Fußball

FC Wertheim-Eichel Interne und externe Neuzugänge senken den Altersdurchschnitt weiter / Offensivspiel verbessern / Schwache Torbilanz deutlich steigern

Nach dem Jahr der „Reifeprüfung“ endlich Punkte sammeln

„Die letzte Runde war eine, die wir vor allem zum Lernen genutzt haben“, erklärt der Trainer der Frauenmannschaft des FC Eichel, Mirco Göbel. Mit einer Mannschaft, die einen Altersdurchschnitt von 19 Jahren hatte, war die gesamte Saison der Eicheler eine Art „Reifeprüfung“. Es gab zwar Achtungserfolge, doch besonders bitter in der Erinnerung ist wohl die 0:8-Niederlage in Wilhelmsfeld, „wo sich die Mannschaft komplett hat unter Wert schlagen lassen“, erinnert sich Göbel.

Abhaken – längst läuft die Vorbereitung für die neue Saison. „Mit dem Zusammenlegen des Trainings von den B-Juniorinnen bis hin zu den Frauen wurde der Grundstein gelegt, künftig den Übergang ins Seniorenteam zu erleichtern.“ Mirco Göbel und sein Trainerteam wollen die Spielerinnen damit vor allem taktisch schon auf das Spiel auf dem Großfeld und die Anforderungen der entsprechenden Liga rüsten.

Die „Nachrücker“ aus der B hätten sich „schon super in das Team integriert“ und seien zudem „eine große Bereicherung“. Respekt hat der Trainer vor der Ligakonkurrenz, allerdings macht er keine echten Angstgegner aus: „Bis auf die Mannschaften, die den Spielbetrieb neu aufgenommen haben oder vom Kleinfeld kommen, haben alle Konkurrenten bereits einschlägige Erfahrung sammeln können, manche sogar in der Verbandsliga.“ Bei einigen Teams, die jüngst die Liga dominiert hätten, darunter Aufsteiger Mühlhausen, aber auch Hoffenheim III, die SpG Wilhelmsfeld/Neuenheim oder der Heidelberger SC, sieht Göbel „durchaus Potenzial zu mehr“. Beim Derby gegen „Tauber“ ist natürlich der Ehrgeiz groß, „der wurde aber in den letzten Jahren nicht belohnt“, bilanziert der Trainer.

Der Altersschnitt der FC-Frauen-Mannschaft wird mit einigen externen und internen „Neuen“ weiter sinken. „Das spielerische Niveau wird durch die Verstärkung besser“, ist sich Mirco Göbel sicher. Ziel sei es, anders als in der letzten Saison auch einmal entsprechend Punkte einzufahren und in der oberen Tabellenhälfte zu landen.

„Gerade die jungen Spielerinnen werden unser Spiel nach vorn beleben, während die älteren das Team mit ihrer Erfahrung stützen werden“, sagt Göbel und erklärt damit auch schon die Strategie: „Wir haben eine offensivere Ausrichtung gewählt, damit unsere jungen, offensiv starken Spielerinnen zur Geltung kommen.“ Dabei lege man „großen Wert auf Laufbereitschaft und Teamfähigkeit“. „Wir“ – das sind in der Regel Mirco Göbel und Günter Lutz. „Der Trainer, der den Hauptteil verantwortet, legt den Schwerpunkt fest.“ Günter Lutz kümmere sich meistens auch um Ausdauer und Basics. Die Aufwärmeinheit absolviert Waltraud „Wally“ Pfenning, die zusammen mit Thorsten Erzgraber auch das Torwarttraining gestaltet.

„Spielerisch deutlich verbessert“

Mit all dieser Vorbereitung soll es dieses Mal gelingen, vorn mitzumischen. Platz drei bis fünf gibt der FC Eichel als Saisonziel an. Aus vielen guten Ansätzen in der vergangenen Punkterunde soll dieses Mal viel öfter auch „Zählbares“ werden.

Mirco Göbel sieht seine Frauen da auf einem guten Weg: „Die Mannschaft hat sich in der letzten Runde spielerisch schon deutlich verbessert“. Auch die Stimmung in der Mannschaft sei gut. „Das war ganz besonders am vergangenen Wochenende im Trainingslager zu beobachten“, freut sich der Coach.

„Es macht Spaß, mit der jungen Truppe zu arbeiten.“ Die Mädels sind längst ganz heiß auf die neue Saison. Die startet für den FC Eichel schon gleich einmal auswärts. Am Sonntag, 15. September (Anpfiff: 15.30 Uhr), heißt’s gegen die SpG Dielheim/Wiesloch zum allerersten Mal nach der Sommerpause: Farbe bekennen, bevor dann am Sonntag drauf beim ersten Heimspiel der ASV Eppelheim „vorbeischaut“.