Fußball

Schiedsrichter Badischer Fußball-Verband wendet sich wegen Gewalt an Unparteiischen nun an die Vereine / Schulungen

Prävention steht beim BFV vor harter Bestrafung

Archivartikel

Die Schlagzeilen sind in diesen Wochen einmal mehr voll von Meldungen über Angriffe auf Schiedsrichter im Amateurfußball. In Berlin und dem Saarland führten vermehrte Übergriffe bereits zu Streiks der Unparteiischen. Aus diesem Grund wandte sich der Badische Fußballverband nun an alle Amateurclubs in Baden mit dem Appell: Lasst es bei uns nicht soweit kommen!

Auch die rund 1300 Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter erhielten Post. Darin bedanken sich BFV und DFB für das Engagement der Schiris und sichern Unterstützung zu: „Unsere Wertschätzung für das, was Sie unserem Sport geben, könnte nicht größer sein. Wir sind stolz auf unsere Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter! Es wäre fatal, wenn die schlimmen Vorfälle der vergangenen Wochen dazu führen würden, dass Sie die Begeisterung für die Schiedsrichterei verlieren.“

Wie mehr Schutz der Schiedsrichter gewährleistet werden kann, konkretisierte der BFV in dem Schreiben an die Vereine: „Dafür ist jede und jeder Einzelne gefordert. . . teilen Sie mit, dass jegliche Form von Gewalt absolut inakzeptabel ist und nicht geduldet wird. Bitte handeln Sie, bevor etwas passiert. Unterstützung erhalten Sie und die Schiedsrichter insbesondere von Ihrem Platzordnerobmann“, betonen BFV-Präsident Ronny Zimmerman und Vizepräsident Rüdiger Heiß.

Die nötigen Kompetenzen sowie das Wissen zu den Rechten und Pflichten eines POB schult der BFV in kostenlosen Veranstaltungen. Die nächste Schulung findet am 22. November beim FV Ettlingenweier statt. „Rufe nach harter Bestrafung werden immer lauter. Natürlich müssen Vergehen geahndet werden, doch noch wichtiger ist es, es gar nicht so weit kommen zu lassen“, erläutert Heiß.

Bei wiederholt auffälligen Mannschaften kann der BFV Spielaufsichten stellen. Das Wichtigste betont Heiß: „Informieren Sie uns bei Vorfällen oder wenn Sie welche befürchten, nur dann können wir helfen.“