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Fußball Spielvereinigung muss einen personellen Aderlass verkraften / Saisonauftakt am Samstag zu Hause gegen den VfR Mannheim

Neckarelz muss vermutlich kleinere Brötchen backen

Archivartikel

„Dieser Umbruch war so nicht geplant“, beurteilt Cheftrainer Stefan Strerath von der Spielvereinigung Neckarelz die Ausgangslage vor dem morgigen Start in die neue Verbandsligaspielzeit 2020/21. Das klare Ziel lautet dementsprechend Klassenerhalt.

Mit Martin Rau (FC Speyer), Kevin Diefenbacher (FC Speyer) und Lukas Böhm (1. CfR Pforzheim) haben gleich drei Spieler die Spielvereinigung in Richtung Oberliga verlassen. Letztgenannter steuerten in der letztjährigen Saison in 20 Spielen stolze 12 Tore bei. Damit belegte der Offensivspieler in der Torjägerliste den dritten Platz.

Das gegenteilige Saisonziel ruft hingegen der morgigen Gegner VfR Mannheim aus. Denn die Rasenspieler wollen in dieser Saison ein Wörtchen um den Aufstieg in die Oberliga Baden-Württemberg mitreden. Aus eben jener stieg der VfR Mannheim am Ende der Saison 2014/15 ab. Seitdem folgten für den VfR in der Verbandsliga drei 3. Plätze, ein 9. Rang und in der abgebrochenen Spielzeit 2019/2020 ein enttäuschender 8. Platz.

Vor der Saison folgte auch in Mannheim ein großer Umbruch mit 15 Abgängen und 12 Zugängen. Zudem wurde mit Andreas Backmann ein neuer Trainer mit A-Lizenz verpflichtet, der zuvor beim Ligakonkurrenten FC Olympia Kirrlach gearbeitet hat. Vor der Partie in Neckarelz gibt sich der 44-Jährige zuversichtlich: „Wir wollen aufsteigen, also haben wir die ersten beiden Tabellenplätze im Fokus. Wir hätten uns natürlich ein leichteres Auftaktprogramm gewünscht, aber wir sind hier auch nicht im Wunschkonzert und nehmen es so, wie es ist. Neckarelz hat viel Offensivqualität verloren. Generell werden wir Woche für Woche auch an die Grenzen gehen müssen, um eine gute Spielbilanz hinzulegen.“

Jubiläumsfeier erst 2022

Unterdessen hat sich die Spvgg. Neckarelz dazu entschlossen die geplanten Feierlichkeiten zum 100-jährigen Vereinsbestehens 2021 aufgrund der Corona-Pandemie auf 2022 zu verschieben. Das bestätigte Vereinspräsident Dr. Thomas Ulmer: „Leider erfordern besondere Zeiten besondere Maßnahmen. So haben wir uns aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie in der letzten Vorstandssitzung schweren Herzens dazu entschieden, unsere Jubiläumsveranstaltung um ein Jahr auf das Jahr 2022 zu verschieben. Wir haben uns dabei diese Entscheidung alles andere als leicht gemacht. Letztlich Ausschlag gegeben hat jedoch der Gesundheitsschutz und die Sorge um unsere Mitglieder. Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben.“

In den Vorbereitungsspielen traf Neckarelz vor allem auf Landes- und Kreisligisten, konnte sich gegen diese jedoch selten durchsetzen. Die Generalprobe beim Landesligisten SV Wagenschwend ging unter anderem mit 0:1 verloren. Ebenfalls unglücklich verlief der Auftritt in der ersten Runde des BFV-Pokals, der vor heimischer Kulisse gegen den Ligarivalen VfR Gommersdorf mit 0:2 in den Sand gesetzt wurde. „Die Testspiele sollten wir nicht überbewerten. Natürlich wiegt der eine oder andere Abgang in der Offensive schwer, aber in Neckarelz ist nach wie vor Qualität vorhanden“, betont VfR- Cheftrainer Andreas Backmann.