Fußball

Kreisliga A3 Hohenlohe Beide Bezirksliga-Absteiger sind bis jetzt noch nicht richtig „im Tritt“ / TV bestreitet an diesem Wochenende drittes Heimspiel in Folge

Niederstetten will auch der Spvgg. ein Bein stellen

In Gammesfeld ist man wohl selbst überrascht: Die Spielvereinigung, die sich in den beiden letzten Jahren in der ersten Phase der Saison die Tabelle von unten ansehen musste, belegt nach dem zweiten Spieltag den Platz an der Sonne. Diesen muss die Landwehr-Truppe nun beim TV Niederstetten verteidigen, der der SGM Mulfingen/Hollenbach II am Sonntag das Nachsehen gab. Wie die Jagsttäler, für die nach der 2:6-Pokal-Abfuhr nun auch im Verbandsspiel die Trauben bei der SGM Taubertal/Röttingen sehr hoch hängen, ist auch ihr Mitabsteiger SGM Markelsheim/Elpersheim noch nicht in Tritt: Der 1:2-Heimniederlage gegen Gammesfeld und dem 3:3 in Amrichshausen muss nun gegen das punktlose Schlusslicht DJK Bieringen unbedingt der erste Dreier folgen.

Die SGM Löffelstelzen/Bad Mergentheim könnte sich nach dem Sieg in Niederstetten und dem Unentschieden gegen Taubertal/Röttingen beim unberechenbaren SC Wiesenbach bewähren, der sich zuletzt mit 5:3 auf dem Waldsportplatz beim SV Harthausen durchsetzte. Der Aufsteiger tritt nun zum Derby in Apfelbach an. Im zweiten Mergentheimer Altkreisduell erwartet der FC Igersheim, nach seinem 4:2- Auswärtssieg in Bieringen, den FC Creglingen. Dieser trennte sich zu seinem Verbandsrundendebüt 1:1 vom nun spielfreien FC Phönix Nagelsberg. Noch ohne Punkt ist Aufsteiger TSV Blaufelden, der zuletzt beim Nachbarn in Gammesfeld mit 2:6 abgefertigt wurde und nun gegen den SC Amrichshausen auf das erste Erfolgserlebnis hofft.

TV Niederstetten – Spvgg. Gammesfeld: Für den TV Niederstetten, dessen Spiel gegen Mulfingen/Hollenbach II auf Wunsch der Jagsttäler gedreht worden war, ist das Derby gegen Überraschungs-Tabellenführer Spvgg. Gammesfeld das dritte Heimspiel in Folge. Die Vorbachtäler gehen nach ihrem 2:1 gegen den Bezirksligaabsteiger genauso selbstbewusst in diese Partie wie ihr Gast, der nach dem unerwarteten Dreier zum Auftakt in Elpersheim seinen Lokalrivalen TSV Blaufelden im Landwehrstadion mit 6:2 abfertigte. Die Statistik spricht zwar für den Gast, der zuletzt dreimal hintereinander die Punkte aus Niederstetten entführt hat. Die Zuschauer dürfen sich jedoch auf ein interessantes und offenes Spiel freuen.

SGM Taubertal/Röttingen – SGM Mulfingen/Hollenbach II. Es ist erst ein paar Wochen her, dass sich beide Teams an der Tauber gegenüberstanden. Der Bezirksligaabsteiger ging an der Tauber in der zweiten Runde des Hohenloher Bezirkspokals mit 2:6 baden. Neben dem ehemaligen Bezirksligisten haben die Unterfranken mittlerweile auch noch zwei aktuelle Bezirksligisten ausgeschaltet: Nachbar SGM Weikersheim/Schäftersheim verlor im Elfmeterschießen und mit einem 3:1-Heimerfolg gegen die SGM Altenmünster/ESV Crailsheim zogen die Bayern am Mittwochabend ins Viertelfinale ein. In die Verbandsrunde startete das Team des neuen Trainers Volker Hörner allerdings mit dem 1:1 gegen Aufsteiger SV Harthausen recht holprig. Höher zu bewerten ist jedoch das gleiche Resultat, das man am Sonntag in Löffelstelzen erreichte. Die Gäste aus Mulfingen konnten bislang noch nicht überzeugen und gingen nach ihrem mühsamen 1:0-Auftaktsieg beim Aufsteiger Blaufelden in Niederstetten leer aus.

SC Wiesenbach – SGM Löffelstelzen/Bad Mergentheim: Auch diese beiden Teams standen am Mittwoch im Achtelfinale des Bezirkspokal-Wettbewerbs und hatten mit den beiden Bezirksliga-Titelkandidaten TSV Obersontheim und SSV Gaisbach hochkarätige Gegner. Eine Halbzeit konnte der SC Wiesenbach seinem Gast Paroli bieten, blieb dann aber gegen den TSV Obersontheim doch noch klar mit 0:4 auf der Strecke.

Für eine Überraschung sorgen dagegen die Badestädter, die in der regulären Spielzeit dem SSV Gaisbach ein 1:1 abtrotzten und dann im Elfmeterschießen die stärkeren Nerven als der Landesligaabsteiger hatten und sich mit dem Gesamtergebnis von 6:5 durchsetzten.

Auch mit den vier Punkten zum Verbandsrundenstart können die Trainer Sascha Höfer und Thorsten Beck zufrieden sein. In Wiesenbach muss sich die SGM auf einen engagierten Gastgeber einstellen.

TSV Blaufelden – SC Amrichshausen: Eine Führung zu verwalten ist eine Kunst, die der SC Amrichshausen offensichtlich nicht beherrscht: In Igersheim verspielte der Künzelsauer Teilortclub in den letzten zwei Minuten ein 2:0, im Heimspiel am Sonntag lag man gegen Bezirksligaabsteiger sogar mit 3:0 vorn und musste sich erneut mit einem Remis zufrieden geben. Noch nicht in der A3 Fuß gefasst hat B4-Aufsteiger TSV Blaufelden: Dem recht achtbaren 0:1 gegen Bezirksligaabsteiger Mulfingen folgte im Lokalderby in Gammesfeld eine 2:6-Abfuhr. Auch die Hausaufgabe gegen Amrichshausen ist keineswegs leicht für das Team von Jochen Schneider.

SGM Markelsheim/Elpersheim – DJK Bieringen: Die Aufholjagd in Amrichshausen, mit der sich die SGM nach 0:3-Pausenrückstand noch ein verdientes Remis sicherte, verdient Respekt – nur ein Punkt aus den ersten beiden Spielen gegen Teams, die nicht zum Favoritenkreis gehören, kann aber den Ansprüchen im Lager des Bezirkligasabsteigers natürlich nicht genügen. So ist ein Dreier vor eigenem Publikum in Markelsheim gegen Schlusslicht DJK Bieringen, das nach dem 0:4 in Nagelsberg im Heimspiel gegen den FC Igersheim erneut vier Gegentore kassierte, absolute Pflicht für die Elf von Marco Reuss. In den Schoß fallen wird der Sieg den Taubertälern aber wohl nicht, denn die DJK wird beim Favoriten ebenso ihren ganzen Kampfgeist in die Waagschale werfen.

FC Igersheim – FC Creglingen: Zum Saisondebüt gegen den FC Phönix Nagelsberg verdiente sich der ersatzgeschwächte FC Creglingen trotz der Punkteteilung vor eigenem Publikum ein Lob für eine engagierte Mannschaftsleistung – schließlich mussten die Schwarz-Weißen fast eine Stunde lang einem keineswegs schwachen Gegner in Unterzahl Paroli bieten. Auch in Igersheim müssen die Creglinger mannschaftliche Geschlossenheit zeigen, denn die Platzherren werden sich, mit vier Startpunkten im Rücken, in diese Partie gegen den alten Rivalen besonders hineinknien. Der letzte Heimsieg in diesem Taubertal-Derby liegt allerdings schon fast vier Jahre zurück – viermal in Folge hatten die Creglinger seither in Igersheim die Nase vorn.

Spvgg. Apfelbach/Herrenzimmern – SV Harthausen: Obwohl die Spvgg. Apfelbach/Herrenzimmern das Relegationsspiel gegen den Lokalrivalen im Elfmeterschießen verloren hat, trifft man sich nun in der Kreisliga A3 wieder. „Ende gut – alles gut“, hieß es Lager der Spielvereinigung, nachdem der SV Edelfingen durch seinen Aufstieg in die Bezirksliga noch Schützenhilfe geleistet hatte. Sowohl die Platzherren als auch Aufsteiger SV Harthausen haben für die neue Saison natürlich nur ein Ziel: den Klassenerhalt. Die ersten drei Punkte holte sich der Vorletzte der letzten Runde gleich zum Auftakt mit einem unerwarteten 2:1-Auswärtssieg beim SC Wiesenbach, der bekanntlich dem SV Harthausen am Sonntag die A3-Heimpremiere vermasselte und mit 5:3 die Punkte entführte.