Seit drei Spielen ist der TuRa Untermünkheim ungeschlagen und kletterte inzwischen auf Platz acht der Tabelle. In Neuenstein gab es zuletzt allerdings nur ein Unentschieden. Der Abstand zu einem Abstiegsplatz beträgt nur drei Punkte, die Punkte jetzt gegen Gaisbach zu holen, das nur einen Zähler weniger hat, wäre natürlich das non plus Ultra. Die Gaisbacher haben keines der letzten vier Spiele gewonnen und unterlagen zuletzt dem neuen Tabellenzweiten Ilshofen knapp mit 0:1.

TSV Ilshofen II – SV Wachbach: Dass die Partie letzten Samstag gegen Westheim ausgefallen ist – der Platz stand in der Mitte unter Wasser - war für Trainer Arben Kaludra nur ein schwacher Trost. Denn die Personalsituation ist beim SV momentan kritisch. „Bei unserem Verletzungspech kann man langsam beinahe von einem Seuchenhalbjahr sprechen. Daher bin ich froh, dass wir dennoch gut dastehen, das ist nicht selbstverständlich. Hinter dem Einsatz vieler Spieler steht ein Fragezeichen. Wir werden wieder mal improvisieren müssen, wollen aber in Ilshofen trotzdem punkten.“ Dem Verfolgerduell sieht das Wachbacher Trainer-Team mit Freude entgegen. „Ich gehe davon aus, dass wir auf Kunstrasen spielen, wo die Gastgeber leichte Vorteile haben könnten. Dazu sind sie offensiv sehr spielstark und haben Perspektivspieler für die Oberliga im Kader, die alle hervorragend ausgebildet sind.“ Ilshofen ist zuhause noch ungeschlagen und liegt drei Punkte vor Wachbach auf Platz zwei. Mit nur neun Gegentoren in zehn Spielen stellen sie die beste Abwehr der Liga.

SV Westheim – Altenmünster/ESV Crailsheim: Aus den letzten sechs Spielen holte Aufsteiger Westheim nur einen Sieg. Gegen das Schlusslicht aus Altenmünster hofft man nun, diesen Negativlauf unterbrechen zu können und mit einem Dreier wieder näher an das Mittelfeld heranzukommen.

Bei den Gästen gab es ja einen Trainerwechsel, der noch keine Früchte getragen hat was die Punkteausbeute angeht. Leistungsmäßig war aber schon eine Steigerung zu erkennen. Westheim kassierte mit 27 Toren die meisten Gegentrferr der Liga, vielleicht eine Chance für die SGM?