Fußball

Fußball Hohenloher A- und B-Ligen sollen völlig neu eingeteilt werden / Halbzeit-Infoabend des Fußballbezirks / 102 Teilnehmer aus 65 Vereinen

Schiedsrichter werden händeringend gesucht

Archivartikel

Beim Halbzeit-Infoabend des Fußballbezirks Hohenlohe begrüßte Bezirksspielleiter Hartmut Megerle 102 Teilnehmer aus 65 Vereinen. Megerle stellte die ersten Arbeitsergebnisse der Arbeitsgruppe „Spielbetrieb“ vor, die beim letzten Staffeltag ins Leben gerufen wurde. Nach rund 35 Jahren soll es eine grundlegende Veränderung der Staffeleinteilungen geben, „die alten Einteilungen der A- und B-Ligen sind inzwischen völlig überholt. Es gibt immer weniger Mannschaften im Spielbetrieb und das sollte man auch bei der Einteilung berücksichtigen“, betonte Megerle.

Neue Einteilung

Die A- und B-Ligen sollen ganz neu eingeteilt werden. „Das sind alles nur Vorschläge. Macht euch jetzt mal Gedanken, und dann wird das Thema beim nächsten Staffeltag im Sommer noch mal auf den Tisch kommen. Dort können wir gemeinsam beschließen, ob wir es so machen wollen oder nicht“, gab Megerle den Fußballabteilungsleitern mit auf den Weg. „Und die Fahrstrecken dürfen nicht zu lang werden.“ Der Verband müsste diesen gravierenden Veränderungen zustimmen.

So könnte die Neueinteilung der Staffeln nach regionalen Gesichtspunkten schon zur Saison 2020/2021 erfolgen. Zudem soll die Staffelsollgröße der drei A-Ligen von 15 auf 14 reduziert werden, „da würden wir vier Spieltage einsparen und könnten so beispielsweise die Ostertage spielfrei halten“. Dies würde allerdings einen verstärkten Abstieg in der Saison 2019/2020 bedeuten. Die Folge wäre dann möglicherweise mehr B-Ligisten. So könnte dann auch wieder eine Kreisliga B5 eingeführt werden. „Da gibt es auch die Überlegung, die Bezirksliga-Reserven wieder in eine Staffel zusammenzupacken“, erklärte Megerle.

„Spielabsagen bei der Reserve müssen die absolute Ausnahme sein“. Megerle forderte die Vereine auf, möglichst einvernehmliche Lösungen für eine Verlegung zu suchen, statt einfach ein Spiel abzusagen. Außerdem wünschte sich der Bezirksspielleiter, dass wieder mehr Reservemannschaften gemeldet werden, statt die zweiten Mannschaften „als Kanonenfutter“ im regulären Punktspielbetrieb mitlaufen zu lassen. In seinem allgemeinen Rückblick auf die Hinrunde freute sich Bezirksspielleiter Hartmut Megerle, dass es keine wetterbedingten Spielausfälle gab. Ein nicht hinnehmbares Ärgernis sei allerdings, dass die verbalen oder gar tätlichen Aggressionen gegenüber den Referees ständig zunähmen, „das muss sich schnell ändern“.

Neue Abstiegsregelung

Die zuletzt vom Verband beschlossene neue Abstiegsregelung stellte Megerle vor. „Es kann theoretisch bis zu sieben Direktabsteiger aus der Bezirksliga geben.“ Es könnte auch in einer A-Liga mehr als zwei Absteiger geben. Um dies aufzufangen, wären allerdings auch hier Umgruppierungen möglich. Dies muss allerdings der Verbandsausschuss noch genehmigen.

Freier Platz wird ausgespielt

Der letzte freie Platz in der Bezirksliga wird zukünftig in einem Halbfinale und einem Finale ausgespielt. Öffentlich wurden die Partien beim Halbzeitstaffeltag ausgelost. (siehe auch Info-Kasten).

Ein großes Problem für den Fußballbezirk ist der Schiedsrichtermangel. „Wir können nicht mehr alle Reservespiele besetzen“, berichtete Bezirksschiedsrichterobmann Volker Stellmach, und forderte die Vereine auf, Teilnehmer für den Neulingskurs zu melden. Gut angenommen wurde der neue Kinderschiedsrichterkurs.

Einen Tag lang werden die 12- bis 14-Jährigen im Vorfeld geschult und dürfen dann E-Junioren-Spiele pfeifen. Die Idee hierbei ist, dass der ein oder andere Gefallen an dem Ehrenamt findet und später einen „richtigen“ Schiedsrichterkurs belegt. „Auch in diesem Jahr ist wieder ein Kurs für Kinder im März/April geplant.“ Stellmach appelliert an die Vereine, mehr Verständnis für die Neulinge zu haben. Der nächste Neulingskurs für Schiedsrichter startet am 16. März und findet in Niederstetten und Blaufelden statt. Geplant sind weitere Lehrgänge im Mai bei der Schiedsrichtergruppe (SRG) Künzelsau/Öhringen und im Oktober bei der SRG Schwäbisch Hall.

Bewährt haben sich die Spielsperren statt der Zeitsperren, erklärte Michael Kukolic, Vorsitzender des Sportgerichts. Nur bei schweren Vergehen gebe es noch Zeitsperren. Die Spielsperren gelten auch über die Spielpause hinweg oder bei einem Vereinswechsel. Ausgenommen hiervon sind allerdings die Testspiele. Für ein Problem hatte Kukolic allerdings auch keine zufriedenstellende Lösung parat.

Sperre

Nicht alle Vereine haben eine Reservemannschaft. So kann es sein, dass ein Spieler, der beispielsweise in der Reserverunde eine Rote Karte bekommen hat und vier Spiele dafür gesperrt wurde, insgesamt sieben Wochen auch bei der ersten Mannschaft pausieren muss, da er bis zur Verbüßung der Sperre in dem Wettbewerb, in dem er den Platzverweis erhalten hatte, an keinem anderen Pflichtspielwettbewerb teilnehmen darf.