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Fußball Russischer Geschäftsmann Michail Ponomarew unterstützt einen weiteren Profiverein

Neben Fußball jetzt auch Eishockey

Investor I: Michail Ponomarew unterstützt einen weiteren Profiverein. Der russische Geschäftsmann steigt ab sofort als Gesellschafter beim Eishockeyverein Krefeld Pinguine ein. Der Fußball sei für ihn „ein Geschäft“, das Eishockey dagegen „eine Herzensangelegenheit“, betonte der 44-Jährige unlängst.

„Wir möchten den DEL-Standort Krefeld nicht nur erhalten, sondern die Grundlage für eine positive Zukunft der Pinguine auf Gesellschafterebene legen und vergangene Erfolge wiederholen“, sagte Wolfgang Schulz, Aufsichtsrats-Vorsitzender und Mitgesellschafter der Pinguine. Seit einiger Zeit ist der Ponomarew bereits als Geldgeber und Präsident des aufstrebenden Drittligisten KFC Uerdingen tät.

In den letzten zwei Jahren gelang dem KFC dank großer finanzieller Unterstützung der Aufstieg von der fünften in die dritte Liga. Zeitnah strebt der ehemalige Bundesligist auch die Rückkehr in die 2. Bundesliga an. Zuletzt blieben die Krefelder in den letzten fünf Ligaspielen ungeschlagen.

Investor II: Investor Roland Duchatelet hat dem Fußball-Drittligisten FC Carl Zeiss Jena weitere zwei Millionen Euro Schulden erlassen. Erst ab 2023 soll jährlich geprüft werden, ob ein Bilanzgewinn von mindestens zwei Millionen Euro besteht. In diesem Fall müsste in der folgenden Saison ein Drittel des Gewinnes zur Tilgung der Kredite verwendet werden.

Dem 71-Jährigen gehören über die Firma Staprix 95 Prozent der Jenaer Spielbetriebsgesellschaft. Er hält aber nur 49,98 Prozent der Stimmrechte. Dies bestätigte Jenas Geschäftsführer Chris Förster gegenüber der Ostthüringer Zeitung: „Damit unterstreicht Roland Duchatelet, dass er dem FC Carl Zeiss Jena weiter zur Seite steht. Durch diesen Schritt kann Jena eine Lizenzauflage des Deutschen Fußball-Bundes erfüllen, wonach sich das Eigenkapital nicht verringern darf.“ Schon vor einem Jahr verzichtete der belgische Geschäftsmann auf knapp zwei Millionen Euro. So konnten die Thüringer das Geschäftsjahr 2016/17 mit einem Gewinn abschließen, ohne den Investor hätte sonst ein Verlust von 1,4 Millionen Euro zu Buche gestanden.

Neuausrichtung: Zweitligaabsteiger Eintracht Braunschweig treibt seine personelle Umstrukturierung weiter voran. So soll Tobias Rau (36) den Aufsichtsrat des BTSV verstärken. Der siebenmalige Nationalspieler beendete seine Profikarriere nach Engagements bei Eintracht Braunschweig, dem VfL Wolfsburg, FC Bayern und Arminia Bielefeld bereits mit 27 Jahren. Anschließend widmete sich der gebürtige Braunschweiger einem Lehramtsstudium und spielte auf Amateurebene für den TV Neuenkirchen: „Die Eintracht liegt mir sehr am Herzen. Als gebürtiger Braunschweiger habe ich in der Jugend bei der Eintracht gespielt und hier meine ersten beiden Jahre im Profifußball erlebt. Durch meine Familie und meine Freunde bin ich regelmäßig in der Stadt und habe den Weg des Clubs immer verfolgt. Es ist eine Herzensangelegenheit und ein großes Bedürfnis, den Verein zu unterstützen.“ Offiziell ist Raus Einstieg erst mit der Jahreshauptversammlung im Dezember möglich. „Wir freuen uns sehr, dass wir unseren ehemaligen Verteidiger in mehreren Gesprächen für diese Aufgabe gewinnen konnten“, betont Eintrachts Aufsichtsratsvorsitzender Sebastian Ebel. „Tobias verfügt durch seine jahrelange Erfahrung im Profifußball über das entsprechende Fachwissen“. pati