Fußball

Landesliga Odenwald Im Heimspiel gegen Neunkirchen möchte der TSV Höpfingen die Sturmflaute beenden / Wiedersehen in Osterburken im Zeichen des Abstiegskampfes

Nassig tritt in Mosbach mit „schauerlicher“ Bilanz an

Erneut hat sich das Führungsduo Spvgg.Neckarelz und Gommersdorf von den Verfolgern abgesetzt. Denn: Am vergangenen Spieltag haben der TSV Oberwittstadt, der FV Mosbach und Aufsteiger FC Hundheim/Steinbach nicht gewonnen. Das Mittelfeld führt der SV Königshofen nach drei Siegen in Folge an. Mit Moral versucht die SV Viktoria Wertheim aus dem Tabellenkeller zu entkommen; mit einem Zähler aus dem Derby gegen Nassig ist die SV Viktoria näher an die Konkurrenz aus Osterkurken, Reichenbuch und Uissigheim gerückt.

Türkspor Mosbach hofft im Derby gegen die Spvgg. Neckarelz nicht wie in der letzten Begegnung eine deprimierende Niederlage zu erleben. Im Juli 2016 wurde Türkspor in der ersten Pokalrunde in 1:10-Toren abgefertigt. Die Neckarelzer waren gerade aus der Regionalliga Südwest abgestiegen. Jetzt sind sie drei Klassen niedriger Tabellenführer und nach der aktuellen Formkurve auf jeden Fall deutlich favorisiert.

Seinen Lauf will der SV Königshofen im Heimspiel gegen den FC Hundheim/Steinbach fortsetzen, doch Trainer Christian Moll sieht nach drei Siegen in Folge keinen Grund zur Selbstgefälligkeit (siehe Interview). Die letzte Begegnung mit dem Aufsteiger gab es in Königshofen im November 2008; die Gäste entschieden die damalige Kreisliga-Partie mit 2:1 für sich. Jetzt liegen sie mit 19 Zählern und fünf Punkten Vorsprung auf Rang fünf vor den Messestädtern, die mit einem Heimsieg immerhin aufschließen könnten. Der sportliche Leiter des SV Martin Michelbach gibt die Devise aus, den Lauf zu nutzen und jetzt gegen den FC Hundheim/Steinbach nachzulegen. Jonas Henning und Mario Gudelj fehlen definitiv beim SVK. Hinter dem Einsatz von Nico Wagner steht nach wie vor ein Fragezeichen. Wieder dabei sind Aaron Schwenkert und Mirco Michelbach.

Liebend gerne wiederholen möchte der TSV Tauberbischofsheim im Heimspiel gegen die SV Viktoria Wertheim den klaren 5:2-Vorjahreserfolg. Immerhin gab es für die Kreisstädter zuletzt zwei Siege, die dem TSV wieder mehr Luft zum Atmen gegeben haben. Dagegen ist die Luft für die Gäste aus Wertheim recht dünn geworden; der einzige Saisonsieg (2:1 in Uissigheim) gelang am zweiten Spieltag. Der Gastgeber ist daheim noch ohne Niederlage, und diese Bilanz will sich der TSV nicht verhageln lassen.

Im zweiten Heimspiel in Folge will der FSV Waldbrunn gegen den VfR Uissigheim nach dem etwas schmeichelhaften 2:1-Erfolg über den FV Mosbach mit einem weiteren „Dreier“ nachlegen. Handlungsbedarf sieht auch der VfR Uissigheim, der sich zuletzt zwei starken Gegnern geschlagen geben musste. Der Tabellenstand spiegelt nicht das spielerische Potenzial der Walz-Truppe wider, die in der Vorsaison in der Endabrechnung Platz sechs erreichte. Derzeit fehlen dazu nur fünf Punkte. Im Vorjahr trennten sich Waldbrunn und Uissigheim torlos.

Treffsicher zeigte sich in Neunkirchen Eintracht Walldürns Torjäger Mario Turra, der die Aufholjagd nach dem 0:2-Rückstand mit zwei Treffern krönte. Jetzt reist der auswärts mit vier Siegen in fünf Partien sehr erfolgreiche TSV Oberwittstadt an. Zuletzt fehlte im 1:2-Heimspiel gegen Tauberbischofsheim aber ausgerechnet in der entscheidenden Spielphase die Konzentration. Die Walldürner Mannschaft ist deshalb nicht chancenlos. „TSV-Pressesprecher“ Dieter Rupp war nach der letzten Niederlage schleierhaft, „warum unsere Truppe in fast jedem Zweikampf nur zweiter Sieger war, praktisch keinen zweiten Ball bekam, und des Öfteren einen Schritt zu spät dran war. Das wurde jedoch von unseren Trainern Dominik Lang und Sebastian Walz unter der Woche aufgearbeitet. Und wenn jeder einzelne sich in Walldürn auf seine Stärken konzentriert und die Aufgabe mit dem nötigen Respekt angeht, sollte ein Sieg zu bewerkstelligen sein.“

Mit der Chancenverwertung des FV Mosbach in Waldbrunn konnte Trainer Peter Hogen nicht zufrieden sein. Jetzt wird im Heimspiel gegen den SV Nassig Wiedergutmachung angestrebt. Die Mannschaft des Trainer-Duos Gegenwarth/Kirrlich verlor im Vorjahr in Mosbach nur knapp mit 2:3. In 20 Direktvergleichen mit einer 14-6-0-Bilanz hat der SV Nassig noch nie die Mosbacher schlagen können.

Wenn aus Sicht des VfR Gommersdorf alles nach Plan läuft, dürfte im Heimspiel gegen Aufsteiger FV Reichenbuch nichts anbrennen. Die Gäste werden sich nach Kräften gegen eine Niederlage stemmen und wären mit einer Punkteteilung mehr als zufrieden. VfR-Trainer Thomas Nohe ist realistisch: „Wir wissen sehr wohl, dass man keinen Gegner unterschätzen darf und jedes Spiel erst gespielt werden muss; zumal neben den die ganzen Wochen fehlenden Spielern am Sonntag nun auch die beiden absoluten Leistungsträger Patrick Mütsch und Max Schmidt fehlen werden. Abwehrchef Patrick Mütsch wurde nach der Verletzung in Uissigheim am Kopf mit sechs Stichen genäht. Torjäger Max Schmidt hat in bisher neun Saisonspielen zehn Tore gemacht und viele weitere Tore vorgelegt, aber wir werden sicherlich Lösungen finden, wie wir beide ersetzen können.“

Den eigenen Ansprüchen hinkt derzeit der TSV Höpfingen hinterher. So könnte der TSV mit einem knappen Sieg wie im Vorjahr über den SV Neunkirchen gut leben. TSV-Trainer Steven Bundschuh weiß, wo der Schuh drückt. Der Qualitätsverlust in der Offensive machte sich nicht erst beim 0:2 in Grünsfeld bemerkbar. Mit nur neun Toren in zehn Punktspielen hat der TSV im Augenblick den zweitschwächsten Angriff der Liga. Dank der guten Defensiv-Leistungen reihte sich Höpfingen dennoch im Mittelfeld ein.

Sich mit allen Kräften dem Negativtrend entgegenstemmen muss sich der SV Osterburken, der daheim den aufstrebenden FC Grünsfeld empfängt. Der Trainer der Römerstädter Jürgen Wöppel trifft auf Chris Moschüring und Stephan Braun, seine früheren Stammspieler beim FV Lauda, die so manche Kastanien aus dem Feuer geholt haben. In der vorigen Runde gelang ein 3:0-Sieg, doch die Torschützen von damals (Andreas Beckmann und zweimal Tolga Kaplan), werden schmerzlich vermisst.