Fußball

Nachgehakt Überraschungs-Spieltag in der Kreisliga / Fünf Punkte liegen zwischen 1. und 13. Rang

Platz 1 – bis Donnerstag

Archivartikel

Ein Spieltag voller Überraschungen liegt hinter der Fußball-Kreisliga Buchen: Waldhausen/Laudenberg gewann deutlich mit 4:0 gegen den Titel-Geheimfavoriten VfR Gommesdorf II und Schloßau verlor gegen Götzingen/Eberstadt mit 1:2. Die größte Überraschung des Spieltags ist jedoch der neue Tabellenführer, und der heißt nicht Schloßau, Sennfeld/Roigheim oder TTSC Buchen. Nein, der Platz an der Sonne gehört vorerst der Spvgg. Hainstadt – aufgrund der besseren Tordifferenz. Mit 6:2 setzten sich die Hainstadter mehr als deutlich im Spitzenspiel beim VfB Sennfeld/Roigheim durch. In seinem ersten Jahr als Trainer bei der Spvgg. erklomm Sebastian Lindau mit seinem Team erstmals den ersten Platz. Mit den FN sprach Lindau über die Liga und wie es sich als Tabellenführer anfühlt:

Herr Lindau, mit Hainstadt als Tabellenführer hat vor Beginn des Spieltags keiner gerechnet. Fühlt es sich deshalb umso besser an?

Sebastian Lindau: Ich freue mich in erster Linie über die derzeitigen guten Leistungen meiner Mannschaft. Die „fühlen sich gut an“. Die Tabellenführung ist natürlich ein schöner Nebeneffekt, aber nur eine Momentaufnahme. Ich bewerte vor allem die Leistung unabhängig vom Ergebnis. Wir genießen das natürlich trotzdem und freuen uns darüber, wissen aber auch, dass alles ganz schnell gehen kann. Freude ja, aber keine Euphorie. Dafür ist es zu früh und zu eng. So schnell wie du oben bist, kann es auch in die andere Richtung gehen.

Zwischen dem ersten und 13. Platz liegen nur fünf Punkte. Wie wollen Sie bei dieser starken Konkurrenz die Führung verteidigen?

Lindau: Können wir ja gar nicht. Spätestens am Donnerstag werden wir die Tabellenführung ja wieder los sein. Außerdem ist Schloßau ja der eigentliche Spitzenreiter. Wir können uns schon ganz gut einschätzen.

Wo sehen Sie noch am meisten Verbesserungspotenzial bei ihrem Team?

Lindau: Da fällt mir einiges ein. Trotz unserer vielen erzielten Tore lassen wir noch zu viele hochkarätige Chancen liegen. Außerdem haben wir zu viele Gegentore bekommen. Da sollten wir uns steigern. Zudem fehlt es uns in manchen Situationen an Erfahrung und Cleverness, was bei dem Durchschnittsalter meiner Mannschaft aber auch kein Wunder ist. Es gibt also einiges, an dem wir arbeiten können. Aber im Moment ist das natürlich „Jammern auf hohem Niveau“.

Bis zum Donnerstag kann die Spvgg. die Tabellenführung noch genießen, dann spielt Hainstadt Pokal-Halbfinale in Altheim; die Kreisliga-Konkurrenz hingegen bestreitet Saisonspiele.