Fußball

Verbandsliga Nordbaden Gommersdorf trifft auf Weinheim und will den Schwung des jüngsten Sieges mitnehmen

Sinne geschärft, weil TSG in der Fremde stark ist

Aufgeatmet haben sie beim VfR Gommersdorf nach dem 1:0-Erfolg gegen die Spvggg Durlach-Aue. Die vier Niederlagen zuvor hatten den Jagsttälern fast den Glauben an bessere Zeiten geraubt. VfR-Trainer Peter Hogen reflektierte diese deftigen Niederlagen aus einem anderen Blickwinkel: „Das waren ganz starke Mannschaften, die auch alle Oberligaspieler in ihren Reihen haben. Das muss man schon bedenken.“ Die Mannschaftskader der Verbandsliga haben sich in den letzten Jahren schon etwas verändert. „Da es zwischen Mannheim und Karlsruhe keine Oberligamannschaften außer der U23 von Sandhausen gibt, drängen Spieler, denen es für die Regionalliga nicht reicht, in die Verbandsliga. Und da haben wir es halt enorm schwer, gegen solche zu bestehen“, so Hogen.

Am Sonntag (14.30 Uhr) kommt der Traditionsverein TSG Weinheim ins Jagsttal. Der Verein von der Bergstraße ist nicht so in die Saison gestartet, wie er sie sich das vorgestellt hat. Fluktuation (zwölf Spieler verließen den Verein vor der Saison) und Verletzungen verhinderten ein besseres Abschneiden. So steht die Schmitt-Truppe mit 17 Punkten nicht nur zur eigenen Überraschung auf dem ersten Nichtabstiegsplatz. In den jüngsten sieben Spielen gab es nur drei Punkte bei einer sonderbaren Bilanz. Zu Hause vier Mal in Folge verloren und auswärts beim 1. FC Bruchsal, VfR Mannheim und die Spvgg. Neckarelz jeweils ein 1:1, wobei diese drei Mannschaften wirklich keine Laufkundschaft sind. Diese Bilanz sagt: Auswärts kommen die Weinheimer einfach besser zurecht, wenn sie aus einer guten Defensive nach vorne spielen können.

Würzberger zuversichtlich

Die Gommersdorfer haben sicher nicht das Personal, um eine Mannschaft wie Weinheim in Grund und Boden zu spielen. Die Jagsttäler müssen auch gegen die TSG auf ihre Tugenden bauen: Konzentration und Kampf bis zum Abpfiff. Anders ist auch zu Hause nichts zu holen. Mit Blick auf den kommenden Gegner sagt der vorbildliche Mannschaftsspieler Tobias Würzberger noch: „Wir wollen den Schwung vom Durlach-Spiel gegen Weinheim mitnehmen. Wenn wir die Leidenschaft, Laufbereitschaft, Zweikampfhärte und taktische Disziplin wiederholen können, sollten wir auch gegen Weinheim etwas holen.“