Fußball

Nachgehakt Der FC Schweinberg hatte vor der Saison Pech mit der Neugewinnung von Spielern / Beide Favoriten in der „B2“ kassierten Niederlage

Stabile Defensive – lahme Offensive

Archivartikel

Der jüngste Spieltag brachte einige Überraschungen mit sich: Die beiden Favoriten in der Kreisklasse B2, FC Eubigheim und der SV Leibenstadt, verloren jeweils ihre erste Partie in der laufenden Saison; Eubigheim sogar ziemlich deutlich mit 1:4. In der Kreisliga Buchen siegte Landesliga-Absteiger SV Osterburken überraschend gegen den favorisierten VfR Gommersdorf II mit 3:2.

Für den FC Schweinberg hieß es am Ende des achten Spieltags im Oberhaus des Fußballkreises zum zweiten Mal in Folge 0:0 – diesmal gegen Walldürn. Die Nullnummern stehen sinnbildlich für den bisherigen Saisonverlauf des FCS: In der Defensive stabil, dafür geht offensiv nicht viel. Gerade einmal vier Treffer erzielten der FC in sieben Spielen – musste allerdings auch nur neun Gegentore hinnehmen. Trainer Kim Schöne kennt die Gründe: „In der Vergangenheit kassierten wir immer viele Gegentore, deshalb haben wir in der Vorbereitung vermehrt an der Abwehr gearbeitet. Die Offensiven müssen jetzt nach hinten mitarbeiten und deshalb schießen wir nur so wenige Tore.“

Stürmerproblem beim FC

Zu Saisonbeginn fehlten dem FC die Stürmer, „am Sonntag war die Offensive erstmals komplett“, sagt Schöne. Mit Vando Reimann, Markus Dörr und Timo Rüttling hat Schweinberg zwar gute Stürmer, doch es haperte bisher an der Chancenverwertung. Im Januar 2018 wechselte Schweinbergs Top-Torjäger Andy Öchsner zum Landesligisten Hundheim/Steinbach. „Timo hat versucht, in die Fußstapfen von Andy zu treten. Jetzt ist auch er für drei Spiele ausgefallen. Wir versuchen, das in dieser Saison mehr als Mannschaft zu kompensieren“, sagt der Trainer.

Hinzu kommt, dass die gesamte Mannschaft des FC Schweinberg einen Altersdurchschnitt von fast 30 Jahren hat. Für einige Spieler könnte das jetzt die letzte Saison werden. Das Problem hierbei sieht Schöne allerdings schon in der Jugend: „Es gibt ja selbst in der Jugend immer mehr Spielgemeinschaften, mittlerweile spielen die Jungs aus Erftal, Brehmbachtal und Höpfingen zusammen und sind gerade einmal elf Mann. Und so fehlt uns der Nachwuchs.“ Die „Alten“ des FC sind zwar nicht schlecht, dennoch fehlen die jungen, dynamischen Spieler.

„Wir haben in dieser Saison auf dem ,Transfermarkt’ auch ein bisschen Pech gehabt. Wir haben mit vielen Spielern durchaus gute Gespräche geführt, doch am Ende gab es immer wieder Kleinigkeiten, die gegen uns gesprochen haben“, analysiert Kim Schöne weiter. „Es ist schwer, Spieler zu einem Verein wie dem FC Schweinberg zu locken, und das ohne große Geldmittel.“ Zudem glaubt Schöne, dass ein „Bezahl-Fußball“ nicht zur Philosophie des Vereins passen würde.

Der Trainer ist sich dennoch sicher: „Wir werden unsere Chancen noch nutzen und wieder Tore schießen.“ Ein Platz in der oberen Tabellenhälfte soll es am Ende werden für den FC Schweinberg, dafür muss der FC nun aber einen drauf legen.

Favorit wurde gestürzt

Der FC Eubigheim gilt in dieser Saison als das „Non-plus-ultra“ in der Kreisklasse B2. Das Thema Meisterschaft geht nur über den FCE. Die makellose „Weiße Weste“ der Eubigheimer bekam am vergangenen Sonntag erstmals einen Fleck: Im Duell der noch ungeschlagenen Mannschaften verlor der FC deutlich mit 1:4 gegen die „Zweite“ der Spvgg. Hainstadt.

Die Siegesserie des Mitfavoriten SV Leibenstadt ist ebenfalls gerissen, denn der SV verlor in Götzingen knapp mit 0:1. Das ist besonders bitter für die Leibenstadter, denn sie rutschen auf den vierten Tabellenplatz ab. Der Abstand auf den ersten Rang beträgt jetzt schon sechs Punkte, allerdings hat Leibenstadt auch zwei Spiele weniger bestritten als der Tabellenführer Eubigheim.