Fußball

Fußball WFV möchte sich weiter nicht festlegen

Restart bleibt offen

Archivartikel

Seit dem 12. März ruht der Spielbetrieb im württembergischen Amateurfußball aufgrund der Corona-Krise. Trotz leichter Lockerungen der Beschränkungen ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht absehbar, wann wieder gespielt werden kann. „Auch vor dem Hintergrund ständig neuer Wasserstandsmeldungen hinsichtlich der Fortführung der Saison sind wir gut beraten, einen kühlen Kopf zu bewahren und alle möglichen Alternativen auf die wichtigen Kriterien hin intensiv zu prüfen. Wir haben sehr viele Meinungen eingeholt und Szenarien durchgespielt. Ich bin dankbar dafür, dass wir in Baden-Württemberg eine einheitliche Haltung hinsichtlich unserer Vorgehensweise haben. Uns allen ist bewusst, dass der Fußball eine wichtige Rolle in der Gesellschaft spielt, aber im Moment in den Hintergrund treten muss“, betont WFV-Präsident Matthias Schöck.

Nach den Entscheidungen anderer Landesverbände zum Fortgang des Spielbetriebs gibt es eine verständliche Erwartungshaltung, dass sich auch der WFV zeitnah dazu erklärt, wann und unter welchen Voraussetzungen wieder gespielt wird. Aktuell sieht sich der Verband aber noch nicht in der Lage dazu.

Viele rechtliche Fragen

Wenn zu den vorab vereinbarten Wettbewerbsbedingungen die Saison 2019/20 nicht zu Ende gespielt werden kann, resultieren daraus zahlreiche rechtliche Fragen. Diese wurden extern geprüft. Auf dieser gesicherten Grundlage werden derzeit inhaltliche Diskussionen geführt und Optionen geprüft. Erforderlich ist zudem eine detaillierte Abstimmung über das weitere Vorgehen mit den Trägern der übergeordneten Ligen. „Auch eine Entscheidung über die Aussetzung des Spielbetriebs bis 15. August oder 1. September wäre zum jetzigen Zeitpunkt verfrüht“, so Schöck. Nach aktueller Spielordnung dauert das Spieljahr bis 30. Juni. Es erscheint rechtlich problematisch, bereits jetzt unwiderruflich darüber zu entscheiden, bis dahin auch dann nicht mehr zu spielen, sollte es rechtlich wieder möglich werden. wfv