Fußball

Kreisliga A3 Hohenlohe Die Spvgg. Gammesfeld kann sich mit einem Heimsieg gegen Igersheim die inoffizielle „Herbstmeisterschaft“ sichern

Niederstetten beim SV ganz klarer Favorit

Archivartikel

Nach dem 4:0-Triumph in Mulfingen ließ der FC Phönix Nagelsberg erneut aufhorchen: Mit einem 1:0- Heimsieg gegen Spitzenreiter Spvgg. Gammesfeld verbesserte sich der Künzelsauer Teilortclub auf denvierten Platz. Da die SGM Markelsheim/Elpersheim vor eigenem Publikum im Derby gegen Löffelstelzen/Bad Mergentheim mit 0:1 das Nachsehen hatte, schob sich der TV Niederstetten mit einem schwer erkämpften 2:0 gegen seinen Nachbarn Spvgg. Apfelbach/Herrenzimmern auf den zweiten Rang vor. Die Vorbachtäler müssen nun morgen im Altkreisduell beim Schlusslicht in Harthausen ihrer Favoritenrolle gerecht werden.

In Mulfingen treffen sich die beiden Bezirksligaabsteiger zum Verfolgerduell. Wie die SGM Markelsheim/Elpersheim zuhause gegen Löffelstelzen/Bad Mergentheim verloren auch die Gastgeber zuletzt beim FC Igersheim mit 0:1. Nach diesem überraschenden Dreier müssen sich die Igersheimer nun bei der Spvgg. Gammesfeld bewähren, die sich mit einem Heimsieg gegen die Taubertäler morgen die Herbstmeisterschaft sichern kann. Der FC Phönix Nagelsberg will im Künzelsauer Teilortderby beim abstiegsbedrohten SC Amrichshausen auf der Erfolgsspur bleiben. Nach zuletzt zwei Siegen will die SGM Löffelstelzen/Bad Mergentheim nun im Deutschorden-Stadion gegen den punktgleichen Aufsteiger aus Blaufelden nachlegen, der sich am Sonntag im Neulingsduell gegen den SV Harthausen knapp mit 1:0 behauptete.

Zwei Teams mit ebenfalls ausgeglichener Gesamtbilanz bestreiten das zweite Mittelfeldduell des letzten Vorrundenspieltages: die zuletzt spielfreie DJK Bieringen empfängt den FC Creglingen, der am Sonntag den SC Amrichshausen mit 5:1 distanzierte. Einen Zähler weniger als der FCC hat die SGM Taubertal/Röttingen vor ihrem Gastspiel bei ihrem Tabellennachbarn Spvgg. Apfelbach/Herrenzimmern auf dem Konto. Der Tabellenvorletzte SC Wiesenbach hat die Vorrunde bereits abgeschlossen.

Spvgg. Gammesfeld – FC Igersheim: Der Vorsprung der Spvgg. Gammesfeld ist nach der Niederlage in Nagelsberg auf zwei Punkte geschrumpft, so dass der Spitzenreiter im letzten Vorrundenspiel gegen den FC Igersheim unbedingt einen Dreier benötigt um in der Winterpause viele Wochen lang den Blick auf die Tabelle richtig genießen zu können. Die Taubertäler haben sich zuletzt gegen die zweifelsohne spielstärkere SGM Mulfingen/Hollenbach II mit einem sehr disziplinierten und engagierten Auftritt 1:0 durchgesetzt. Der Tabellenzwölfte, der sich natürlich nach wie vor nach unten orientieren muss, will nun auch im Landwehrstadion voll dagegenhalten und dem zuhause noch ungeschlagenen Ligaprimus ein Schnippchen schlagen.

SV Harthausen – TV Niederstetten: Der SV Harthausen hat noch zwei Chancen, die Rote Laterne vor der Winterpause an den SC Wiesenbach weiterzuleiten. Die Hürden sind allerdings trotz des Heimvorteils extrem hoch für den Aufsteiger. Zunächst kommt der Tabellenzweite TV Niederstetten auf den Waldsportplatz, wo am 29. November auch noch die Hängepartie gegen den Dritten SGM Markelsheim/Elpersheim auf dem Programm steht. Die Tendenz der Hausherren und die des TVN ist völlig gegenläufig: Das Team um Spielertrainer Visar Rushiti hat in seinen letzten sechs Spielen 16 von 18 möglichen Punkten verbucht, während der ordentlich gestartete Neuling im gleichen Zeitraum völlig leer ausging.

SC Amrichshausen – FC Phönix Nagelsberg: Das Prädikat „Mannschaft der Stunde“ muss sich der TV Niederstetten mit dem FC Phönix Nagelsberg „teilen“, der in seinen letzten sechs Spielen die gleiche Punktausbeute verzeichnete. Die Elf von Witali Baron, die nach dem Doppelspieltag Anfang Oktober mit nur sechs Punkten auf dem Konto Vorletzter war, hat das Feld regelrecht von hinten aufgerollt und sich mit dem jüngsten Heimsieg gegen den Spitzenreiter, der nur noch fünf Punkte mehr auf dem Konto hat, Rang vier erobert. Lokalrivale SC Amrichshausen steht dagegen nach dem 1:5 in Creglingen mit nur 12 Zählern ganz nahe am Abgrund und ist im Künzelsauer Teilortduell klarer Außenseiter.

SGM Mulfingen/Hollenbach II – SGM Markelsheim/Elpersheim: Die beiden Bezirksligaabsteiger lassen zwar in einzelnen Spielen immer wieder ihr Können aufblitzen und machen ihre Ansprüche auf den Wiederaufstieg geltend – unter dem Begriff „Konstanz“ versteht man in beiden Lagern aber wohl in erster Linie eine Stadt am Bodensee. Dies gilt vor allem für die Jagsttäler, die vor drei Wochen den FC Creglingen mit 6:0 distanzierten, danach aber zuhause von den Nagelsbergern mit 4:0 abgefertigt wurden und auch in Igersheim leer ausgingen. Wie die Mulfinger blieb auch die SGM Markelsheim/ Elpersheim zuletzt mit 0:1 im Derby gegen die SGM Löffelstelzen/Bad Mergentheim auf der Strecke. Mit drei Punkten mehr auf dem Konto sowie dem Nachholspiel am nächsten Freitag in Harthausen in der Hinterhand, liegen die Gäste nach wie vor aussichtsreich im Titelrennen. Die auf Rang fünf zurückgefallene SGM Mulfingen/Hollenbach II läuft dagegen Gefahr ins Niemandsland des Tabellenmittelfeldes abzurutschen und steht deshalb unter absolutem Zugzwang.

DJK Bieringen – FC Creglingen: Nach nur einem Pünktchen aus den ersten fünf Spielen hat sich die DJK Bieringen gewaltig gesteigert, sechs der letzten acht Begegnungen gewonnen und sich ins Mittelfeld hochgearbeitet. Nun empfängt der Tabellenachte den Neunten aus Creglingen, der, nach zuvor drei Niederlagen hintereinander, seine Ladehemmung mit dem klaren 5:1- Heimsieg gegen den SC Amrichshausen abgelegt und seine Gesamtbilanz damit wieder ausgeglichen hat. In Bieringen wollen und müssen die Schwarz- Weißen nun beweisen, dass dieser gelungene Auftritt am letzten Sonntag keine Eintagsfliege war.

SGM Löffelstelzen/Bad Mergentheim – TSV Blaufelden: Wie die Bieringer haben auch der TSV Blaufelden und die SGM Löffelstelzen/Bad Mergentheim 19 Punkte auf dem Konto und sind jenseits von Gut und Böse auf den Rängen 6 und 7 zu finden. Der TSV Blaufelden setzte sich zuletzt im Aufsteigerduell gegen Harthausen mit 1:0 durch, die Badestädter überraschten mit einem 1:0 Derbysieg bei der SGM Markelsheim/Elpersheim. Nachdem die Höfer-Truppe ihren Heimkomplex abgelegt und die letzten beiden Spiele vor eigenem Publikum für sich entschieden hat, ist sie morgen im Deutsch-Orden-Stadion Favorit gegen den auswärtsschwachen Neuling, der aus bislang sechs Gastspielen erst vier Punkte mitnehmen konnte.

Spvgg. Apfelbach/Herrenzimmern – SGM Taubertal/Röttingen: Auch in Apfelbach stehen sich zwei Tabellennachbarn gegenüber. Während die Gastgeber mit den erreichten 16 Punkten und dem 11. Tabellenplatz ganz gut leben können, ist das Abschneiden der Unterfranken, die lediglich einen Zähler mehr auf dem Konto haben, sicherlich enttäuschend – schließlich hatte man der SGM Taubertal/Röttingen eine gute Rolle im oberen Tabellendrittel zugetraut. Die Bayern kamen zuletzt vor eigenem Publikum gegen den Abstiegskandidaten aus Wiesenbach über ein Remis nicht hinaus, während sich die Spielvereinigung im Derby beim favorisierten TV Niederstetten wacker schlug und sich erst in der Schlussphase geschlagen geben musste. Die SGM Taubertal/Röttingen hat auswärts erst fünf Zähler verbucht.