Fußball

Fußball

„Pokal-Urteil“ fällt erst am Mittwoch

Archivartikel

Das Landgericht München I will am Mittwoch, 30. September, sein Urteil im einstweiligen Verfügungsverfahren hinsichtlich der Meldung des bayerischen Teilnehmers an der ersten Hauptrunde des DFB-Pokalwettbewerbs 2020/21 sprechen. Das ist das Ergebnis der rund dreieinhalbstündigen mündlichen Verhandlung vom gestrigen Montag. „Diese eineinhalb Tage nehmen wir uns jetzt“, sagte die Vorsitzende Richterin Gesa Lutz.

Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) hatte bekanntlich nach dem Aufstieg von Türkgücü München, das mittlerweile in der 3. Liga spielt, den 1. FC Schweinfurt 05 zum Ablauf der Meldefrist an den Deutschen Fußball-Bund (DFB) gemeldet. Einen entsprechenden Beschluss hatte der BFV-Vorstand bereits Anfang Mai vor dem Hintergrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie gefasst und in der Folge auch die Statuten entsprechend angepasst. Zur Pokal-Partie der Unterfranken beim FC Schalke 04 war es am 13. September 2020 aber nicht gekommen. Türkgücü München hatte dies 48 Stunden vor dem Anpfiff per Einstweiliger Verfügung verhindert.

In der mündlichen Verhandlung hatte der BFV durch seinen Anwalt Martin Stopper, Präsident Rainer Koch und Vize-Präsident Reinhold Baier nochmals den Weg der Entscheidungsfindung des Verbandes ausführlich dargelegt. „Wir haben nochmals verdeutlicht, was verantwortungsvolle verbandsautonome Entscheidungen bedeuten und dass wir diesen Weg auch im Sinne eines gerechten Interessenausgleiches gegangen sind“, sagte Martin Stopper in einer ersten Reaktion.

Derweil hat Türkgücü-Klubboss Hasan Kivran die Vorgehensweise Seitens seines Vereins verteidigt: „Ich habe in zahlreichen Gesprächen im April und Mai Herrn Koch gegenüber zu verstehen gegeben, dass wir aufgrund der wirtschaftlichen Situation nicht auf den DFB Pokal verzichten können.“ Gleichzeitig kündigte Kivran an, im Falle einer juristischen Niederlage die nächste Instanz anzurufen. pati