Fußball

SV Westernhausen und SGM Westernhausen/Krautheim II Können die Jagsttälerinnen aus Westernhausen ihren Angriffsschwung auch in die Landesliga mitnehmen?

Nach Traumsaison steht die „Erste“ vor der Bewährungsprobe

Über ihre bisher erfolgreichste Saison konnte sich die SGM Westernhausen/Krautheim im Spieljahr 18/19 freuen: „Triple“ lautet der magische Begriff, mit dem man nun auch im Jagsttal fußballerische Superlative zusammenfassen kann. Und dies gilt sogar in doppelter Hinsicht: Der Fußballbezirk Hohenlohe muss sich einen neuen Cup sponsern lassen, der alte wird – nach dem dritten Endspielsieg in Folge – wenn überhaupt, nur noch zwischen den Sportheimen des SV Westernhausen und des TSV Krautheim wandern.

Das 2:0 ihrer ersten Mannschaft im Bezirkspokalfinale gegen den Ligakonkurrenten Spvgg. Gammesfeld war aber nur einer von drei großen Erfolgen – er wurde durch zwei Meisterschaften noch deutlich getoppt. Nach sage und schreibe dreimaligem Scheitern in der Relegation marschierte die SGM im vierten Anlauf unangefochten durch die Regionenliga, blieb in allen 24 Spielen ungeschlagen, hatte mit dem traumhaften Torkonto von 112:16 am Ende 66 Zähler auf dem Konto, sage und schreibe 21 Punkte Vorsprung vor dem Tabellenzweiten, und darf sich seit vergangener Woche in der Landesliga bewähren.

Eine Traumsaison

„Bis Ostern haben wir alle Spiele gewonnen, erst als die Meisterschaft feststand und damit der Dampf etwas raus war, haben wir es ruhiger angehen lassen“, begründet Abteilungsleiterin Sonja Groß, die drei Punkteteilungen, die der übermächtige Meister noch zuließ. Das Tüpfelchen auf dem „i“ setzte dann die zweite Mannschaft, die in der Spielrunde 17/18 ebenfalls Vizemeister war. In einem spannenden Rennenzum Saisonfinale sicherte sie sich aufgrund der besseren Tordifferenz vor der SGM Tüngental/Rieden/Michelbach den Titel in der Bezirksliga und wird nun den Platz der ersten Mannschaft in der Regionenliga einnehmen.

„In beiden Vereinen ist man natürlich richtig stolz auf diese Erfolge“ berichtet Sonja Groß, die mit ihren Partnerinnen Saskia Karl und Christina Friedlein (Deuser) schon seit fünf Jahren für die Frauen der SGM als Abteilungsleiterin verantwortlich zeichnet. Kontinuität in der Abteilungsführung – Veränderungen auf den Trainerposten: Sven Geldenboth hat die zweiten Mannschaft an Marcel Hertlein übergeben, der zuletzt die C-Jugend des VfR Gommersdorf coachte und auf einem gemeinsamen Trainerlehrgang durch Steffen Pfau für die Arbeit bei der SGM gewonnen werden konnte. Pfau, bisher Trainer der ersten Mannschaft, wird ihm in der ihm vertrauten Regionenliga unterstützend zur Seite stehen. Pfaus Platz auf der Kommandobrücke der ersten Mannschaft nimmt ein im regionalen Frauenfußball altbekannter Coach ein: Nach acht Jahren Pause besetzt Davide Dell Anna wieder einen Trainerstuhl. Der Igersheimer trainierte von Januar 2005 bis 2011 die Frauen des VfB Bad Mergentheim zunächst in der Landes- und dann in der Verbandsliga.

Wie es sich im ersten Jahr nach dem Aufstieg geziemt, hat sich auch für die erste Mannschaft – nun als SV Westernhausen – das Ziel Klassenerhalt gesetzt. Wenn die Jagsttälerinnen den Angriffsschwung aus der Regionenliga in die Landesliga mitnehmen können, sollte es ihnen aber gelingen, sich aus dem Abstiegskampf rauszuhalten. Die junge Mittelfeldspielerin Lara Mühleck rückte aus der zweiten Mannschaft nach, von der SGM Tüngental/Rieden/Michelbach kam die routinierte Torhüterin Jasmin Losch und sorgt für starken Konkurrenzkampf mit Dominique Berberich und Janine Hasenschwanz um den Platz zwischen den Pfosten des SV Westernhausen. – „Wir kennen aus den Verbandspokal- und Relegationsspielen schon einige Gegner“, sieht Sonja Groß die Landesliga nicht als völliges Neuland.